Valentinstag kulinarisch

Voller Einsatz für den Chefkoch, weil der Valentinstag „Tag von Liebe für alle“ ist, also nicht nur auf Paarbeziehungen reduziert werden darf, gab es am Samstagabend ein besonderes Essen. Zugleich kam noch ein ehemaliger Mitbewohner zu Besuch, dessen Geburtstag wir auch noch begehen konnten. Was man von Valentin historisch weiß, ist eine etwas kompliziertere Geschichte. Wie auch immer, es hat allen wunderbar geschmeckt:

gedeckter Tisch

Weil für den Chefkoch Franz Keller ein besonderes Vorbild in Sachen Liebe ist, stand auf dem Tisch eine Zeichnung von Rock’n Rolf, die den Chefkoch, Franz Keller SJ und in der Mitte Jesus zeigt.

Der Mammut-Topf war wieder zum Einsatz gekommen um eine Gemüse-Reis-Variante zu zaubern.

Buletten aus Lammfleisch

Dazu gab es Buletten mit Lammfleisch und eine Sauce mit Pflaumen sowie einen Salat aus Gurken, Granatapfelkernen und frischen Datteln.

 

Nachtisch: Orangensorbet mit Kokosraspel

Den krönenden Abschluß bildete ein Orangen-Sorbet mit Kokosraspeln.
Fazit: Gerne wieder!!!

 

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In unserer Küche …

über der Gemüsekiste und der Obstschale in der Küche hängt dieses Bild von unserem Haus- und Hofkarrikaturisten Rock’n Rolf:

Plakat Küche

Tipp: Dieser Satz besteht aus neun Worten. Lies ihn neun Mal hintereinander und betone jedes Mal ein anderes Wort. Damit erschließt sich dann, wie ein guter Umgang mit Lebens-Mitteln (konkret und im übertragenen Sinn) im miteinander Teilen von Gütern, Gaben, Zeit … gelingen kann.

 

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Frühstücksgespräche (4) zur Advents- und Weihnachtszeit

Krippe2020bVorgestern haben wir unsere Weihnachtskrippe aus Zimbabwe abgebaut und Buchweizen-Crepes gegessen, ein Brauch aus Frankreich zum 2. Februar ( bei uns: Maria Lichtmeß), und das dort „chandeleur“ heißt und auf die Kerzen hinweist, die in der Kirche für das ganze Jahr gesegnet werden. Und hier sind einige der Themen der Frühstücksgespräche in der Advents- und Weihnachtszeit:

  • Adventskranz und andere Bräuche im Advent: Woher sie kommen und was sie bedeuten
  • Weihnachtsmärkte in Berlin und ihr unterschiedlicher Charakter (kunsthandwerklich, Rummel …)
  • das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz
  • Abschiebung, Abschiebehaft und die gesetzlichen Regelungen
  • aus welchen Pflanzen kann man Öle gewinnen – wie und wofür werden sie eingesetzt (Kochen, Gesundheit, Bäder, Duftlampe, Reinigung …)
  • Terroranschlag in Burkina Faso
  • Früchtebrot als Weihnachtsbrauch und früheres Zahlungsmittel
  • Sprachverständnis, welche deutschen Dialekte sind leichter oder schwerer für Ausländer zu verstehen
  • Grundnahrungsmittel in unterschiedlichen Ländern
  • Leben auf der Fazenda mit Menschen, die aus ihrem Suchtverhalten aussteigen wollen
  • „Wir haben es satt“ – Demo / Gedanken zur Agrarwende
  • verschiedene Arten ein Haus / eine Wohnung zu beheizen
  • Was sind Substitutionstherapien (Methadon), für wen sind sie geeignet und was bringen sie
  • Menschen im Widerstand gegen den NS-Staat
  • Film über Franz Jägerstetter (Widerstandskämpfer)
  • Geschlechtsangleichung (Transition) und zurück
  • das Regenbogencafe schließt seine Türen

 

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Neue Festnetznummer

Es war eine schwere Geburt. Wir wollten nicht auf den Kabelbetreiber umsteigen, mit dem die Hausverwaltung einen neuen Vertrag abgeschlossen hat und weswegen unser Festnetzanschluß nicht mehr erreichbar war.

