Mehr vom Samstagsfrühstück mit den Sternsingern (Teil 2)

Ilona, die oft zum Samstagsfrühstück kommt, hat uns einige Zeilen zum Samstagsfrühstück vom letzten Samstag geschickt. Sie schreibt:

Dieses Samstagsfrühstück war für mich ein ganz Besonderes.

Es hatten sich viele Gäste eingefunden, die kürzer oder auch länger blieben, und die Tafel war immer gut besetzt. Der Tisch war wieder reichlich gedeckt und es gab extra Leckereien, wobei ich die selbstgemachten Trüffel von Iris hervorheben möchte.

Dann wurde uns der Besuch der Sternsinger angekündigt, die etwas später auch eintrafen. Sie erzählten uns von einem Projekt für behinderte Kinder in Peru, für das sie dieses Jahr sammeln. Ich erfuhr vom Brauch des „Dreikönigskuchen“. Iris hatte für diesen Anlass extra einen gebacken und die Sternsinger durften sich als erste jeder ein Stück davon nehmen. Sie sangen für uns, räucherten die Stube mit Weihrauch, und wir sangen auch alle etwas gemeinsam. Als Abschluß wurde das Segenszeichen für das neue Jahr an den Türrahmen geschrieben.

Wer wollte, konnte ein Klebchen mit dem Segenszeichen darauf für zuhause erhalten. Ich freute mich sehr, einen „Segen-to-go“ zu erhalten.

Schon während der Gesänge hatte ich das Gefühl, die Atmosphäre im Raum verdichtet sich irgendwie. Zum Schluß war dieses Gefühl ganz stark, es hielt auch noch an, als die Sternsinger wieder weg waren. Ich glaube, der Geist Gottes war sehr präsent anwesend.

Mir ist nicht bekannt, ob andere auch etwas spürten. Jedenfalls war es so, dass an diesem Tag nach Frühstücksende nicht wie sonst die meisten plötzlich gingen. Alle blieben sitzen und scherten sich nicht um die Uhrzeit. Mehrere Grüppchen hatten sich gebildet, die sich lebhaft unterhielten. Ich saß still inmitten des Stimmengewirrs, während der eine oder andere Gesprächsfetzen an mein Ohr drang. Es gab mir ein Gefühl des Friedens, die vielen unterschiedlichen Menschen so zusammensitzen und miteinander reden zu sehen.

Mit diesem schönen Gefühl in mir verabschiedete ich mich. Ich fühlte mich bis zum Abend wie in einem Kokon, in dem der Geist Gottes mich umgab.

Dieses Frühstück war ein Geschenk für mich!

Samstagsfrühstück mit den Sternsingern (Teil 1)

 

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Nikolausüberraschung im Januar oder: aller guten Dinge sind drei

Nikolaus-Überraschung

Am 6. Dezember hatten wir in der Wohngemeinschaft ein religions-übergreifendes Nikolaus-Frühstück. Am 19. Dezember feierte ein Mitbewohner mit diesem Namen, der orthodoxer Christ ist, seinen Namenstag und gestern brachte uns ein evangelischer Nikolaus noch ein Paket, das über mehrere Stationen unterwegs hängen geblieben war. Und das kam so: Irgendwann im vergangenen Jahr wurde im Seniorenkreis der Hephatha-Gemeinde in Berlin-Neukölln eine der Geschichten aus dem Einfach-ohne-Buch vorgelesen. Im November sprachen dann die Mitglieder des Seniorenkreises darüber, wem sie dieses Jahr eine Nikolausfreude machen wollen. Zehn Empfänger – darunter unsere Wohngemeinschaft – wurden ausgewählt. Jedes Mitglied brachte von einem Produkt zehn Stück mit. Da gab es Tee, Honigkuchen, Rotkäppchen-Sekt, Süßigkeiten, Stollen, Honig, Brotaufstrich … Dann wurden die Pakete zusammengestellt und auf den Weg geschickt. Wir haben uns darüber sehr gefreut und sagen ein herzliches Dankeschön.

Dezember-Geburtstag

Eine ehemaligen Mitbewohnerin hat bei uns ihren Geburtstag gefeiert mit Musik, Liedern und Tanz. Leider konnte ich nur kurz dabei sein und mußte die Feier wegen einer anderen Verabredung vor dem Ende verlassen. Am neuen Treffpunkt, erzählte ich von dem Fest, das ich eben verlassen hatte. Die ‚Gastgeberin, die das Geburtstagskind kennt, zündete spontan ein Bündel Kerzen an, wünschte „viel Licht und gute Energie fürs neue Lebensjahr“ und sprach ein alevitisches Segensgebet für das Geburtstagskind und alle auf der Geburtstagsfeier – sehr berührend.

Advent meets Chanukka

Spinat-Latkes

Beim Frühstück haben wir die erste Kerze am Adventskranz angezündet und einen Text zum Advent als Zeit  des „dazwischen“ gelesen. Nach der Messe in Sankt Michael hat Roswitha zu ihrem Geburtstag eingeladen. Vor vielen Jahren hat sie den Kreis gegründet, der sich immer nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Frühstück und Gespräch trifft. Viele sind gekommen, die irgendeinmal zu diesem Kreis gehörten. Der kleine Gemeindesaal war brechend voll, weil viele Menschen sich mit Roswitha freuen wollten.

