Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Juli

Gewinner des Lebens

FriedensgebetMahnwache und Interreligiöses Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt am
Sonntag 3. Juli 2016 um 15.00 Uhr

Wir erleben es in diesen Tagen. Der grüne Rasen des Spielfeldes wird verwandelt zum zertretenen Boden eines Kampfplatzes. Wer kann als Gewinner darauf stehen, wer muß als Verlierer davon gehen? Die Entscheidung kann auch erst am Ende fallen. Wenn Gewinn oder Verlust auf der Kippe stehen, ist es Fünf vor Zwölf – die Zahl heißt ELF – und es entscheidet der Schuss aus elf Meter Entfernung.

Die Arena kocht, Spielgesinnung kippt um in Kampfstimmung um stolze Gewinner oder gedemütigte Verlierer. Weltweit gilt diese Kampfspielregel auch als Lebensregel.

Redet man darum vom ‚Fußball-Gott‘ und bezeichnet die globale Leidenschaft als eine Art von Welt-Religion? Haben sich denn die Religionen bisher so präsentiert, als wollten sie in den Kämpfen des Lebens als Gewinner und Verlierer erscheinen? – Im Namen eines siegreichen Gottes, der für den Erfolgreichen auf dem Platz ist? Wie kann der zeitnahe Kampfgeist als der Geist unserer Zeit, mit dem Gott der Religionen verwechselt werden?

Wir geben unsere Fragen weiter und bedachten bei der Vorbereitung: Der Kampf um ein erfolgreiches Dasein darf nicht zur Religion werden – sondern Religion verstehen wir als leidenschaftliches Dasein für Andere. Meister können sich die nennen, die sich entscheiden zum Dasein für Andere.

Zu dieser Einsicht kamen wir im Gespräch mit denen, die die Religion von ihren Ursprüngen her verstehen, ihre Religionen in verschiedenen Formen leben und dabei zur Erkenntnis kommen: Es ist Gottes Lebensgeist, der unter den Menschen – ohne Unterscheidung von Gewinnern und Verlierern – als Lebenskraft unter allen wirkt. So leben es die gläubigen Muslime im Fastenmonat Ramadan; so hören wir es aus den Ur-Religionen Indiens auf umkämpftem Adivasiland. Deren Felder und Äcker sind ein Kampfplatz der Mächtigen um Gewinne und Verluste. Die dort wohnen und arbeiten bangen nur noch um ihr Überleben. Für die indigenen Völker ist es Fünf vor Zwölf. Sie kennen das abgekartete Spiel, dessen eiskalte Regeln in den Zentren der Mächtigen als heilig gelten wie die Gebote einer Religion.

Die Leidenschaft des Religiösen hingegen entzündet sich an der Heiligen Gabe des Lebens. Sie glüht in jedem Menschen. als unbesiegbare Hoffnung. Darüber schreibt zuversichtlich Jacinta Kerketta – eine Lyrik-Preisträgerin unter denen, die ihr Leben nicht als Verlierer oder Gewinner beurteilen lassen:

In der Stadt / schwelt die Glut vor sich hin. / Am Ende wird sie zur Asche /
Im Dorf wird die Glut / von dem einen zum anderen Herd weitergegeben. /
Am Ende in allen Herdstätten flammt Feuer auf.

Religion heißt Hoffnung. Ehrung erfährt der Beginner und Vollender der Religion
im Miteinander seiner Geschöpfe – als gelingendes Leben.

Frage zum Samstagsfrühstück

naunyn-tisch 05Anruf heute, am Samstag, um 9.00 h morgens mit der Frage: Findet heute das Samstagsfrühstück statt oder gehen Sie schwimmen?

Antwort: Beides! Vom 9.30 bis 12.30 h findet – wie an jedem Samstag – das offene Frühstück statt. Und wer mag, geht danach schwimmen.

 

Rundbrief 2 von Christian

Christian hat gestern seinen zweiten Rundbrief verschickt – nicht ohne Komplikationen mit dem Mailprogramm. Er schreibt:

Die Verschickung dieses Rundbriefes wird auf Schwierigkeiten stoßen, da während der Reise alle Mailadressen und auch andere Funktionen verloren gingen. Ich bitte Euch um Nachsicht, wenn Ihr entdeckt, dass Ihr den Rundbrief nicht erhalten habt oder eure Exerzitienanmeldung untergegangen ist. Meldet Euch bitte, denn ich kann die Ausfälle nicht alle ahnen.

Zitty: Einer für alle

Logo_zwPhilipp Mangold hat für das Berliner Stadtmagazin ZITTY einen Artikel über Christian Herwartz aus säkularer Perspektive geschrieben:

 

Vor rund vierzig Jahren gründete Christian Herwartz in Kreuzberg eine WG, in der er jeden wohnen ließ, dem es schlecht ging. Jetzt ist der Jesuit ausgezogen. Die Geschichte eines Mannes, der fehlen wird …

zum Weiterlesen geht es hier .

