Warum oder warum nicht?

Letzten Sonntag kurz nach halb zehn, wir saßen noch am Frühstückstisch, klingelte es an der Tür.  Ein Mann kam herein und fragte, ob er bei uns bleiben könne. Er komme geradewegs aus D., einer Kleinstadt in Nordbayern. Er kenne niemand in Berlin und wolle hier ein neues Leben beginnen. Wie er von unserer WG erfahren habe? Er hat den Artikel  das Heilige auf der Straße gelesen, den Philipp Gessler in der taz zum Weggang von Christian Herwartz verfaßt hatte. Nachdem unser Gast sich intensiv über unser Zusammenleben erkundigt hatte, ganz angetan schien und sein Bett selber überzogen hatte („ich laß mich doch hier nicht bedienen“) ging er weg um seinen Koffer aus dem Schließfach zu holen. Wir haben ihn nicht mehr gesehen und wissen nicht warum er nicht mehr gekommen ist.

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85 Jahre …

… wurde  vorgestern unser ältester Mitbewohner Christian Schmidt (SJ). Franz zauberte einen kreativen Frühstücksteller für das Geburtstagskind, und wir nahmen uns Zeit für ein ausführliches Geburtstagsfrühstück.

 

Im Lauf des Tages kamen immer wieder Gäste und telefonische Geburtstagsgrüße. Weil der Geburtstag auf einen Dienstag fiel, gab es dann zum Kommunitätsabend als besonderes Abendessen die Lieblingsspeisen von Christian: gefüllte Paprikaschoten mit Kartoffeln und Salat und zum Nachtisch Eiskonfekt und Kuchen.

 

Video: Christian Schmidt – Jesuiten und Kunst