Weihnachten und Chanukka

… fallen dieses Jahr zusammen: Viel Licht in der Dunkelheit. Den Weihnachtsabend haben wir mit vielen Gästen gefeiert: Bekannten und (noch) Unbekannten von nah und fern. Franz hat wieder ein sehr leckeres Essen zubereitet. Herzlichen Dank auch für die Grüße, die uns aus ganz unterschiedlichen Ecken erreicht haben.

Die Krippe aus Simbabwe haben wir bereits am Tag vorher aufgebaut. Manche kennen sie schon von der Bibliologmeditation letztes Jahr:

Dieses Jahr haben wir mit einem Bibliolog die Verkündigung des Engels an Maria neu entdeckt. Ein besonderes Highlight waren die Musikimprovisationen zur Weihnachtsgeschichte mit Kontrabaß und Shakuhashi, einer japanischen Flöte.

Als die meisten Bewohner und Gäste schon zu den Weihnachtsgottesdiensten aufgebrochen waren, besuchte uns noch Christian und erzählte von seinen letzten Reisestationen.

Jeden Abend zünden wir am Chanukka-Leuchter, der im Wohnzimmerfenster steht, eine Kerze mehr an:

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

 

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Kein Samstagsfrühstück an Weihnachten und Sylvester

Liebe Frühstückgäste,

am Sa 24. Dezember und am Sa 31. Dezember findet kein Samstagsfrühstück statt. Wir freuen uns auf weiteres gemeinsames Frühstücken am Samstagmorgen wieder am 7. Januar 2016 ab 9.30 h und wünschen bis dahin allen Freunden, Freundinnen, Wegbegleitern, Unterstützerinnen und Mitlesenden frohe Weihnachten oder ein fröhliches Chanukka.

Jesuiten-Salat …

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… heißt eine neue kulinarische Kreation von Franz anlässlich des Besuches von Markus Franz (SJ), der für die älteren Brüder 70plus verantwortlich ist und deshalb unseren ältesten Mitbewohner Christian Schmitt besucht hat.

Als Beilagen wurden würzige Mini-Buletten (obere Bildleiste rechts) und eine Gemüselasagne (obere und untere Bildleiste Mitte) gereicht.

Wer sich selbst daran versuchen möchte:

  • Chinakohl
  • orange Paprikaschoten
  • Mandarinenspalten
  • frische Minze

Dressing: französischer Senf – Frischkäse

Genauere Details verrät Franz nicht. Die Fotos sind von unserem neuen Mitbewohner Luke Sonnenglanz.

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Geschenk in der U-Bahn

Roj, ein Hindu-Freund und regelmäßiger Gast hat uns zum letzten Samstagsfrühstück ein Gebet mitgebracht, daß ihm eine Frau in der U-Bahn geschenkt hat und das er mit uns teilen will. Es ist inspiriert von Psalm 138,3:

Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht,
hört er dein Gebet.
Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht,
hört er dein Gebet.
Wenn du kraftlos bist und verzweifelt weinst,
hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst,
hört er dein Gebet.
Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht,
hört er dein Gebet.
Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht,
hört er dein Gebet.
Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet.
Er versteht, was sein Kind bewegt.
Gott hört dein Gebet.

Roj singt: Hinduistisches Gebet beim Samstagsfrühstück

Nachtrag: Auch zu „Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht …“ gibt es eine Melodie, die man hier anhören kann.

 

Stille für den Frieden mit Gesängen aus Taizé

Gabriele, eine Freundin der WG und regelmäßige Besucherin von unserem Samstags-frühstück, hat einen Impuls aus Taizé aufgenommen und bietet mit anderen jeden Freitag ein Gebet für den Frieden an. Sie schreibt:

Taize-Gebet für den Frieden

Taize-Gebet für den Frieden in Berlin (Foto: Gabriele Hesse)

„Eine halbe Stunde Stille für den Frieden“ mit Gesängen aus Taizé.

