Interreligiöses Friedensgebet November 2019: Lichtkräfte gegen Dunkelmächte

Alle sind willkommen  /  Everybody is welcome
Hoffnung für Frieden  /  Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Sonntag, 3. November 2019 um 15:00 Uhr (nahe Deutscher Dom)

Lichtkräfte gegen Dunkelmächte im November

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Lichterketten werden auch in den kommenden dunklen Novembertagen leuchten. Sie rufen Erinnerungen wach an Menschenketten, die 1989 Lichter in ihren Händen hielten, als Leuchtzeichen einer friedlichen Revolution und richtungsweisend wie der weitergeh-ende gesellschaftliche Wandel gestaltet werden kann. In Gerechtigkeit und Frieden!

Vor 101 Jahren gab es hier keine solchen Leuchtzeichen. Da blitzte das tödliche Feuer aus Kanonen und Gewehrläufen bis endlich am 11. November 1918 die Waffen schwiegen. Doch die neue Staatsform von 1919 verhinderte nicht, dass 30 Jahre später die wahre Bedeutung von Gerechtigkeit und Frieden von den Machthabern erneut ins Gegenteil verkehrt wurden.

Das Recht jedes einzelnen Menschen auf Gerechtigkeit wird zwar, vor allem bei Kriegswirren, oft überhört, kann aber niemals außer Kraft gesetzt werden, denn es ist uns zugesprochen und damit unumstößlich. Es ist die übergeordnete Grundlage, die die Gemeinschaft der Menschen verbindet. Dafür erheben die Religionen ihre Stimme und bringen nicht nur ‚im Namen des Volkes‘ sondern im Namen Gottes das Recht zur Sprache. Denn Gerechtigkeit und Frieden bilden eine Einheit und können das friedvolle Miteinander nicht nur in unserem Land, sondern mit und unter allen Menschen befördern.

Dreißig Jahre nach den Ereignissen vom November 1989 stehen wir betend und in Gedanken bei allen heute entrechteten Menschen. Wir beten für die indigenen Völker am Amazonas, für die Papuas in Indonesien, für die Adivasis in Indien, für die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer, für die Kriegsopfer in Mittelost, für die Brexit-Geschädigten in Mittel-europa und für die vielen Namenlosen. Auch wenn ihnen der Zugang zu ihren Grund-rechten aus rassistischen oder religiösen Gründen oder aus wirtschaftlicher Gier oder aus Ignoranz und Dummheit verwehrt ist, sind sie deshalb nicht rechtlos. Vielmehr sind sie berechtigt zur Teilhabe an Würde und Werten, die der Schöpfer den Menschen zuerkannt hat. Grundsätzlich! Die Verursacher der Ungerechtigkeiten aber mögen erleuchtet werden, damit sie sich zur Einsicht und Umkehr und zur Erneuerung leiten lassen.

Wir sind dankbar für jeden, der auf Umsetzung des gegebenen Rechtes und die Würde jedes einzelnen aufmerksam macht und sich dafür einsetzt. Wir stehen auch  in Dankbarkeit an der Seite derjenigen, die den Gedemütigten beistehen und ihnen helfen, damit sie wieder Vertrauen fassen, den von Gott gewollten Weg zurück in ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden zu finden.

 

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