Goldenes Ordensjubiläum von Hilmtrud

Ordensjubiläum Sr. Hilmtrud

Vom Spätsommer 2015 bis April 2016 hat Schwester Hilmtrud von aus Nürnberg mit uns gelebt. Sie hatte zu dieser Zeit keine Novizin und hat uns in vielen Bereichen sehr geholfen. Die Hauptarbeit beim Korrekturlesen vom Einfach-ohne-Buch hat sie geleistet.

Vorletztes Wochenende hat sie ihre 50jährige Zugehörigkeit zur Congregatio Jesu gefeiert. Als sie eintrat, wurde sie ein „englisches Fräulein“ (so der frühere Name der Gemeinschaft), dann eine Maria-Ward-Schwester (nach der Ordensgründerin). Ein ausführlicher Bericht ist hier auf der Seite der Congregatio Jesu zu finden. Christian und Iris waren bei diesem bewegenden Fest dabei, zu dem Hilmtrud ganz unterschiedliche Menschen, die ihr auf ihrem Weg im Ordensleben wichtig geworden sind, eingeladen hatte. Wir wünschen alles Gute für die nächsten 50 Jahre.

zum Weiterlesen:
Congregatio Jesu (Wikipedia)

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Auf der Straße …

Auf der Straße – Foto: Julian Röder

heißt ein Theaterstück, das derzeit im Berliner Ensemble gespielt wird und in dem Gabriele, eine Freundin unserer Wohngemeinschaft als Mitglied des Chors „Different voices of Berlin“ mitwirkt.

„Auf der Website heißt es: „Auf der Straße“ untersucht das Thema der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Berlin. Was passiert mit einem Menschen, der sein Zuhause und damit seinen Schutzraum verliert? Inwiefern bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz? Warum sind Menschen, die Hilfe benötigen, sich selbst überlassen – in einem der reichsten Länder Europas? Was treibt eine Gesellschaft dazu an, sich zu entsolidarisieren? Und was hat diese Entwicklung mit jedem Einzelnen von uns zu tun?

Von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen entwerfen gemeinsam mit SchauspielerInnen des Berliner Ensembles verschiedene Perspektiven auf dieses Thema – Schlaglichter einer gesellschaftlichen Debatte, die sich im Kern um die Fragen nach einem sozialen Miteinander und einer solidarischen Gesellschaft dreht.“

An folgenden Tagen um 20.00 Uhr kann man das Stück ansehen: Di 18.9., Do 20.9., Fr 21.9., Di 25.9., Sa 27.10. und So 28.10.

Auf der Website kann man noch mehr erfahren. Das Foto habe ich von dort entnommen.

Ernte-Segen

Am Samstagabend haben wir ganz überraschend von den Schwestern von Mutter Teresa eine Menge Erdbeeren bekommen, weil am Sonntag und Montag die Suppenküche geschlossen ist und die Früchte sich nicht bis Dienstag halten. Nachdem wir sie geputzt und verlesen hatten, waren es mehr als zehn Kilo, die gegessen, zubereitet oder verarbeitet werden wollten. Zum Sonntagsfrühstück in Sankt Michael gab es Erdbeerquark.  In unserem Marmeladenregal sind jetzt auch die Sorten Erdbeere pur, Erdbeer-Pfeffer, Erdbeer-Vanille, Erdbeer-Kokos, Erdbeer-Mandel und Erdbeer-Balsamico zu finden. Heute Vormittag waren wir zur Kirschenernte eingeladen und sind mit vier Eimern zurückgekommen. Wir freuen uns sehr über diese Geschenke.

geschenkt am Muttertag

Foto: Maria Cruz

In Sankt Michael werden seit einigen Jahren am Muttertag, der immer auf den zweiten Sonntag im Mai fällt, nach der Messe Rosen aus fairem Handel verkauft. Der Erlös ist für Solwodi Berlin bestimmt –  eine Beratungsstelle für Frauen, die von Zwangsprostitution und Menschenhandel betroffen sind.