 

Ein Tisch erzählt … vom Fest (2)

Ein Tisch erzählt … vom Fest: Teil 1

Am Samstagmorgen, dem großen Tag, versammelten sich alle, die da waren um 8.00 Uhr um mich um zu frühstücken. Das war ungewöhnlich früh, denn normalerweise findet das Samstagsfrühstück immer als offenes Frühstück von 9.30 h bis 12.30 h mit vielen Gästen in großer Runde statt. Es war das erste Mal, daß das Samstags-frühstück in dieser Form ausfiel – und zwar wegen der vielen Vorbereitungen für das Fest, das um 15.00 Uhr beginnen sollte.

Außer den Bewohnern saß noch ein Gast in der Frühstücksrunde: Dorothea aus Frankfurt. Die kannte ich schon von ihrem Aufenthalt im Februar als sie zwei Wochen in der Naunynstraße zu Gast war und in einer Flüchtlingsunterkunft mitgearbeitet hat und zwar im Rahmen eines Praktikums für die Ausbildung zur Exerzitienbegleiterin. Danach hat sie noch das Osterwochenende in der Naunynstraße verbracht. Sie wollte den Bewohnern und Bewohnerinnen etwas Wichtiges mitteilen. Es wurde ganz still. Dorothea erzählte, wie sehr die Zeit in der Naunynstraße sie berührt hat und die Gemeinschaft sie nicht mehr losgelassen hat. Darüber war sie mit verschiedenen Menschen im Gespräch und hat beschlossen, ihre Zelte in Frankfurt abzubrechen und zum September in die Naunynstraße zu ziehen. Was für eine Überraschung für die meisten. Christian und Iris haben es wohl schon gewußt.

Nach dem Frühstück ging es sehr turbulent zu. Es wurden noch einige praktische Absprachen getroffen. Vieles, was zum Fest benötigt wurde und in der Naunynstraße zwischengelagert wurde, mußte zusammengepackt werden und ins Sharehaus gebracht werden, wo das Fest stattfinden sollte.

Und dann – es war inzwischen Mittag geworden – kam eine noch größere Überraschung für mich. Ich wurde – im wahrsten Sinne des Wortes – auseinander genommen: Meine beiden Seitenplatten, die ausziehbar sind, wurden abgenommen und dann auch noch meine Tischplatte entfernt. Ich wurde von Dorothea und Michael zwei Treppen hinunter getragen und in Michaels Transporter verstaut.

Foto: Miriam Bondy

Mittelteil vom Wohnzimmertisch mit Dorothea und Michael; Foto: Miriam Bondy

Das erste Mal seit Jahrzehnten sah ich das Leben außerhalb der Wohnung in der Naunynstraße, von dem immer so viel erzählt wird. Es hat sich viel verändert seit ich das letzte Mal Straßenkontakt hatte. Für mich war das sehr aufregend. Die Fahrt hätte ruhig länger dauern können. Es ging nur ins nahe gelegene Neukölln – ins Sharehaus. Dort leben geflüchtete Menschen. Es gibt Kreativwerkstätten und im Erdgeschoß eine Cafeteria. Neben der Cafeteria befindet sich ein großer Saal, der früher ein Kirchenraum war. Das ist noch deutlich zu sehen. Dort nun sollte das Fest, Christians Geburtstag, sein Abschied, der Generationswechsel und die Übergabe an Iris und Michael gefeiert werden. Ich wurde durch den großen Saal getragen, ganz nach vorne, wo eine Bühne aufgebaut war. Dort wurde ich mit meinen Einzelteilen an die Wand gelehnt.

Mir war ganz schwummerig. Um mich herum im Saal war unglaublich viel los: Es wuselte und brummte. Lange Tischreihen waren von fleißigen Helferinnen und Helfern aufgebaut worden und liebevoll mit Kerzen und Servietten dekoriert. RocknRollF zeichnete Plakate, die auf die verschiedenen Programmpunkte hinwiesen oder deutlich machten, wo Toiletten sind und wo geraucht werden konnte und was es sonst so an Do’s und Don’ts gab. Blumen wurden im Raum verteilt, die Musik- und Lautsprecheranlage überprüft, Biertische und Bänke und viele Getränkekisten hereingebracht.

Cover

Cover

In einer Nische in der Wand an der Längsseite waren eine Menge Bücher aufgebaut: Mindestens 400 Exemplare vom Einfach-ohne-Buch, das an die Gäste verschenkt werden sollte. Ich kenne das Buch fast auswendig, weil die Beiträge auf mir sortiert wurden und Hilmtrud wochenlang das Korrekturlesen an mir durchgeführt hat.  Aber ich will nicht abschweifen.

