Gewaltfreie Kommunikation

Vor drei Jahren habe ich Tom Froitzheim bei Exerzitien auf der Straße in Flensburg kennengelernt. Inzwischen ist er nach Berlin gezogen und kommt immer wieder zum Samstagsfrühstück in die Naunynstraße. Vor einigen Monaten bot er uns als Geschenk ein Seminar in gewaltfreier Kommunikation (non-violent communication) an. Er ist damit während eines Studienaufenthalts in den USA in Berührung gekommen und hat diesen Ansatz bei Marshall Rosenberg, der diesen Zugang entwickelt hat, gelernt.

Wir teilen dieses Geschenk gern mit anderen Intereressierten und bieten deshalb mit der Pfarrgemeinde Sankt Michael und Pax Christi einen Einführungsabend für Interessierte an und zwar am Donnerstag den 24. August ab 19.45 in Sankt Michael (Waldemarstr. 8-10). Wer dann weitermachen will, kann eine Übungsgruppe besuchen. Tom hat dazu einige kleine Einführung geschrieben:

Im täglichen Zusammenleben – sei es in der Familie, auf der Arbeit oder mit Fremden in Supermarkt oder UBahn
– kriegen wir uns (meist unvorhergesehen) mit anderen regelmäßig in die Haare. Egal, ob sich die Spannungen dabei um eine Bagatelle oder etwas ernst zu nehmendes drehen, fällt es uns schwer mit Meinungsverschieden-heiten friedlich und konstruktiv umzugehen. Wenn dann noch Schuldzuweisungen durch die Luft fliegen und es nach Rechthaberei stinkt, fühlen wir uns in solchen
Situationen oft überfordert. Im „Ernstfall“ geben wir vielleicht klein bei, was natürlich auch keine angemessene Lösung darstellt. „Gewaltfreie (bedürfnis-orientierte) Kommunikation“ ist eine Möglichkeit, Konflikte – aber auch andere schwierige Situationen – zu entschärfen und für uns (und die anderen!) zufrieden stellender aufzulösen. Wir lernen, auf was in uns und im anderen zu achten ist, damit wir während einer Auseinandersetzung zurück zu gegenseitigem Verständnis und akzeptabler Kommunikation finden. Hierbei konzentrieren wir uns vor allem auf die lebenswichtigen unerfüllten Bedürfnisse in uns und dem anderen (und die damit verbundenen Emotionen).  Dann drücken wir diese und denen entsprechende Ziele konkret aus, um der Erfüllung dieser Bedürfnisse näher zu kommen… (mehr hier)