DAS SPIELEN IM FRIEDEN – DAS SPIEL MIT DEM FRIEDEN: Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im September

MAHNWACHE UND INTERRELIGIÖSES FRIEDENSGEBET AUF DEM GENDARMENMARKT

SONNTAG, 4. September 2016 um 15:00 Uhr
DAS SPIELEN IM FRIEDEN – DAS SPIEL MIT DEM FRIEDEN

FriedensgebetMenschen spielen.
Wir bewundern die Wahrhaftigkeit und den Ernst des Kleinkindes, das friedlich in sein Spiel versunken ist, ganz ohne Spielregeln.

Wir freuen uns an den Spielen der Erwachsenen, mit oder trotz Spielregeln. Regeln, die dem Bemühen um den Ernstfall dienen. Dieser Ernstfall heißt Frieden. Denn seit dem Beginn der Menschheit hat das Bemühen, Frieden zu erlangen und in einer Welt des Friedens zu leben, nie aufgehört.

Beim Vorbereitungsgespräch erinnerten wir an Stimmen von Menschen aus unserer Stadt, die diesen Ernstfall des Friedens konsequent leben. Im Klang der Worte und im Spiel der Gedanken, die der indische Philosoph und Dichter Tagore in seinem Buch „Sangesopfer“ vor uns ausbreitet, fanden wir uns im Einklang mit diesen Stimmen in unserer Stadt.Hier einige Auszüge, die zu den verschiedensten Lebenssituationen passen und eine Friedensbotschaft beinhalten:

Ein Mensch im fremden Land: Du machtest mich bekannt mit Freunden, die ich nicht kannte.
Ein Heimatloser: Du gabest Heimstatt mir in Häusern, die mir nicht gehörten.
Zuschauer der Olympischen Spiele: Du brachtest das Entfernte nah und machtest aus dem Fremdling einen Bruder.
Befreiung zur Gelassenheit: Unbehagen fasst mich, wenn ich das Obdach lassen soll, an das ich mich gewöhnt.
Beruhigende Gewissheit: Ich weiß, dass das Alte in dem Neuen bleibt.

Der sichtbare Schatz solcher Erfahrungen im leuchtenden Monat August wird bleiben, auch wenn die Schatten der Vergangenheit sich im September über uns legen.
Es beginnt mit dem Datum des Beginns des Zweiten Weltkriegs 1939 und bleibt bis heute in unserem Gedächtnis bewusst als Weltfriedenstag. Auch die Kriege unserer Zeit, die sich der Religionen bemächtigen, verdunkeln nicht die Friedensbotschaft der Friedenswilligen. Sie wird auch in diesem Jahr wieder leuchten in der Langen Nacht der Religionen.

Noch einmal Tagore, der dem Geheimnis der widerständigen Kräfte nachsinnt. Er sinnt den Kampfregeln der Menschen nach, die den Spielregeln des Lebens entgegenstehen und damit den Wert des Friedens und ihren höchsten Wert auf’s Spiel setzen.

Kennt einer DICH, so gibt es Fremdes nicht für ihn,
kein Tor ist ihm verschlossen.
Erhöre mein Gebet, ich möge nie die Seligkeit verlieren,
die aus der Gegenwart des EINEN im Spiel der Vielen fließt.

Das interreligiöse Friedensgebet findet immer am ersten Sonntag im Monat vom 15.00 h bis 16.00 h statt, am Gendarmenmarkt vor dem Deutschen Dom

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