Krise als Geburtsort

Sprache prägt unser Denken, unser Handeln – unser Bewußtsein. Wie sprechen wir über Corona? Welche Bilder werden von den Medien vermittelt? Was kommt atmosphärisch rüber?

Wenn von „Corona-Krise“ die Rede ist, dann liegt der Schwerpunkt meist auf dem Aspekt der Gefahr. Das ist eine Engführung. Dem Wort „Krise“ liegt das griechische Wort „krinein“ zugrunde, bei dem es um das Unterscheiden geht.

In ihrer Ansprache beim letzten Schabbat-G-ttesdienst in der Central Synagoge in New-York erklärt Rabbinerin Delphine Horvilleur, daß das hebräische Wort für Krise משבר (maschber)im biblischen Hebräisch der Ort ist, an dem Frauen ein Kind auf die Welt bringen, wo die Gebärmutter sich öffnet und so etwas Neues in die Welt kommt und aufbricht.

Eine gute Ergänzung dazu ist der NDR-Podcast von Regula Venske von der Wirkung von Sprache in Krisenzeiten (ca 8 Minuten). Vielen Dank an Hauptschulblues für den Hinweis.

 

xx

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