Privileg in diesen Zeiten

In diesen Zeiten,
– in denen wir Abstand halten – auch in der WG – so gut es geht;
– in denen keine öffentlichen G-ttesdienste gefeiert werden;
– in denen neue Räume und Formen der Begegnung im Internet entstehen,
die das persönliche Miteinander, die Gegenwart des anderen nicht ersetzen können
– in denen die ganz normale Gastfreundschaft an einem Schabbat nicht gelebt werden kann

bedeutet es umso mehr, in Gemeinschaft den Schabbat zu begrüßen

der Segensspruch über den Kerzen – wie schon so oft an diesem Tisch
der Segensspruch über dem Wein, ein Becher wie immer gefüllt mit Traubensaft wird dieses Mal nicht von einem zum anderem weitergegeben – wie sonst. Heute an jedem Platz ein Glas mit etwas Traubensaft
der Segensspruch über den Schabbatbroten. Die können wir teilen. Wie sonst.

Momente des Innehaltens. Einfach sein. Da sein. ER / SIE ist da am Schabbat Vajikra („er rief“). Welche Stimme hören wir. Welche überhören wir. Alles lassen können wie es ist. Die ungelösten Fragen sein lassen. Innehalten und warten auf den Raum, der sich öffnen wird. In uns. Um uns.

 

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