Pessach-Impuls: Maror (Bitteres)

Im letzten Blog-Eintrag habe ich vom Pessach-Paket erzählt und den Impuls- bzw. Meditationskarten, die es enthielt. Ein Beispiel möchte ich hier vorstellen, nämlich die Maror-Karte. „Mar“ ist das hebräische Wort für „bitter“. „Maror“ sind die bitteren Kräuter, die wir zu Pessach in einer der symbolischen Speisen zu uns nehmen, die an die bittere Situation des Sklavendaseins erinnern. 

Hier ist die künstlerische Darstellung von Polina Lifshitz :
Maror Karte
Den Impuls-Text findet man hier.

Zum Weiterlesen:
Pessach 5779
die einzelnen Teile des Seder
Was gehört auf den Seder-Teller?

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Coming soon: Pessach 5781 im Corona-Modus

Pessachpaket 1

Pessachpaket 5781

Es ist nun das zweite Jahr, in dem wir Pessach nicht in großer Runde zuhause oder im jüdischen Gemeindezentrum mit Freunden, Verwandten und mindestens einem fremden Gast feiern können. Base Berlin und Hillel Deutschland, zwei jüdische Organisationen, haben sich für diese Situation etwas Besonderes überlegt und mit vielen Freiwilligen Pessach-Pakete gepackt, die auf die Situation von Singles abgestimmt sind:

Hinten rechts ein Paket mit Mazzen (ungesäuerte Brote), in der Mitte zwei Gläser mit Maror (Bitterkräuter) und Charosset, das den Lehm symbolisiert mit dem die Israeliten als Sklaven der Ägypter Bauwerke errichten mußten.. Auf der rechten Seite liegt ein Faltblatt mit den traditionellen Segenssprüchen, die die die einzelnen Teile des Seder einleiten und begleiten. Normalerweise – wenn man in großer Runde versammelt ist – hat jede/r eine Haggada: Ein Heft im DIN A4 – Format, etwa einen halben Zentimeter dick, mit der Liturgie, also den Segenssprüchen, den Fragen, den Gebeten und Auslegungen, die abwechselnd gelesen werden.

Wenn man allein feiert ist das so nicht durchführbar. Deswegen liegen hier die künstlerisch gestalteten quadratischen Karten. Jede steht für einen Abschnitt der Seder-Feier. Auf der Rückseite ist dann ein Impuls zum Nachdenken oder eine Meditation abgedruckt, von ganz unterschiedlichen Menschen verfaßt. Eine ansprechende und schöne Idee.

Zum Weiterlesen:
Pessach 5779
die einzelnen Teile des Seder

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Montagsfrage: Warum bloggst Du und wie hat das damals bei dir angefangen?

Header 3Immer montags wirft Herr Joel aus dem schönen Luxemburg eine Frage in den virtuellen Raum. Diese Woche geht es um die Anfänge des eigenen Bloggens. Ich habe an anderer Stelle vor gut zwei Jahrzehnten mit dem Bloggen begonnen und verbinde damit viele schöne und bereichernde Erfahrungen. Anfang 2015 bin ich in die Naunyn-WG (benannt nach der Straße mitten in Kreuzberg, in der wir leben) gezogen, in einer Zeit großer Umbrüche. Ein langjähriger Mitbewohner war im Jahr zuvor verstorben und absehbar war, daß der letzte Mitbewohner aus der Gründergeneration im Jahr darauf die WG verlassen würde.

In den – damals – 36 Jahren ihres Bestehens hatten Männer und Frauen – gelegentlich auch Kinder – aus über 70 Ländern in der WG gelebt. Ein großer Freundeskreis, zu dem sich Menschen aus vielen Ländern zählen, ist in dieser Zeit entstanden. Um in Kontakt zu bleiben und aus unserem WG-Leben zu erzählen wurde im Januar 2016 mit diesem Blog begonnen. Im ersten Blogeintrag hieß es:

Herzlich Willkommen …

…auf dem Naunynblog. 2016 wird für unsere Kommunität ein spannendes, von Umbrüchen geprägtes Jahr werden. Deshalb haben wir beschlossen dieses Blog zu starten um Freunden und Freundinnen der Naunynstraße und anderen Interessierten die Möglichkeit zu geben an unserem Leben Anteil zu nehmen.

Wir freuen uns über Mails unter naunyn (at) gmx (dot) de  und weiterhin natürlich über Euer Klingeln an unserer nach wie vor offenen Tür.