Am Abend wurde dann die erste Kerze am Chanukka-Leuchter angezündet, die Chanukka-Geschichte vom Aufstand der Makkabäer erzählt – ein Bilderbuch half dabei. Um an das Wunder zu erinnern, daß das Öl für den Leuchter acht Tage gereicht hat statt nur für einen Tag, gibt es Speisen die in Öl gebacken sind. So verzehrten wir mit großem Appetit Spinat-Latkes (Kartoffelpuffer) mit Lachsfrischkäse.

Ein fröhliches Chanukka – allen, die es feiern.

Stand der Lichter 1 (Adventskranz) : 1 (Chanukka-Leuchter)

Novemberausklang

Zum Ewigkeitssonntag hat Andreas, der auch hier mit liest, auf seiner Facebook-Seite ein Gedicht von Rose Ausländer geteilt:

Noch bist du da

Wirf deine Angst
in die Luft

Bald 
ist deine Zeit um
bald wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume ins Nirgends.

Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da

Sei was du bist
Gib was du hast

Wir sind … von den Socken

Socken – handgestrickt

Gertrud hat uns wieder mit einem Päckchen handgestrickter Socken in unterschiedlichen Größen überrascht. Das ist immer wieder eine große Freude für uns. Für die alten Hasen in der Naunynstraße ist sie und die Socken eine feste Größe: „Von Frau die immer macht Socken für uns“ war der Orginalton von M., die auch das Foto für das Blog gemacht hat. Gertrud schreibt auf der beigelegten Karte:

Es ist schön, immer wieder im Naunyn-Blog zu lesen, was euch gerade freut und was euch wichtig ist. Das e-Mail-Schreiben ist nicht meine Stärke. Aber das Stricken! Da denke ich immer gern an Euch und gebe dem Wollfaden gute Gedanken und Segenswünsche für euch mit.

Vielen Dank für diese schöne und liebevolle Form der Unterstützung.

Eröffnung der Mitlebe-Kommunität Mamre

Ordensjubiläum Sr. Hilmtrud

Schwester Hilmtrud von der Congregatio Jesu hat vom Spätsommer 2015 bis Frühjahr 2016 in unserer WG gelebt. Nun hat für sie in Nürnberg in ihrer Gemeinschaft einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Mit ihrer Mitschwester Magdalena lädt sie interessierte Frauen in die Mitlebe-Kommunität Mamre ein. Dafür steht im Haus der Congregatio Jesu ein ganzes Stockwerk zur Verfügung, das früher das Noviziat der Gemeinschaft beherbergte. Für den Namen der Mitlebe-Kommunität stand die Begegnung Abrahams mit den drei Boten (Genesis 18, 1 Mose 18) Pate.

Hilmtrud schreibt: Nachdem unser Noviziat nach Wien verlegt wurde, ergab sich für uns verbliebenen zwei Schwestern die Chance und der Auftrag, die frei gewordenen Räume als Mitlebe-Kommunität zu nutzen.

Magdalena und ich wollen unsere schlichten Räume, unsere Zeit, ein Stück unseres Lebens teilen
  • mit Jugendlichen, die einfach neugierig sind, wie Ordensleute so leben und ticken, („Komm und sieh“!),
  • mit jungen erwachsenen Frauen, die auf der Suche nach ihrem Lebensweg und ihrer Berufung sind, dabei ein Stück Wegbegleitung suchen und unsere Gemeinschaft kennenlernen möchten,
  • mit Frauen jeglichen Alters, die eine (ein- bis zweiwöchige) Auszeit mit der Möglichkeit zu geistlichen Impulsen, Gesprächen… suchen
  • mit solchen, die sich in Ruhe auf Prüfungen vorbereiten wollen, und dabei einen (flexiblen) geistlichen Rahmen schätzen.
Sie können an unseren Mahlzeiten und Gebeten teilnehmen, mit uns ins Gespräch kommen, einfach eine Weile mit uns mit-leben.
Allerdings sind wir weder ein billiges Hotel, noch können wir professionelle Betreuung bieten!
Gruppenangebote für bis zu 7 Personen machen wir gelegentlich auch, z.B. für Schülerinnen vor dem Abschlussexamen „Learn & Pray“, ein Format, das sich schon bewährt hat. Ansonsten sind wir noch offen für Ideen!

Silvia, die häufig zu unserem Samstagsfrühstück kommt und unserer Wohnzimmerlampe einen Text gewidmet hat, hat am Eröffnungswochenende in Nürnberg teilgenommen und berichtet darüber: Ein Wochen-ende im Zelt von Mamre mit Lachen, Gott und vielen Frauen. Der Artikel wird durch viele aussagekräftige Bilder illustriert. Unbedingt lesenswert.

Ein Bericht der Stadtkirche Nürnberg ist hier.