Samu in der Naunynstraße

Ich komme am späten Nachmittag in die Naunynstraße. Außer einem mir unbekannten jungen Mann treffe ich niemand an. Und der junge Mann hat unseren Küchenschrank komplett ausgeräumt, was eine Leistung ist, und und unterzieht ihn einer Intensivreinigung. Ich begrüße ihn und stelle mich vor – er nennt seinen Namen. Auf meinen fragenden Blick spielt sich folgender Dialog ab:

ER: Ich mach Samu.
ICH: mhm (mehr fragend als feststellend)
ER: Ich wohn‘ hinter KahWeh (gemeint ist „Königswusterhausen“) und komm‘ alle paar Monate vorbei. Heute war der G. da. Ich hab‘ ihm erzählt, daß ich einen spirituellen Weg such‘.
ICH: mhm
ER: Da hat der G. gemeint: „Dann machen wir jetzt Samu“. Und dann haben wir in der Küche angefangen. Aber er hat einen Termin gehabt. Deswegen mach‘ ich jetzt hier allein weiter.

(Samu ist im (Zen-)Buddhismus das Arbeiten zum Wohle der Gemeinschaft, ohne dabei persönliche Ziele und Interessen zu verfolgen. Bei Zen-Retreats ist es üblich, eine Stunde am Tag zu arbeiten, meist putzen, kochen oder Gartenarbeit).

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