Jeden Freitag um 18.30 Uhr, Alt-Katholische Gemeinde, Detmolder Straße 4, 10715 Berlin, Nähe Bundesplatz

Wir laden interreligiös ein!
Taizé ist ein kleines Dorf in Frankreich. In der christlich-ökumenischen Gemeinschaft leben Brüder, die ALLE einladen gemeinsam in STILLE für den FRIEDEN zu beten. Bruder Roger, der Gründer sagte: „Komm, deine Sehnsucht genügt, verweile in der liebenden Gegenwart Gottes, das ist bereits Gebet.“
„In dieser halben Stunde können wir zum einen Gott die Länder und Menschen anvertrauen, die unter Gewalt leiden, und zum anderen den Frieden Christi in uns annehmen, um uns darauf vorzubereiten – dort, wo wir leben – Frieden zu stiften und für Gerechtigkeit einzutreten.“

Anschließend Tee und Austausch

Gabriele, Sven-Ole und  Friedemann

taizestillefriedensgebet (at) gmail (dot) com
Bitte schickt Einladungen an alle, gerne an Mitglieder aller Weltreligionen. Dankeschön.

Was so passiert im Advent – interreligiöses Friedensgebet im Dezember

Mahnwache und Interreligiöses Friedensgebet auf dem Hausvogteiplatz am Sonntag, 4.12.2016 um 15.00 Uhr

Wir treffen uns im Dezember nicht auf dem Gendarmenmarkt, sondern weichen dem Markt­treiben, gehen auf den Hausvogteiplatz nebenan – wo der Novemberpogrom 1938 wütete. Zur Vorbereitung unserer Gebets- und Mahnwache für den Dezember trafen wir uns im „traurigen Monat November“ – wie der  jüdische Dichter Heinrich Heine es anmerkte. Wir machten uns die Übergänge bewusst, auf die wir achten wollen. Das „Jahr der Barmherzig­keit“ neigte sich dem Ende zu. Die Friedensdekade fand ihren Abschluss. Die Lichter des indischen Diwali-Festes verlöschten. Fast unbemerkt feiert die Gemeinde der Sikhs im November den Geburts­tag ihres Guru Nanak, der die aufrüttelnde Botschaft verkündete: „Es gibt keine Hindus, es gibt keine Muslime, es gibt nur Geschöpfe Gottes“. Seine Botschaft entstand fast gleichzeitig mit der Neu-Besinnung des Christentums zur Zeit der Reformation.

Im Berliner Forum der Religionen begegnen sich diese altehrwürdige Religion aus dem fernen Osten, die so konsequente Religion aus dem Mittleren Osten und die uns so nahe Religion, die Europa prägte. Noch sind die Annäherungen der Gottesverehrer und Men­schenfreunde zöger­lich. Aber die kulturellen Bräuche können den Weg zueinander erleich­tern. Plätze und Märkte geben dafür die klassische Form. Ein Markt gibt Raum für Möglich­keiten, eröffnet den Zugang für Begegnung und Austausch, für Fest und Feier. Für den einen ist es der Wintermarkt mit warmen Klamotten, ein anderer will den Rummel-Markt mit Glühwein, für den anderen ist es ein Flohmarkt ohne lästige Flöhe, wieder ein anderer sieht sich auf solchen Märkten lästig als Konsument vermarktet. Auch gibt es eine Marktstraße mit Märchen von Schnee und Eis und Pfefferkuchenhaus – aber wer sucht den Weihnachtsmarkt oder gar einen Christ-Markt? So ganz ohne Schießbuden und Kriegsspielzeug?

Das in uns gelegte Verlangen nach einem friedlichen Miteinander treibt uns aus dem traurigen November auf den Markt des Advent; denn es ist eine Sehnsucht in der Schöpfung, dass die Kinder Gottes erkennbar werden und sich erkennbar machen. Danach verlangte auch den Guru der Sikhs: „Es gibt keine Hindus, es gibt keine Muslime, es gibt nur Geschöpfe Gottes“.

Diese Botschaft trifft die nicht unvorbereitet, die im Abendland in der Adventszeit dem Geburtstag von Jesus aus Nazareth entgegensehen. Er spiegelt die Gewissheit aller Geschöpfe, dass aus Glauben, in Liebe und mit Hoffnung alle Möglichkeiten aufgetan sind, um das scheinbar Unmögliche wirklich werden zu lassen: „Es gibt nur Geschöpfe Gottes“.

Wieso eigentlich „nur“ -?-  Und: Was hat er gemeint?
Vielleicht treffen wir uns auf einem der Märkte, um darüber mit anderen zu sprechen.