Samstagsfrühstück – Schlaglichter (2)

naunyn-tisch 05Heute haben wir einige Menschen gesehen, die schon länger nicht mehr in der Naunynstraße waren. Hans hat sieben Monate in verschiedenen Ländern Asiens verbracht. Durch einen Thai-Freund, der Buddhist ist, konnte er viele buddhistische Tempel kennen lernen und an Ritualen teilnehmen. Eine besondere Erfahrung war das Kennenlernen von Lebensorten Buddhas.

Aus dem Samstagsfrühstück wurde ein Geburtstagsfrühstück als Susanne H.erbolte kam. In der Naunynstraße gibt es ein festes Ritual. Jedes Geburtstagskind  bekommt eine Rezitation des folgenden Gedichtes von Christian Schmidt:

Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
und möchte, dass er ungefähr
so 16 oder 17 wär‘.

Doch schon mit 18 denkt er: „Halt!
Wer über 20 ist, ist alt.“
Warum? Die 20 sind vergnüglich –
auch sind die 30 noch vorzüglich.

Zwar in den 40 – welche Wende –
da gilt die 50 fast als Ende.
Doch in den 50, peu à peu,
schraubt man das Ende in die Höh‘!

Die 60 scheinen noch passabel
und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still:
„Ich schaff‘ die 80, so Gott will.“

Wer dann die 80 biblisch überlebt,
zielsicher auf die 90 strebt.
Dort angelangt, sucht er geschwind
nach Freunden, die noch älter sind.

Doch hat die Mitte 90 man erreicht
– die Jahre, wo einen nichts mehr wundert -,
denkt man mitunter: „Na – vielleicht
schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!“

 

Ein großes Hallo gab es als Christian Herwartz kam, denn nur wenige wußten über diesen ersten Besuch nach seinem Weggang bescheid. Er erzählte von den bisherigen Stationen seiner Reise kreuz und quer durch Deutschland und den Lesungen an vielen Orten mit großer Resonanz. Den Bauernhof von Maria und ihrem Mann im Allgäu hat er endlich live gesehen.  Auch einen Abstecher in die Schweiz gab es zu  Conny nach Thun, wo auch Exerzitien auf der Straße stattfanden.

Michael hat Christian im letzten Jahr oft beimArchivieren der vielen Materialien der Geschichte der Naunynstraße geholfen. Die letzten Monate hat er in  Leipzig-Grünau, einem Plattenbauviertel, bei der dortigen Kommunität der kleine Brüder verbracht und in einem Kinderhaus gearbeitet. Dort hat er auch mit geflüchteten Kindern zu tun gehabt, die nicht wissen, ob sie auf Dauer in Deutschland bleiben können werden

Als Roi, unser hinduistischer Freund sich verabschiedete, sang er nicht nur das Lieblingslied von Christian Schmidt, sondern auch noch ein Lied von Mahatma Ghandi, das von Miriam mit Zimbeln begleitet wurde.

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Ein Gedanke zu „Samstagsfrühstück – Schlaglichter (2)

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