Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit 2017

exerzitien-alltag-3027
Auch dieses Jahr gibt es während der Fastenzeit wieder Exerzitien im Alltag. Wir beginnen am Donnerstag, den 9. März 2017 in den Gemeinderäumen von
St. Michael, Waldemarstr. 8-10 (U Kottbusser Tor) anbieten werden. Sie sind eine Möglichkeit, der Fastenzeit einen besonderen Akzent zu geben und zur
Ruhe bei Gott zu finden.
Unser Thema, auch mit Blick auf das Reformationsgedenken der ev. Kirche,
heißt „Der Gnade Gottes begegnen“. Wir wollen uns in fünf Wochen der
Fastenzeit von diesem Gedanken berühren und von der Gnade Gottes
beschenken lassen und durch ihre Kraft im Glauben wachsen. So kann die
Fastenzeit zu einer Gnadenzeit werden. Wir treffen uns jeden Donnerstag Abend um 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr.
.
Das 1. Treffen beinhaltet neben Informationen auch schon den Start in die
gemeinsame Zeit mit Impuls und Meditation. Nach diesem Zusammensein
sollte entschieden werden, ob man dabei bleibt. Für die Folgetreffen
(16.3. / 23.3 / 30.3. / 6.4.; ggf. 20.4.) wünschen wir uns eine möglichst verbindliche
Teilnahme. Eine Anmeldung benötigen wir nicht.

interreligiöses Friedensgebet am 5. März 2017

FriedensgebetHier ist die Einladung zum interreligiösen Friedensgebet:

wann: So 5. März 2017 vom 15.00 – 16.00 Uhr am
wo: Gendarmenmarkt / vor dem Deutschen Dom

 

In Zeiten der Bedrohung

Der weltweite Terror erreichte unser Land.
In den Zeiten des vielfältigen Terrors halten wir inne.
Im Gedenken an die Opfer spüren wir die eigene Ohnmacht
und bekennen unsere Schläfrigkeit.
Wir sehen uns vor Gott, Quelle des Lebens,
wie wir mit unserem Singen und Beten
Gott dienen wollten. Doch kreisen wir nicht häufig
um uns selbst und um unser – nur scheinbar – sicheres Leben?
Nun sind wir verstört: Die brutale Wirklichkeit dringt zu uns
aus der Ferne und trifft uns hautnah, wenn der Terror an den Grundfesten
unserer brüchigen Ordnungen rüttelt und angreifend in unsere
Lebenswelt eindringt.
Wir wiegten wir uns in Sicherheit, obwohl die Welt um uns schon brennt.

Werden wir erst wachgerüttelt, wenn sich die Welt
gegen uns selbstgerechte Menschen richtet und rufen nach Sicherheit,
die doch kein Staat garantieren kann?
Wir spüren angesichts der furchtbaren Massaker in uns die Versuchung,
Flüchtlinge, Schutzsuchende, Asylverlangende zu verdächtigen –
ein gleißend-trügerisches Gedankengebilde nistet sich in uns ein,
als müssten wir uns schützen vor den Fremden und den Geängsteten.
In unserer Verblendung sehen wir die Wirklichkeit nur schemenhaft.

Doch Gott in seiner Lebenskraft – Vater und Mutter zugleich –
zeigt in seinem Licht allen: Wir sind Schwestern und Brüder.
Nun können wir so leben und füreinander wachsamer zu werden,
als Mitmenschen in der Gemeinschaft mit allen Geschöpfen,
unterwegs zu einem Frieden, der die Erde bewahrt.

Sofa-Konzert und die Welt im Wohnzimmer

Wohnzimmerkonzert mit Noriko und Marie

Wohnzimmerkonzert mit Noriko und Marie (Foto: Luke Sonnenglanz)

Am Sonntag haben Noriko und Marie bei uns zum zweiten Mal ein Hauskonzert veranstaltet. Sie haben uns mit Musik von Robert Valentine (Robert Follentine), Georg Philip Telemann, Ludwig von Beethoven, Joseph Hayddn, Johann Joachim Quantz und Wolfgang Amadeus Mozart erfreut. Zum Schluß gab es noch eine spontane Improvisation mit dem Musikerkollegen Wolf, der seine Querflöte mitgebracht hatte. Wir waren alle sehr berührt und der Blick in die bunte Gästeschar zeigte, daß alle Kontinente vertreten waren.