Ein Kollege von mir mit ziemlich bombastischen Ausmaßen, der sonst im Olivenhandel auf den Wochenmärkten im Münsterland tätig ist, wurde an der gegenüberliegenden Längsseite aufgebaut um das Kuchenbüffet und später das Abendbüffet zu tragen. Ich winkte ihm freundlich zu und war froh, daß ich an diesem Tag nichts weiter zu tun hatte – dachte ich zumindest…

Fortsetzung:
Teil 3: Ein Tisch … als Zeichen der Gemeinschaft

 

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Wir wünschen Euch eine anregende Lektrüre, ob direkt, per Feed oder per eMail.

Samstagsfrühstück – Schlaglichter (2)

naunyn-tisch 05Heute haben wir einige Menschen gesehen, die schon länger nicht mehr in der Naunynstraße waren. Hans hat sieben Monate in verschiedenen Ländern Asiens verbracht. Durch einen Thai-Freund, der Buddhist ist, konnte er viele buddhistische Tempel kennen lernen und an Ritualen teilnehmen. Eine besondere Erfahrung war das Kennenlernen von Lebensorten Buddhas.

Aus dem Samstagsfrühstück wurde ein Geburtstagsfrühstück als Susanne H.erbolte kam. In der Naunynstraße gibt es ein festes Ritual. Jedes Geburtstagskind  bekommt eine Rezitation des folgenden Gedichtes von Christian Schmidt:

Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
und möchte, dass er ungefähr
so 16 oder 17 wär‘.

Doch schon mit 18 denkt er: „Halt!
Wer über 20 ist, ist alt.“
Warum? Die 20 sind vergnüglich –
auch sind die 30 noch vorzüglich.

Zwar in den 40 – welche Wende –
da gilt die 50 fast als Ende.
Doch in den 50, peu à peu,
schraubt man das Ende in die Höh‘!

Die 60 scheinen noch passabel
und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still:
„Ich schaff‘ die 80, so Gott will.“

Wer dann die 80 biblisch überlebt,
zielsicher auf die 90 strebt.
Dort angelangt, sucht er geschwind
nach Freunden, die noch älter sind.

Doch hat die Mitte 90 man erreicht
– die Jahre, wo einen nichts mehr wundert -,
denkt man mitunter: „Na – vielleicht
schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!“

 

Ein großes Hallo gab es als Christian Herwartz kam, denn nur wenige wußten über diesen ersten Besuch nach seinem Weggang bescheid. Er erzählte von den bisherigen Stationen seiner Reise kreuz und quer durch Deutschland und den Lesungen an vielen Orten mit großer Resonanz. Den Bauernhof von Maria und ihrem Mann im Allgäu hat er endlich live gesehen.  Auch einen Abstecher in die Schweiz gab es zu  Conny nach Thun, wo auch Exerzitien auf der Straße stattfanden.

Michael hat Christian im letzten Jahr oft beimArchivieren der vielen Materialien der Geschichte der Naunynstraße geholfen. Die letzten Monate hat er in  Leipzig-Grünau, einem Plattenbauviertel, bei der dortigen Kommunität der kleine Brüder verbracht und in einem Kinderhaus gearbeitet. Dort hat er auch mit geflüchteten Kindern zu tun gehabt, die nicht wissen, ob sie auf Dauer in Deutschland bleiben können werden

Als Roi, unser hinduistischer Freund sich verabschiedete, sang er nicht nur das Lieblingslied von Christian Schmidt, sondern auch noch ein Lied von Mahatma Ghandi, das von Miriam mit Zimbeln begleitet wurde.

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Juni

MAHNWACHE UND INTERRELIGIÖSES FRIEDENSGEBET AUF DEM GENDARMENMARKT

SONNTAG, 5.6.2016 um 15:00 Uhr

LASST UNS DEM LEBEN TRAUEN

FriedensgebetMit Festen und Umzügen, mit Feiern und Prozessionen im Monat Mai haben Frauen und Männer in unserer Stadt und viele Gäste ihre Lebensfreude bekundet. Die Freude an der Vielfalt der Schöpfung und Staunen über die Großzügigkeit des Schöpfers bereiten uns den Zugang zur Quelle des Lebens.

Das bewegte uns, als wir zur Vorbereitung unserer Einladung für den Monat Juni zusammenkamen und waren auch verwundert über uns selbst, als unsere Gedanken nicht loskamen von den Sorgen und Ängsten, die Menschen unter uns haben, die die Lebensfreude ersticken und die Hoffnung dämpfen. Darüber berichteten wir uns:

Die Sorge der Mutter um ihre Kinder, die sich aus einem sozialen Brennpunkt unserer Stadt zurückzog; die Schwermut des Vaters, der Frau und Kinder auf der Flucht verlor; die Sorge eines Weisen, der an seiner Religion zweifelt; die Verzagtheit dessen, der Gutes will und vor den Grenzen seiner Möglichkeiten steht.