Viele von denen, die zu uns kommen – sei es zu Besuch oder zum Mitleben – sind in einer Notsituation und suchen nach einem Ort, wo sie zur Ruhe kommen und sich sortieren können. Alles kann hier aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht erzählt werden. Trotzdem bleibt noch Einiges, was hier geteilt werden kann. Das Spektrum reicht von „Alltagssplitter“ bis „Welt im Wohnzimmer“ und dazwischen liegt Vieles, wie etwa  „Aphorismen“ unseres ehemaligen ältesten Mitbewohners, „Armut“, „Besuche“, „BewohnerINNEN“, „Denkanstöße“, „Feste und Feiern“, „Frühstücksgespräche“, „Freunde“, „Kommunitätsabend“, „Kulinarisches“, „Kunst“, „Musik“, „Nachrufe“, „Politisches“, „Samstagsfrühstück“, „Straßenexerzitien“, „UnterstützerINNEN“, „Vielfalt“ …

Durch das Bloggen sind auch Kontakte zu Menschen entstanden, die uns (noch) nicht persönlich kennengelernt haben. Einige wollen uns besuchen sobald es die Corona-Situation erlaubt.

Mit diesem Beitrag werden es 519 Postings sein, die hier erschienen sind.

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Frühstücksgespräche im Februar (16)

Unter der Woche frühstücken wir jetzt zu Corona-Zeiten immer um 8.30 Uhr – also die BewohnerINNEN, die zuhause sind und nicht nachts gearbeitet haben.  Wenn Menschen aus so verschiedenen Ländern, Kulturen, Religionen und Alters zusammen sind, dann kommen ganz unterschiedliche Anliegen und Positionen ins Gespräch.

Einige Themen, die uns im Februar bewegten:

– 2. Februar: Lichtmess, Bauernregeln, religiöse Bedeutung von: Maria Reinigung, Darstellung des Herrn, Abschluß der Weihnachtszeit – Maria (Mariam) im Koran: Wird als Kind in den Tempel gebracht – Parallelen zu christlich-apokryphen Traditionen – Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Christentum und Islam zu Josef / Yusuf
– Nachhaltigkeit – Sachen gemeinsam nutzen – Konzept Leihladen
– Corona als Folge des Lebensstils eines entfesselten Kapitalismus
Sicherheitsmaßnahmen beim Amtsgericht Kreuzberg wie auf Flughäfen
– Sicherheitsmaßnahmen bei jüdischen Einrichtungen
– Was ist einfaches Leben?
– Woche des einfachen Lebens mit Bruder Winfried auf dem Josefshof im September
– Wie ist das Leben im Pflegeheim
– Welche schulischen Veranstaltungen gab es außerhalb der Unterrichtszeit: Schullandheim, Tagesausflug, Exkursion, Produktionsarbeit, Abschlußfahrten, Ski-Lager, Sportfeste … – Berufsarbeit, Jobs, Aushilfsarbeiten, ehrenamtliches Engagement
– die Logik hinter dem Beschluß, dass Friseure ab 1. März wieder öffnen dürfen
– wie werden Sanktionen gegen Quarantänebrecher in Deutschland durchgesetzt
– gehen türkische und arabische Frauen auch zum Friseur und wie wird das organisiert wenn man im Straßenbild nur Barber Shops für Männer sieht
– Sklaverei heute
– Gütesiegel bei Waren aus Schwellen- und Entwicklungsländern
– neue Chefin aus Nigeria für die Welthandelsorganisation
– Erfahrungen in der Familie mit Gartenarbeit und Einkochen
– wie ist das im Pflegeheim mit der Wäsche der Bewohner organisiert
– Purim in Zeiten von Corona
– warum gibt es Antisemitismus
– Einstellungen in verschiedenen Kulturen zu Mischehen (unterschiedliche religiöse Zugehörigkeiten) 
– Menschenopfer
– Umgang mit Alkohol in muslimischen Ländern: Unterschiede, die zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen gemacht werden

weitere Frühstücksgespräche sind hier

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Frauentag minimal-maximal-Variante

Letztes Jahr war es – anläßlich des Frauentags – das letzte Mal vor Corona, daß wir uns in großer Runde treffen konnten zum gemeinsamen Essen, Erzählen und Anteil nehmen. 

Dieses Jahr war es ganz anders:
personell: Minimalvariante
kulinarisch: Maximalvariante von Verwöhnung

Frauentag Frühstück 2021

Der Chefkoch und wir wünschen allen Frauen alles Gute und bleibt gesund. Nächstes Jahr hoffentlich wieder in größerer Runde.

zum Weiterlesen: 
Frauentag 2020
Frauentag 2018
Frauentagsessen und Reiseerlebnisse 2017
Frauentagsessen (das erste) 2016

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Gebet der Kinder Abrahams

Papst Franziskus besucht derzeit den Irak. In Ur, dem Ort, aus dem Abraham stammte, und von wo aus er aufbrach, fand ein interreligiöses Treffen statt. Dort wurde das von Papst Franziskus verfaßte Gebet von einem Priester vorgetragen: 

Gebet der Kinder Abrahams

Allmächtiger Gott, unser Schöpfer, du liebst die Menschheitsfamilie und auch sonst alles, was deine Hände vollbracht haben. Wir, die Söhne und Töchter Abrahams, die dem Judentum, dem Christentum und dem Islam angehören, danken dir zusammen mit anderen Gläubigen und allen Menschen guten Willens, dass du uns Abraham, einen berühmten Sohn dieses edlen und geschätzten Landes, als gemeinsamen Vater im Glauben geschenkt hast.

