Advent meets Chanukka

Spinat-Latkes

Beim Frühstück haben wir die erste Kerze am Adventskranz angezündet und einen Text zum Advent als Zeit  des „dazwischen“ gelesen. Nach der Messe in Sankt Michael hat Roswitha zu ihrem Geburtstag eingeladen. Vor vielen Jahren hat sie den Kreis gegründet, der sich immer nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Frühstück und Gespräch trifft. Viele sind gekommen, die irgendeinmal zu diesem Kreis gehörten. Der kleine Gemeindesaal war brechend voll, weil viele Menschen sich mit Roswitha freuen wollten.

Am Abend wurde dann die erste Kerze am Chanukka-Leuchter angezündet, die Chanukka-Geschichte vom Aufstand der Makkabäer erzählt – ein Bilderbuch half dabei. Um an das Wunder zu erinnern, daß das Öl für den Leuchter acht Tage gereicht hat statt nur für einen Tag, gibt es Speisen die in Öl gebacken sind. So verzehrten wir mit großem Appetit Spinat-Latkes (Kartoffelpuffer) mit Lachsfrischkäse.

Ein fröhliches Chanukka – allen, die es feiern.

Stand der Lichter 1 (Adventskranz) : 1 (Chanukka-Leuchter)

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Novemberausklang

Zum Ewigkeitssonntag hat Andreas, der auch hier mit liest, auf seiner Facebook-Seite ein Gedicht von Rose Ausländer geteilt:

Noch bist du da

Wirf deine Angst
in die Luft

Bald 
ist deine Zeit um
bald wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume ins Nirgends.

Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da

Sei was du bist
Gib was du hast

Wir sind … von den Socken

Socken – handgestrickt

Gertrud hat uns wieder mit einem Päckchen handgestrickter Socken in unterschiedlichen Größen überrascht. Das ist immer wieder eine große Freude für uns. Für die alten Hasen in der Naunynstraße ist sie und die Socken eine feste Größe: „Von Frau die immer macht Socken für uns“ war der Orginalton von M., die auch das Foto für das Blog gemacht hat. Gertrud schreibt auf der beigelegten Karte:

Es ist schön, immer wieder im Naunyn-Blog zu lesen, was euch gerade freut und was euch wichtig ist. Das e-Mail-Schreiben ist nicht meine Stärke. Aber das Stricken! Da denke ich immer gern an Euch und gebe dem Wollfaden gute Gedanken und Segenswünsche für euch mit.

Vielen Dank für diese schöne und liebevolle Form der Unterstützung.

Eröffnung der Mitlebe-Kommunität Mamre

Ordensjubiläum Sr. Hilmtrud

Schwester Hilmtrud von der Congregatio Jesu hat vom Spätsommer 2015 bis Frühjahr 2016 in unserer WG gelebt. Nun hat für sie in Nürnberg in ihrer Gemeinschaft einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Mit ihrer Mitschwester Magdalena lädt sie interessierte Frauen in die Mitlebe-Kommunität Mamre ein. Dafür steht im Haus der Congregatio Jesu ein ganzes Stockwerk zur Verfügung, das früher das Noviziat der Gemeinschaft beherbergte. Für den Namen der Mitlebe-Kommunität stand die Begegnung Abrahams mit den drei Boten (Genesis 18, 1 Mose 18) Pate.

Hilmtrud schreibt: Nachdem unser Noviziat nach Wien verlegt wurde, ergab sich für uns verbliebenen zwei Schwestern die Chance und der Auftrag, die frei gewordenen Räume als Mitlebe-Kommunität zu nutzen.

Magdalena und ich wollen unsere schlichten Räume, unsere Zeit, ein Stück unseres Lebens teilen
  • mit Jugendlichen, die einfach neugierig sind, wie Ordensleute so leben und ticken, („Komm und sieh“!),
  • mit jungen erwachsenen Frauen, die auf der Suche nach ihrem Lebensweg und ihrer Berufung sind, dabei ein Stück Wegbegleitung suchen und unsere Gemeinschaft kennenlernen möchten,
  • mit Frauen jeglichen Alters, die eine (ein- bis zweiwöchige) Auszeit mit der Möglichkeit zu geistlichen Impulsen, Gesprächen… suchen
  • mit solchen, die sich in Ruhe auf Prüfungen vorbereiten wollen, und dabei einen (flexiblen) geistlichen Rahmen schätzen.
Sie können an unseren Mahlzeiten und Gebeten teilnehmen, mit uns ins Gespräch kommen, einfach eine Weile mit uns mit-leben.
Allerdings sind wir weder ein billiges Hotel, noch können wir professionelle Betreuung bieten!
Gruppenangebote für bis zu 7 Personen machen wir gelegentlich auch, z.B. für Schülerinnen vor dem Abschlussexamen „Learn & Pray“, ein Format, das sich schon bewährt hat. Ansonsten sind wir noch offen für Ideen!

