Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Juni

MAHNWACHE UND INTERRELIGIÖSES FRIEDENSGEBET AUF DEM GENDARMENMARKT

SONNTAG, 5.6.2016 um 15:00 Uhr

LASST UNS DEM LEBEN TRAUEN

FriedensgebetMit Festen und Umzügen, mit Feiern und Prozessionen im Monat Mai haben Frauen und Männer in unserer Stadt und viele Gäste ihre Lebensfreude bekundet. Die Freude an der Vielfalt der Schöpfung und Staunen über die Großzügigkeit des Schöpfers bereiten uns den Zugang zur Quelle des Lebens.

Das bewegte uns, als wir zur Vorbereitung unserer Einladung für den Monat Juni zusammenkamen und waren auch verwundert über uns selbst, als unsere Gedanken nicht loskamen von den Sorgen und Ängsten, die Menschen unter uns haben, die die Lebensfreude ersticken und die Hoffnung dämpfen. Darüber berichteten wir uns:

Die Sorge der Mutter um ihre Kinder, die sich aus einem sozialen Brennpunkt unserer Stadt zurückzog; die Schwermut des Vaters, der Frau und Kinder auf der Flucht verlor; die Sorge eines Weisen, der an seiner Religion zweifelt; die Verzagtheit dessen, der Gutes will und vor den Grenzen seiner Möglichkeiten steht.

Und doch sind die lebensfreundlichen Kräfte weiter sichtbar und vernehmbar: Die andere Wohnung, nicht schöner aber sicher. Der verständnisvolle Helfer, der wohltut an Leib und Seele. Der verständige Ratgeber, der das Ohr für neue Einsichten öffnet; die hilfreiche Begleitung, die dem eigenen Unvermögen aufhilft.

Unseren Umgang mit den Erlebnissen machten wir zur Frage an uns selbst: Welchen Kräften und Mächten geben wir uns hin?

Dem natürlichen und ererbten Misstrauen und der Angst gegenüber allem Fremden und Anderen? Diese Empfindungen sind ja nicht sinnlos solange sie nicht ausarten in einen überängstlichen und egoistischen Selbstschutz, der unser ganzes Denken kontrolliert. Wenn wir uns aber beides bewusst machen, den Sog und die Gewalt lebensbedrohlicher Mächte um und in uns, aber auch die starken Kräfte des Lebens in und um uns, dann können wir uns öffnen für eine gespannte Erwartungshaltung und heitere Zuversicht, die das Leben vorantragen und unser Herz nicht verschließt vor den Schutzbedürftigen.

Das Wissen der Religionen in den Kulturen weckt die Bereitschaft, das gelingende Leben nun auch entdecken zu wollen. Religionen halten dafür Not wendende Anleitungen und Einsichten bereit. Sie lassen Kräfte reifen für notwendige Entscheidungen, wenn Menschen es lernen, die Geister zu unterscheiden. Es geschieht ein inneres Wachstum, das begleitende Anregung empfängt durch den, der alles und jeden umgibt. Mitten im Leben gibt sich der lebensfreundliche Gott zu erkennen, weil er mit uns lebt und durch uns wirkt.

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