Die Comboni-Schwestern Margit und Mabel, die diese Arbeit verantworten, waren in ihrer An-fangszeit in Berlin 2006 auf der Suche nach ihrer Berufung und haben in dieser Zeit einige Monate in unserer Wohngemeinschaft gelebt. Von daher rührt unsere Verbindung, die bis heute besteht. (Mehr dazu hier)

W wie Werner oder wie Weitergeber

Später Samstagnachmittag. Es läutet. Eine Männerstimme im Treppenhaus: Kann mal jemand runterkommen und tragen helfen? Es ist Werner, 65 Jahre alt. Man sieht ihm an, daß er kein einfaches Leben hatte. In seiner Nachbarschaft fragt er in den Lebensmittel-geschäften nach Waren, die nicht mehr verkauft werden können und verteilt sie mit seinem eigenen Auto. Manchmal sehen wir ihn monatelang nicht. Letzte Woche und diese Woche war er zwei Mal da. Für uns war das eine willkommene Unterstützung, denn in beiden Wochen haben wir nichts von der Tafel bekommen, was Werner allerdings nicht wissen konnte.

Kennengelernt habe ich ihn vor drei Jahren. Ich erinnere mich noch genau an unsere erste Begegnung. Es war einige Wochen nach Weihnachten. Werner kam schwer atmend mit einem Riesenkarton die Treppe herauf. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen als ich sechzig (!) Packungen Ferrero-Küßchen vor mir sah. Ich habe nachgezählt, weil ich so fassungslos war.  Heute brachte er Gemüse, Kartoffeln, Wurst, Eier und Geleebananen.

Vor ein paar Wochen hatte er einen halben Umzugskarton mit ungewöhnlichem Inhalt bei den Schwestern für uns hinterlassen. An die – geschätzt – 200 Romanhefte warteten auf uns: Arztromane, Adelsromane, Liebesromane, Heimatromane und die Serie „der Bergpfarrer“.

Ich frage ihn, ob er Internet hat. Nein. Ich erzähle ihm von unserem Blog und frage, ob ich über ihn schreiben darf. Kannste machen. Ich bin der Weitergeber. So schreibste das. Ich brauch ja nicht viel für mich. 90 Prozent geb ich weiter. Danke, Werner. für deine Unterstützung.

Schwarzes Feuer Weißes Feuer – mein Glaubensbekenntnis

Cover

Gestern hat uns ein Päckchen von Andreas Ebert überrascht. Er hat uns ein Exemplar seines neuen Buches geschickt mit einer sehr ermutigenden Widmung. Wir haben uns sehr darüber gefreut – vielen Dank dafür.

Letztes Jahr zum Beginn der Fastenzeit – einige Monate vor dem Eintritt in den Ruhestand – hat Andreas dazu eingeladen, eigene Bekenntnisse zu formulieren. Dazu ist dann eine Ausstellung entstanden. Wir kennen Andreas als Begleiter bei Straßenex-erzitien. Zuletzt hat er uns kurz vor Christians Weggang besucht als er mit Christian eine Woche für evangelische Bischöfe aus Norwegen in Berlin gestaltet hat. Neben eigenen Büchern ist er als Übersetzer von Richard Rohr bekannt geworden. Im Verlagstext zum neuen Buch heißt es:

In seinem eindrucksvollen Buch zeigt Andreas Ebert, was die zentralen Inhalte des Glaubensbekenntnisses sind und wie sich rätselhaft gewordene Konzepte wie Schöpfung, der Heilige Geist, Jungfrauengeburt, Sünde, göttliche Allmacht oder ewiges Leben heute verstehen lassen. Ausgehend von seiner eigenen spirituellen Reise fragt der Autor nach den biblischen Quellen des Glaubens und danach, wie sich diese mit persönlichen Erfahrungen von Familie, Sexualität, Leid, Liebe und Schmerz versöhnen lassen. Das Ergebnis ist eine umfassende Erklärung des christlichen Glaubens auf der Höhe unserer Zeit.

Wir sind sehr gespannt.