Dieter Kirschner – 1. Todestag

Dieter Kirschner

Gestern haben wir beim Sonntagsfrühstück in St. Michael über ihn gesprochen. Heute vor einem Jahr ist er gestorben. Er wird vermißt. Der Nachruf über Dieter Kirschner (Bruder Johannes Kirschner) gehört zu den meistgelesenen Artikeln dieses Blogs. Gerade in den letzten Tagen wurde wieder öfter danach gesucht.

 

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Advent, Advent …

Unsere Adventszeit hat dieses Jahr einen besonderen, neuen Akzent. Unser Mitbewohner F., Koch mit Leib und Seele aus Leidenschaft, machte den Vorschlag, daß wir an den Adventssamstagabenden miteinander und mit dem / der einen oder anderen von unseren Freunden essen könnten und uns anschließend Zeit zum Singen, für eine Geschichte oder was sich sonst daraus ergibt, nehmen könnten. Jeder dieser Abende hatte ein ganz eigenes Gepräge. So leitete Schwester Rita eine Bastelaktion an, die zu einem Gemeinschaftsstern führte, Ex-Bewohner Rockn Rolf stellte neue Eigenkompositionen vor, Bruder Winfried von der Emmausgemeinschaft begleitete uns mit Akkordeon, Anna brachte ihre Geige und Elisabeth ihre Gitarre mit. Unser neues Advents- und Weihnachtsliederheft wächst und gedeiht.

Außerdem haben uns Susanne und Reinhard den Adventskalender „der andere Advent“ geschenkt, der uns schon die beiden letzten Jahre begleitet hat. An den Adventssonntagen gibt es immer eine Meditation über eine biblische Person aus der Weihnachtsgeschichte und deren Sicht auf die Ereignisse. Diese Impulse lesen wir zum Abschluß vom Samstagsfrühstück und schicken unsere Frühstückgäste damit in den Beginn der neuen Adventswoche.

Am Donnerstag wird uns Markus aus Köln mit seiner Trompete besuchen. Das ist immer wieder eine Freude für uns – egal ob es die alten „Hasen“ unter den Bewohnern sind oder die neuen, wenn wir einander erzählen und mit Trompetenbegleitung singen.

Wir sind gespannt, wer am 24. Dezember ab 18.00 h zu uns kommt um mit uns zu feiern. Es ist ja immer eine schöne Mischung von bekannten Menschen, Freunden und denen, die zum allerersten Mal bei uns sind.

 

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Erntedank meets Rosch haSchana (jüd. Neujahrsfest)

Erntedank-Altar Sankt Michael

Am letzten Sonntag wurde in der katholischen Gemeinde Sankt Michael, auf deren Gebiet unsere Wohngemeinschaft liegt, das Erntedankfest begangen und ein Kind getauft. Vor dem Altar waren die reichlichen Gaben aufgebaut, die für das Fest mitgebracht worden waren. Anschließend wurde im Gemeindesaal noch bei einem schönen Essen in großer Runde weitergefeiert. In der Wohngemeinschaft freuten wir uns dann über einen großen Teil der Erntedankgaben, die unsere Gemüsekiste füllten und in den darauffolgenden Tagen verarbeitet wurden.

Kiddusch Rosch haSchana 5780

Am Abend begann dann das jüdische Neujahrsfest Rosch haSchana (wörtlich: Kopf des Jahres). Franz hatte ein leckeres Essen für uns und einige Gäste vorbereitet, das wir mit dem Kiddusch zum Feiertag (Bild) begannen – also mit dem Entzünden der Kerzen und den Segenssprüchen zum Feiertag und den Apfelspalten, die in Honig eingetaucht werden mit dem Wunsch, daß es ein süßes neues Jahr 5780 werden möge. Nach dem Essen haben wir noch lange mit unseren Gästen gesungen und hatten einen fröhlichen Abend.

Rosch Haschana ist der Tag, an dem G-tt den Menschen erschaffen hat als Krönung der Schöpfung. Ebenso sagt Rabbi Elieser, dass unsere Stammväter im Monat Tischri geboren wurden, da sie Anfang für eine Welt waren, die bisher sündhaft war. An Rosch Haschana wurden Sara, Rachel und Chana bedacht. Sie waren vorher kinderlos, doch von diesem Tag an schenkte ihnen G-tt die Hoffnung auf Kindersegen.

An Rosch Haschana wurde Josef aus dem Gefängnis entlassen, in dem er zwölf Jahre lang unschuldig eingesperrt war. Von diesem Tag an begann sein Licht zu leuchten. Am Rosch Haschana wurde der Sklaverei unserer Väter in Ägypten ein Ende gesetzt, und so wurde der Tag der Anfang der Erlösung.

Quelle: hier

Sehr phantasievoll gestaltete Erntedankaltäre findet man hier

 

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Ausflug zum Pflaumenpflücken

Am Wochenende waren wir zu dritt unterwegs in Brandenburg. Der Nehemiahof, eine evangelische Gemeinschaft im Süden von Berlin, hat auf seinem Gelände viele Pflaumenbäume. Wir durften zum Ernteeinsatz kommen. Bei wunderbarem Spät-sommerwetter konnten wir uns über die süßen und aromatischen Früchte freuen. Nach dem Ernteeinsatz waren wir noch zu Kaffee und frischen Pflaumenstreußelkuchen eingeladen und haben einiges aus der Geschichte der Gemeinschaft und ihrem gegenwärtigen Anliegen erfahren. Menschen in Krisen finden Aufnahme. Häuser für ein Mehrgenerationen-wohnen sind im Entstehen und einige Ponys haben dort ein Zuhause gefunden. Wir freuen uns über diesen neu entstandenen Kontakt, den wir der Vermittlung von Miriam verdanken.

Zum Weiterlesen:
Website vom Nehemiahof

 

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Spiritualität und Weltverantwortung – gelebte Visionen

Bild Blog „gelebte Visionen“ (Foto: M. Matthias)

An diesem Wochenende geht der dreimonatige Studienurlaub von Monika Matthias, einer langjährigen Freundin unserer Gemeinschaft zu Ende. Er stand unter dem Thema „Spiritualität und Weltverantwortung – gelebte Visionen„. Sie hat in dieser Zeit unterschiedliche Gruppen, Gemeinschaften und Initiativen besucht. Mitte August war sie auch bei unserem Samstagsfrühstück.

In ihrem Weblog kann man über die unterschiedlichen Orte und Begegnungen nachlesen. Mit einigen sind auch wir eng verbunden durch gegenseitige Besuche, Austausch oder praktische Unterstützung, wie etwa die Regenbogenfabrik, ein Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum, das aus einer Hausbesetzer-Initiative entstanden ist. Dort, in der Holzwerkstatt hat auch unser inzwischen verstorbener Mitbewohner Franz, ehrenamtlich mitgearbeitet und Menschen bei Reparaturen oder beim Möbelbauen unterstützt. Oder auch die Schwestern der Mutter Theresa, die in Kreuzberg eine Suppenküche betreiben und einsame Menschen besuchen.

Das Blog von Monika Matthias ist hier zu finden. Dicke Leseempfehlung!

 

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