Unsere Festnetznummer ist jetzt:  030 / 240 36 239

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Besuch von den ZJ

Gestern, am frühen Nachmittag nach dem Samstagsfrühstück läutet es im dritten Stock. Unser Mitbewohner F. (Chefkoch) macht auf. Es kommen zwei „superschick“ gekleidete Leute mit „Schlips und ganz schicki-micki“ die Treppe hoch. Sie stellen sich als Zeugen Jehovas vor und fragen, ob sie mit ihm über Gott sprechen dürfen, über Freundschaft mit Gott.

Seine Antwort: „Ich ganz enge Freundschaft mit Gott. Brauche nicht mehr. Reicht mir so“. Die Zeugen waren so schnell verschwunden wie sie gekommen waren.

 

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Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Februar 2020: Da kommt was auf uns zu

Alle sind willkommen / Everybody is welcome
Hoffnung für Frieden / Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying
Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin
auf dem Gendarmenmarkt

Sonntag, 2. Februar 2020 um 15:00 Uhr (nahe Deutscher Dom)

Da kommt was auf uns zu

Erneut sind wir durch die verheerenden Brände in Australien und im brasilianischen Urwald herausgefordert, unsere Fähigkeiten einzusetzen, um weiteren Schaden an Anderen und an uns selbst abzuwenden. Mit dieser besonderen Fähigkeit sind wir als Menschen begabt und darin unterscheiden wir uns von allen anderen Geschöpfen. Wir müssen nicht einer festgelegten Rolle folgen und wir sind nicht fixiert auf eine einzige Sichtweise und Verhaltensform. Es gibt nicht einen festgelegten Zwang zur Maximierung der Gewinne oder zur Anheizung der Atmosphäre, die zur Überflutung ganzer Landesteile führen kann! Keine Macht zwingt uns, unser aller Leben aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hier muss ein Rollenverzicht stattfinden.

Lässt uns die Angst vor einem Weltende starr werden, dann geht uns die Gabe des
Rollenwechsels verloren und die Gesellschaft spaltet sich immer mehr in jene, die die Gefahr erkennen und bekämpfen und jene, die sie mit einem lautstarken „Weiter so!“übersehen wollen. Einige können sich ein Leben ohne Besitzermacht und Naturbe-herrschung nicht vorstellen.

Ist es Angst oder nur niedere Gier, die uns vor einem gerechten Teilen und damit ver-bundenen Bewahren lebenserhaltender Güter und Fähigkeiten zurückschrecken oder gar erblinden lässt? Nehmen wir sie noch wahr, die ermutigenden Impulse oder ver-spotten wir gar die Einladungen zum Verzicht, zur Rücksichtnahme und zum Mitge-fühl, wie sie in allen Religionen mit Pilgern, Fasten, Stille, Dankesliedern und dem zweckfreien Gebet eingeübt werden?

Doch nur so können sie entstehen, die tragfähigen Brücken zwischen uns Menschen auf dem gemeinsamen Weg für alle, in der die Freude auf eine Zukunft wächst, die uns den Mut zur Umkehr schenkt und stärker ist als apokalyptische Schreckensszenarien.
Die Freude wird in vielen Visionen beschrieben, die uns zum solidarischen Handeln
ermutigen. Sie sind ein kostbarer Schatz, auf den wir zugreifen können. Lasst uns mit großer Offenheit zusammenstehen und uns gegenseitig in unserer Hoffnung stärken und bereichern.

 

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Nacht der Solidarität – Zählung von Obdachlosen

Heute Nacht ist die „Nacht der Solidarität“. 3200 ehrenamtliche HelferINNEN sind unterwegs um die Obdachlosen, die auf Berliner Straßen leben zu befragen und zu zählen – so sie gezählt das wollen. Es ist die erste Zählung dieser Art in Berlin, in Deutschland um herauszufinden, wie viele Menschen auf der Straße leben (laut Schätzungen sollen es zwischen 6000 und 10 000 sein). Danach sollen die Hilfsangebote besser auf sie zugeschnitten werden können.

Es gibt Kritik von linken Aktivisten und der „Selbstvertretung wohnungsloser Menschen“. Sie bezeichnen die Zählung als „sinnlos und würdelos“. Vieh würde man zählen – Menschen brauchen Wohnungen, ist ihre Argumentation.

Andre Hoek, ein ehemaliger langjähriger Obdachloser, befürwortet die Zählung. Auf seinem Blog beschreibt er seine Sichtweise und zwar hier.

 

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