Aphorismen (15) vom Zugefallenen

Das Zugefallene kann man nicht wiederholen

Christian Schmidt

Jedes Jahr findet an einem anderen kirchlichen Ort der „Aschermittwoch der Künstler“ statt. Für Bruder Christian ist dieses Treffen sehr wichtig. Beim Kommunitätsabend erzählte er, dass eigentlich mehr Kunstinteressierte anwesend waren als Künstler. Im Gespräch mit Künstlern sei er immer wieder verwundert, wenn der eine oder andere sage, dieses oder jenes habe er genau so gewollt. Bei ihm gäbe es immer die Momente, wo ihm etwas zugefallen sei. „Das, was man geplant hat, ist wiederholbar …“

Unser ältester Mitbewohner und der letzte hier lebende Jesuit, Bruder Christian Schmidt hat in der letzten Zeit in sehr konzentrierter Form zusammengefaßt, was ihm wichtig ist und erlaubt, daß diese Aphorismen auch im Blog erscheinen. So werden sie in lockerer Folge vielleicht den einen oder anderen Denkanstoß geben.

 

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Novemberausklang

Zum Ewigkeitssonntag hat Andreas, der auch hier mit liest, auf seiner Facebook-Seite ein Gedicht von Rose Ausländer geteilt:

Noch bist du da

Wirf deine Angst
in die Luft

Bald 
ist deine Zeit um
bald wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume ins Nirgends.

Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da

Sei was du bist
Gib was du hast