Wir danken dir für das Beispiel dieses gläubigen Mannes, der dir bis zum Äußersten gehorchte und seine Familie, seinen Stamm und sein Land verließ, um in ein Land zu gehen, das er nicht kannte.

Wir danken dir auch für das Beispiel an Mut, Durchhaltevermögen, Seelenstärke, Großzügigkeit und Gastfreundschaft, das uns unser gemeinsamer Vater im Glauben gegeben hat.

Wir danken dir insbesondere für seinen heroischen Glauben, den er bewies, als er bereit war, seinen Sohn zu opfern, um deinem Befehl zu gehorchen. Wir wissen, dass dies eine äußerst schwierige Prüfung war, aus der er dennoch als Sieger hervorging, weil er dir ohne Vorbehalt traute, der du barmherzig bist und immer neue Wege für einen Neubeginn eröffnest.

Wir danken dir, denn dadurch, dass du unseren Vater Abraham gesegnet hast, hast du ihn zu einem Segen für alle Völker gemacht.

Wir bitten dich, du Gott unseres Vaters Abraham und unser Gott: Schenke uns einen starken Glauben, der sich für das Gute einsetzt, einen Glauben, der unsere Herzen für dich und für alle unsere Brüder und Schwestern öffnet, und eine Hoffnung, die sich nicht unterdrücken lässt und überall die Treue deiner Verheißungen zu erkennen vermag.

Mache jeden von uns zu einem Zeugen deiner liebenden Sorge für alle, besonders für die Flüchtlinge und Vertriebenen, die Witwen und Waisen, die Armen und Kranken.

Öffne unsere Herzen, schenke uns die Bereitschaft, einander zu vergeben und mache uns zu Werkzeugen der Versöhnung und des Friedens, zu Erbauern einer gerechteren und geschwisterlicheren Gesellschaft.

Nimm alle Verstorbenen, besonders die Opfer von Gewalt und Krieg, auf in dein Reich des Lichtes und des Friedens.

Steh den Verantwortlichen darin bei, die Entführten zu suchen und zu finden und vor allem Frauen und Kinder zu schützen.

Hilf uns für den Planeten Sorge zu tragen, das gemeinsame Haus, das du uns allen in deiner Güte und Großzügigkeit gegeben hast.

Komm uns beim Wiederaufbau dieses Landes zu Hilfe und gib uns die Kraft, die wir brauchen, um denen zu helfen, die ihre Heimat und ihr Land verlassen mussten, so dass sie sicher und in Würde zurückzukehren und ein neues Leben in Frieden und Wohlstand beginnen können. Amen.

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Rudi (Rudolf) Fröhlich (1949 – 2021)

Vorgestern stand Bernd vor der Tür. Viele Jahre – solange Rudi in Berlin lebte, waren die beiden mit ihren Hunden gemeinsam unterwegs. Bernd hat uns erzählt, daß Rudi Mitte Januar verstorben ist. Zu seinen Berliner Zeiten hat Rudi uns mehrmals wöchentlich besucht. Meistens war sein Lieblingshund Dackel Benny dabei, manchmal auch Rottweiler Blacky. Rudi hatte eine große Liebe zu Tieren. In seiner Wohnung hielt er immer zwei oder drei Hunde, Vögel (Papageien, Wellensittiche und Kanarienvögel) sowie Kaninchen, Mäuse, Meerschweinchen …

Er hatte immer viel aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Letzten Sommer hat er einige Wochen bei uns mitgelebt und war gesundheitlich schon sehr angeschlagen. Rudi war immer sehr direkt und hatte einen ganz eigenen Humor. 

Einmal bat er mich, ihn und seinen Hund Blacky zum Lebensmitteldiscounter zu begleiten um Hundefutter zu kaufen. Er konnte Blacky nicht allein vor dem Laden lassen, weil Blacky immer in Dauergebell ausbrach wenn Rudi nicht in Sichtweite war und keine andere Person sich in dieser Zeit um ihn kümmerte. So gingen wir über den Oranienplatz. Dort zog es Blacky zu einer Hündin, die mit einem schwulen Paar unterwegs war, das sich gerade in den Armen lag. Rudi zum Hund: „Blacky, laß die Dame in Ruh. Die hat schon einen Herrn. Was sag ich: Die hat zwei Herrn“

 

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Das Hungertuch als Wegweiser auf der Straße …

… hat Christian Herwartz seinen Text zum diesjährigen Hungertuch von Misereor überschrieben.

