lebendiger Adventskalender auch bei uns

In diesem Jahr gibt es erstmals im neuen pastoralen Raum Berlin-Mitte einen lebendigen Adventskalender. Jeden Tag gibt es eine Einladung zu einem Angebot. Wir sind drei Mal dabei: Zweimal sind wir mit dem Samstagsfrühstück dabei und am Montag den 18. Dezember um 19.00 h laden wir in den Gemeindesaal von Sankt Michael ein zum Bibliolog über „Tochter Zion freue dich“ aus dem Buch Sacharja und singen mit Trompetenbegleitung Adventslieder.

Lebendiger Adventskalender 2017 im pastoralen Raum Mitte

Das Buch des Propheten Sacharja kennen Sie nicht? Kennen Sie doch, wenigstens diesen einen Vers:

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9) Wir laden ein zum Bibliolog über diese Stelle, aus der eines der bekanntesten Adventslieder entstand, dazu Adventslieder mit Trompete (Ort: Waldemar Straße 8-10 / Ecke Dresdner Straße).

Der Kalender als Liste ist hier.

 

 

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Ein Zelt tanzt – Bibliolog zum Jahr der Barmherzigkeit (3)

 

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Sieger Köder: Besuch im Hain Mamre

Beim dritten Bibliolog-Treffen nach dem Samstagsfrühstück war die Runde der Teilnehmenden sehr international (vier Länder) und interreligiös besetzt (christlich – jüdisch – muslimisch).

Wir beschäftigten uns mit dem Besuch der drei Boten bei Abraham und Sarah (1 Mose 18 / Bereschit 18).  Der Midrasch erzählt von Abrahams großzügiger Gastfreundschaft: Sein Zelt sei nach allen vier Seiten offen gewesen, damit er möglichst frühzeitig ankommende Gäste sehen konnte. In Beersheva hatte er eigens einen großen Obst- und Gemüsegarten anlegen lassen. Jeder, der vorbei kam, durfte davon nehmen. Die Geschichte vom Besuch der drei Boten folgt direkt auf die Beschneidung von Abraham mit 99 Jahren und allen Männern, die mit ihm wohnten. Deshalb wird der Besuch der Boten / Engel auch als Krankenbesuch gesehen. In diesen Kontext habe ich dann die Hinführung eingebettet.

Besonders aufgefallen ist mir die bildhafte Sprache der Teilnehmerinnen aus romanischen Ländern (Frankreich und Italien). Ich hatte das Zelt (der Sarah) gefragt, wie es die Worte hört, daß Sarah in einem Jahr einen Sohn haben wird: Ich tanze vor Freude, wenn ich mir vorstelle …

Beim anschließenden Austausch wurden wir von einer Teilnehmerin auf den Zusammenhang zwischen der Gastfreundschaft und der entstehenden Fruchtbarkeit von Sarah hingewiesen.