Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

naunyn-tisch 05Vor einiger Zeit erzählte Schwester Ingrid von der Kreuzberger Kommunität der Franziskanerinnen aus Siessen, daß die Generaloberin Schwester Anna-Franziska dieses Wochenende in Berlin sein wird. Als diese dann überraschend mit Schwester Elsbeth zu unserem gut besuchten Samstagsfrühstück kommt, gibt es ein großes Hallo. Eine Generaloberin hat man schließlich nicht alle Tage am Frühstückstisch. Und so wurde vor allem von unseren männlichen Gästen die Gelegenheit reichlich genutzt, Fragen rund um das Ordensleben zu stellen: Wie viele Mitglieder in wie vielen Gemeinschaften der Orden hat (über 350), ob die Ordenstracht Pflicht oder freiwillig ist (Pflicht), wann man sie bekommt (während des ersten Noviziatsjahres), wie lange es zu den ewigen Gelübden dauert (nach der zeitlichen Profeß am Ende des Noviziats noch fünf Jahre), was die Schwestern tun und wovon sie leben …

Dabei wurde deutlich, daß unsere Frühstücksgäste kein Blatt vor den Mund nehmen. W. wollte wissen, wie die Generaloberin das Buch von Veronika Peters findet – kannte sie nicht (es geht dabei um eine Frau, die nach 12 Jahren Ordensleben das Benediktinerinnenkloster verläßt). Ja, das gäbe es bei ihnen auch, meinte die Generaloberin. W. hackt nach, ob es dann für die, die geht „eine Apanage gibt“. Eine Apanage nicht, aber es gibt Hilfen für den Neuanfang: Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche… Jetzt will es J. ganz genau wissen: Ob es „auch bei Ihnen Schwierigkeiten mit den Finanzen gegeben hat“. Schwester Anna-Franziska begreift nicht gleich, was er meint. „Na, bei den Franziskanern – die haben doch Geld verzockt an der Börse. Und jetzt ist der Orden pleite und die Franziskaner sind wieder arm“. Schwester Anna-Franziska versteht, macht eine wegwerfende Handbewegung und kommentiert: „Ach – M-ä-n-n-e-r“ und der ganze Tisch, der interessiert und gespannt zugehört hat, bricht in Lachen aus.

Bernd aus der Lüneburger Heide war wieder da (wieder mit großem Käsepaket), um „Euch nach dem Weggang von Christian zu zeigen, daß ihr mir weiterhin wichtig seid“, was uns freut. Einige waren neu da, und andere fanden nach längerer Zeit wieder einmal den Weg in die Naunynstraße.

 

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Ein Gedanke zu „Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

  1. Pingback: Abschied von Schwester Ingrid | naunyn

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