Es steht unter dem Motto: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31,9).

Das MISEREOR-Hungertuch 2021 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ von Lilian Moreno Sánchez © MISEREOR

(Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist.

Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff ))

Hier Christians Impuls: 

Wenn wir etwas Neues mit den Händen schaffen, dann vergessen wir oft die uns tragenden Füße. Bei einem Kind oder einer Geliebten streicheln wir sie noch; beim Tanzen drücken wir mit ihnen unsere Freude aus, und beim Pilgern lassen wir uns wie Israel aus dem babylonischen Exil in die Weite Gottes tragen: „Du stellst meine Füße auf
weiten Raum.“ (Psalm 31,9)

Im Gegensatz zu den Füßen öffnen sich bei der Begrüßung eines Gastes unsere Hände. Die Füße bleiben oft verborgen. Auf ihnen sehen wir wie auf einem zweiten Gesicht intime Spuren der Lebensabschnitte, in denen wir nicht gesehen wurden.

Doch mit ihnen hinterlassen wir unseren Fußabdruck
auf der Straße des Lebens.
Wird sie uns in eine lebensfreundliche Welt mit Hand und Fuß führen, oder haben wir die Natur so stark ausgebeutet, dass die Lebensmöglichkeiten der kommenden Gene-rationen beschnitten sind?

Bei einer Demonstration gegen steigende Lebenshaltungskosten und ungerechte Bildungs- und Arbeitschancen in Santiago de Chile verlor im Oktober 2019 der uns
entgegenkommende Fuß auf dem Hungertuch den „Boden unter den Füßen“ und zerbrach beim anschließenden Polizeieinsatz, der von der landesweiten sozialen
Ungleichheit ablenken sollte: 5000 Verletzte, 26 Todesfälle, mehr als 7000 Verhaftungen.
Lilian Moreno Sánchez
erinnert das Geschehen und zeichnete das Röntgenbild
auf die Bettwäsche.

Im Lukasevangelium lesen wir: Eine in der Gesellschaft verstoßene Frau wäscht in ihrer Not Jesu Füße mit ihren Tränen. Jesus verteidigt ihre Würde vor den versammelten
Männern. Als ihn die Angst vor seiner Ermordung überwältigen will, wäscht er seinen Jüngern und Jüngerinnen die Füße (Joh 13). Petrus will diesen Sklavendienst nicht
annehmen. Doch Jesus ermahnt ihn, dies zuzulassen und ihn selbst zu erlernen. Petrus zieht – ähnlich wie Mose vor dem Angesicht Gottes im brennenden, aber nicht verbrennenden Dornbusch – seine Schuhe im Respekt vor der ganzen Wirklichkeit des Lebens aus, die wir Gott nennen.

In dieses Jetzt sind auch wir gerufen. Für diesen alltäglichen Kampf – so ermahnt uns Paulus im Epheserbrief – sollten wir nach der Rüstung Gottes greifen, den Gürtel
der Wahrheit anlegen und in die Schuhe der Bereitschaft schlüpfen und uns so für das Evangelium des Friedens einsetzen (Eph 6,15). Der Brief ist an Juden gerichtet, die
sich zu Jesus als ihrem Messias bekennen. Paulus listet die Schritte ins Leben für sie und uns nach einer solchen Glaubensvertiefung auf: Dank, Entdecken des Glaubens
der Kirche, Beistand für die Bedrängten und das Gebet für die Menschen (Lk 7,36ff).

Wir sind eingeladen, den intimen Raum unserer Herzen zu öffnen und unseren Fuß in den weiten Raum Gottes zu setzen, der uns, mit ihm verwandt (Gen 1,26) und
nach seinem Bild als Mann und Frau erschuf und der uns seinen Geist einhauchte (Gen 2,7; Joh 20,22), der in der Nachfolge Jesu zum liebenden Rollenwechsel befähigt (Lk
24,30). Unser Mitgefühl mit den Beiseite-Geschobenen, den Trauernden, Kranken, Hungrigen, Verirrten entfaltet sich (Mt 10,7) und lässt uns in dem anvertrauten Licht
wachsen (Joh 8,12), das in unserer Liebe auch für andere sichtbar wird.

Zum Weiterlesen: 
Exerzitien auf der Straße – Leben mit Straßenkontakt 
Misereor-Hungertuch 2021 / 2022


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