fünf Bilder – eine leere Wand – ein Hungertuch

Hungertuch 2019 von Misereor

Letzten Mittwoch, am Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit in der christlichen Tradition, haben wir die fünf Bilder abgenommen, die sonst an der Wandseite mit der Bank hängen. Eine leere Wand. Dann das Hungertuch (Fastentuch ), das Christian uns letztes Jahr geschenkt hat. Das tiefe Blau bringt Dichte und Konzentration in den Raum. Es ist nicht zu übersehen und wird uns die sieben Wochen der Fastenzeit begleiten. Schon beim letzten Samstagsfrühstück haben wir mit Christian geschaut, was wir sehen und uns darüber ausgetauscht: Meer, Himmel, offenes Haus, goldener Ring, Inseln, Leuchtturm, Unendlichkeit …

40 Tage des Los-Lassens, 40 Tage des Teilens – ein Weg in neue Freiheit(en)

Im rabbinischen Judentum hat die Zahl 40 eine besondere Bedeutung. Der Zeiteinheit VIERZIG (Tage oder Jahre) wird im rabbinischen Judentum folgende Bedeutung zugeschrieben: 40 Tage war Moses auf dem Sinai und hat dort die Torah erhalten. 40 Jahre waren die Israeliten in der Wüste. 40 Tage dauerte die große Flut. Vierzig Tage war Elija unterwegs ohne Nahrung zu sich zu nehmen. 40 Tage waren die Kundschafter in Kanaan unterwegs. 40 Tage hatten die Bewohner von Ninive Zeit Buße zu tun .

Vierzig ist die Zeiteinheit, die erforderlich ist, daß etwas von den Anfängen bis zur Frucht kommt. So gingen die Rabbinen auch davon aus, daß der Zeitraum der Schwangerschaft, also von der Empfängnis bis zur Geburt, vierzig Wochen umfaßt.

zum Weiterlesen: 

Hinführung von Christian zum Hungertuch

Hungertuch in groß

 

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