 

Fragen lieb haben

fragezeichengruppe-2… und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie jetzt nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein. (R. M. Rilke)

Was heißt das heute – hier – für uns – für Dich – für mich?

Wohnzimmerkonzert am Sonntag

adventskonzertWeil allen, die dabei waren das Hauskonzert zum 1. Advent so gut gefallen hat und den beiden Musikerinnen auch, werden Noriko (Kontrabaß) und Marie (Bratsche) am Sonntag, den 12. Februar ab 15.00 h wieder in unserem WG-Wohnzimmer zu Gast sein mit einem Überraschungsprogramm und kulinarischer Umrahmung durch Franz.
Eintritt frei – Spenden erwünscht.

Anteil nehmen …

Diese Woche haben wir viel Anteilnahme und Unterstützung erfahren. Wir sind dankbar dafür:

Susanne und Reinhard haben uns von ihrer Mediatationswoche mit Sebastian Painadath im Kloster Reutte eine Karte vom brennenden Dornbusch geschickt, wo sie Impulse aus Texten von Meister Eckhart und aus den Upanischaden bekamen:

viereck-kunst.de: Mose, zieh deine Schuhe aus, hier ist ein heiliger Ort

viereck-kunst.de: Mose, zieh deine Schuhe aus, hier ist ein heiliger Ort

Den Dornbusch als Labyrinth zu sehen war für mich ein ganz neuer Zugang.

Am Donnerstag hat uns Maria aus dem Allgäu besucht. Sie war bei der Wir-haben-es-satt-Demo gewesen und hat die Woche danach in Berlin besucht um Freunde zu besuchen – so auch uns. Beim letzten Besuch vor einem Jahr hat sie uns erzählt, daß es wegen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns nicht mehr möglich sein wird, daß Leute für eine Auszeit auf den Bauernhof kommen können. Das ist schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar. Aber eine neue Tür hat sich aufgetan. Derzeit lebt eine Vietnamesin auf dem Bauernhof mit, die über einen internationalen Freiwilligendienst gekommen ist. Der Hof ist eine Einsatzstelle für jemand, der biologischen Anbau und das Konzept der solidarischen Landwirtschaft kennen lernen möchte.

Am Freitag hatte ein Besucher ohne Krankenversicherung eine schwere Gallenkolik. Glücklicherweise war eine Ärztin in unserem Freundeskreis noch in ihrer Praxis erreichbar und hat schnell geholfen und uns das erforderliche Medikament geschenkt.

Immer wenn in Berlin Ferien sind, leiht uns Doris für diese Zeit ihre BVG-Monatskarte. Das ermöglicht  eine größere Mobilität und so zusätzliche Unternehmungen für einzelne Mitbewohner.

Beim Samstagsfrühstück hatten wir Marianne und ihren Mann aus Freiburg zu Gast. Sie hatte im Rahmen ihrer Ausbildung zur Exerzitienbegleiterin von uns und den Straßenexerzitien gehört und wollte uns kennenlernen. Da gleichzeitig Christian Herwartz da war, ergab sich ein intensiver Austausch über die bibilische Geschichte der zwei, die nach Emmaus unterwegs waren, weil sich darin die typische Dynamik der Exerzitien auf der Straße spiegelt.

Gleich anschließend durften wir bei den Franziskanerinnen reichlich Milchprodukte und Süßigkeiten abholen, die von der Fazenda da Esperanza auf Gut Neuhof für uns mitgebracht worden waren.

Gedenkgottesdienst für Michael Walzer (SJ)und Franz Keller (SJ)

Herzliche Einladung
Anlässlich des 31. Todestages (29.1.1986) von
Michael Walzer SJ,
Arbeiterpriester und Diözesankaplan der CAJ
und
des 3. Todestages
(9.1.2014) von
Franz Keller SJ
beide Mitbegründer der WG-Naunynstraße –
und des Gedenkens an weitere Verstorbene aus der WG-Naunynstraße, der CAJ und
der Gemeinde St. Marien Liebfrauen mit St. Michael laden Freundinnen und Freunde
zu einem Gottesdienst mit anschließendem Treffen ein.
Donnerstag, 2. Februar 2017 um 18.30 Uhr
St. Michael (Kreuzberg) Waldemarstr. 8, 10999 Berlin,
U-Moritzplatz, Bus M 29 Oranienplatz
Christian, Iris, Alain, Ulf, Katharina, Susanne, Reinhard u.a.