Silvia, die häufig zu unserem Samstagsfrühstück kommt und unserer Wohnzimmerlampe einen Text gewidmet hat, hat am Eröffnungswochenende in Nürnberg teilgenommen und berichtet darüber: Ein Wochen-ende im Zelt von Mamre mit Lachen, Gott und vielen Frauen. Der Artikel wird durch viele aussagekräftige Bilder illustriert. Unbedingt lesenswert.

Ein Bericht der Stadtkirche Nürnberg ist hier.

Goldenes Ordensjubiläum von Hilmtrud

Ordensjubiläum Sr. Hilmtrud

Vom Spätsommer 2015 bis April 2016 hat Schwester Hilmtrud von aus Nürnberg mit uns gelebt. Sie hatte zu dieser Zeit keine Novizin und hat uns in vielen Bereichen sehr geholfen. Die Hauptarbeit beim Korrekturlesen vom Einfach-ohne-Buch hat sie geleistet.

Vorletztes Wochenende hat sie ihre 50jährige Zugehörigkeit zur Congregatio Jesu gefeiert. Als sie eintrat, wurde sie ein „englisches Fräulein“ (so der frühere Name der Gemeinschaft), dann eine Maria-Ward-Schwester (nach der Ordensgründerin). Ein ausführlicher Bericht ist hier auf der Seite der Congregatio Jesu zu finden. Christian und Iris waren bei diesem bewegenden Fest dabei, zu dem Hilmtrud ganz unterschiedliche Menschen, die ihr auf ihrem Weg im Ordensleben wichtig geworden sind, eingeladen hatte. Wir wünschen alles Gute für die nächsten 50 Jahre.

zum Weiterlesen:
Congregatio Jesu (Wikipedia)

Auf der Straße …

Auf der Straße – Foto: Julian Röder

heißt ein Theaterstück, das derzeit im Berliner Ensemble gespielt wird und in dem Gabriele, eine Freundin unserer Wohngemeinschaft als Mitglied des Chors „Different voices of Berlin“ mitwirkt.

„Auf der Website heißt es: „Auf der Straße“ untersucht das Thema der Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit in Berlin. Was passiert mit einem Menschen, der sein Zuhause und damit seinen Schutzraum verliert? Inwiefern bedeutet der Verlust von Wohnraum den Verlust von Existenz? Warum sind Menschen, die Hilfe benötigen, sich selbst überlassen – in einem der reichsten Länder Europas? Was treibt eine Gesellschaft dazu an, sich zu entsolidarisieren? Und was hat diese Entwicklung mit jedem Einzelnen von uns zu tun?

Von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffene Menschen entwerfen gemeinsam mit SchauspielerInnen des Berliner Ensembles verschiedene Perspektiven auf dieses Thema – Schlaglichter einer gesellschaftlichen Debatte, die sich im Kern um die Fragen nach einem sozialen Miteinander und einer solidarischen Gesellschaft dreht.“

An folgenden Tagen um 20.00 Uhr kann man das Stück ansehen: Di 18.9., Do 20.9., Fr 21.9., Di 25.9., Sa 27.10. und So 28.10.

Auf der Website kann man noch mehr erfahren. Das Foto habe ich von dort entnommen.

Ernte-Segen

Am Samstagabend haben wir ganz überraschend von den Schwestern von Mutter Teresa eine Menge Erdbeeren bekommen, weil am Sonntag und Montag die Suppenküche geschlossen ist und die Früchte sich nicht bis Dienstag halten. Nachdem wir sie geputzt und verlesen hatten, waren es mehr als zehn Kilo, die gegessen, zubereitet oder verarbeitet werden wollten. Zum Sonntagsfrühstück in Sankt Michael gab es Erdbeerquark.  In unserem Marmeladenregal sind jetzt auch die Sorten Erdbeere pur, Erdbeer-Pfeffer, Erdbeer-Vanille, Erdbeer-Kokos, Erdbeer-Mandel und Erdbeer-Balsamico zu finden. Heute Vormittag waren wir zur Kirschenernte eingeladen und sind mit vier Eimern zurückgekommen. Wir freuen uns sehr über diese Geschenke.