Und doch sind die lebensfreundlichen Kräfte weiter sichtbar und vernehmbar: Die andere Wohnung, nicht schöner aber sicher. Der verständnisvolle Helfer, der wohltut an Leib und Seele. Der verständige Ratgeber, der das Ohr für neue Einsichten öffnet; die hilfreiche Begleitung, die dem eigenen Unvermögen aufhilft.

Unseren Umgang mit den Erlebnissen machten wir zur Frage an uns selbst: Welchen Kräften und Mächten geben wir uns hin?

Dem natürlichen und ererbten Misstrauen und der Angst gegenüber allem Fremden und Anderen? Diese Empfindungen sind ja nicht sinnlos solange sie nicht ausarten in einen überängstlichen und egoistischen Selbstschutz, der unser ganzes Denken kontrolliert. Wenn wir uns aber beides bewusst machen, den Sog und die Gewalt lebensbedrohlicher Mächte um und in uns, aber auch die starken Kräfte des Lebens in und um uns, dann können wir uns öffnen für eine gespannte Erwartungshaltung und heitere Zuversicht, die das Leben vorantragen und unser Herz nicht verschließt vor den Schutzbedürftigen.

Das Wissen der Religionen in den Kulturen weckt die Bereitschaft, das gelingende Leben nun auch entdecken zu wollen. Religionen halten dafür Not wendende Anleitungen und Einsichten bereit. Sie lassen Kräfte reifen für notwendige Entscheidungen, wenn Menschen es lernen, die Geister zu unterscheiden. Es geschieht ein inneres Wachstum, das begleitende Anregung empfängt durch den, der alles und jeden umgibt. Mitten im Leben gibt sich der lebensfreundliche Gott zu erkennen, weil er mit uns lebt und durch uns wirkt.

Dank – Abschied – Neubeginn

… ist der Artikel von Reinhard Herbolte in der Juni/Juli-Ausgabe des Pfarrbriefs von St. Michael überschrieben:

Dank, Abschied und Neubeginn Am 16. April feierte die Wohngemeinschaft (WG) Naunynstraße im Refugio des Share-Hauses (Haus des Teilens) in der Lenaustraße ein großes Fest: den 73. Geburtstag von Christian Herwartz SJ, seinen Abschied von der Wohngemeinschaft, die er mitgegründet und geleitet hat und die Übergabe an die neuen Verantwortlichen. Ca. 300 Personen aus Nah und Fern waren gekommen.

Symbol der Übergabe war der Wohnzimmertisch, der seit 40 Jahren Mittelpunkt des Lebens in der WG ist und an dem Hunderte von Bewohnern und Besuchern gesessen haben. Dieser Tisch wurde feierlich an die nachfolgende „neue Generation“ übergeben. Lieder, Texte, Erinnerungen und Grußworte wurden reichlich vorgetragen. Und es gab Begegnungen mit vielen Bekannten aus „längst vergangenen Zeiten“.

Am Tag danach, am Sonntag, 17. April, ging es weiter mit dem Gottesdienst in St. Michael unter dem Thema „Gastfreundschaft“. Drei biblische Lesungen dazu wurden von Christian Herwartz und Mitgliedern der WG ins Heute übersetzt und von einigen Anwesenden ergänzt. Wieder stand der Tisch aus der Naunynstraße im Mittelpunkt, jetzt als Tisch der Eucharistie, wie es auch dort der Fall ist, von mehreren Stuhlkreisen umgeben.

Freunde der WG hatten die musikalische Gestaltung übernommen. Kommentar einer Ordensfrau: „Hier ist es ja wie in der Urkirche.“ Dank des Guten Wetters konnte das Nachtreffen auf dem Platz vor der Kirche stattfinden. Wieder stand der Tisch in der Mitte, voll von den übrig gebliebenen Speisen des Festes und auch von neu mitgebrachten Gaben. Abschiedstrauer und Dank an Christian Herwartz, aber auch viele Wünsche für den Neubeginn an Iris Weiss und Michael Peck, die jetzt die Verantwortung tragen, prägten die Gespräche.

Das neue Buch „Naunynstraße – Einfach ohne“ mit vielen Beiträgen von Freunden und Gefährten der Naunynstraße wurde an beiden Tagen von vielen als Erinnerung mitgenommen. Ich wünsche der WG mit ihrer ganz besonderen Ausstrahlung, dass sie im neu gegründeten Pastoralen Raum als ein „Ort kirchlichen Lebens“ wahrgenommen und unterstützt wird.