Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im November 2017

Alle sind willkommen All are welcome Hoffnung für Frieden Hope for Peace

innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten

pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

Interreligiöses Friedensgebet Berlin 5. 11. 2017

Gendarmenmarkt 15 Uhr beim Deutschen Dom

Wir kommen her – wir gehen hin

Im November ist die Gruppe Interreligiöses Friedensgebet weder
herbstmüde oder gar winter-schläfrig. Vielmehr wurde im
Vorbereiungsgespräch nachgedacht über die Horizonte, die uns der
vorangegangene Monat Oktober eröffnet hat:

In der Mitte des Monats beim Höhepunkt und Abschluss der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wurde mit unserer Beteiligung vor dem Pavillon der Kulturen sinnbildlich dargestellt, wie unsere Zeit durch die Dynamik der Welt-religionen bewegt wird. Sollte man sich so nicht wieder einfinden und hineinfragen, um sich dem Ursprung
der Bewegung zu nähern? Wir nehmen diese Anregung mit als Botschaft für den Monat November.

Wir haben Ende Oktober die Botschaft der Kirchen gehört, die für einen neuen Aufbruch mit den Erkenntnissen der Reformation vor 500 Jahren einladen. Können die Weltreligionen diese Botschaft aus dem Christentum auch neu hören – als Aufbruch in ein Leben in Vielfalt der Gotteserfahrungen? So könnte ein Erwachen folgen unter dem Horizont einer globalen Erneuerung. Wir nehmen dies mit als Botschaft für den
Monat November.

Im Oktober erinnerten sich die Menschen weltweit der ‚Großen Sozialistischen Oktober-Revolution“ in Russland vor 100 Jahren. Damals war die Welt müde geworden, sich länger an religiösen Vertröstungen zu orientieren. Heute fragen wir eher skeptisch, welche Geister durch Revolutionen geweckt werden?! Wir nehmen dies mit als Anregung für den November mit seinen umstürzenden Ereignissen.

Während sich der Monat November über unsere Stadt breitet, weiten sich auch die Horizonte für unsere Gebete hin zu den Menschen, die auf eine grundlegende Veränderung und Erneuerung der Verhältnisse hoffen – teils mit revolutionärer Ungeduld und teils mit hingebungsvoll – tätiger Hoffnung. Sie erwarten mit den Menschen guten Willens, dass wahr werde, was allen verheißen ist: Ein neuer Himmel und eine neue
Erde, darauf Gerechtigkeit wohnt für die Flüchtenden und Bleibenden, für Widerständige und Aufbegehrende – und die Ermüdeten.

Wo immer dies geschieht – das Interreligiöse Friedensgebet will für diese Mahnwache sein.

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