jetzt

Eine Postkarte liegt morgens auf dem Küchentisch: Orange leuchtender Hintergrund und mehrmals in weißer Schrift und in verschiedenen Schriftgrößen leuchtet ein Wort auf: jetzt. Auf der Rückseite ein Gedicht:

Bekehrung

nicht mehr rotieren
um den eigenen Bauchnabel
kopernikanische Wende
Ego-Dezentralisierung

mich gänzlich überlassen
der Anziehungskraft deiner Liebe
im Blick auf dich
finde ich meine Bahn

nicht vor dem Spiegel bleiben
mich einfach umdrehen
die große Wende
du stehst hinter mir

Als Verfasser ist Andreas Knapp angegeben. Ich kenne ihn nicht persönlich, weiß nur, daß er in der Kommunität der kleinen Brüder Jesu in Leipzig-Grünau lebt. Eine Verbindung leuchtet auf zu M., der in den letzten Monaten vor Christians Abschied oft mehrmals wöchentlich bei uns war und beim Archivieren und Abtragen der Papierberge half. Exerzitien auf der Straße hatte er gemacht mit der Frage, wo nach seinem Studium sein Platz sein würde. Danach ging er zu den kleinen Brüdern Jesu nach Leipzig-Grünau um dort einige Zeit mitzuleben. Jetzt ist er im Noviziat – wo auch immer.

Mehr zum Ordensleben im Plattenbau

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Für Jutta – ein musikalischer Gruss aus der Naunynstraße

Im letzten Jahr bevor Christian auszog hat Jutta uns begleitet. Mit den Mitgliedern des Freundeskreises haben wir uns alle paar Wochen zu Gesprächen über die Zukunft unserer Gemeinschaft getroffen, die von Jutta vorbereitet und moderiert wurden

Seit einiger Zeit arbeitet Rockn RollF an einem Album, das im Herbst erscheinen wird und geht dafür jeden Monat mit MusikerkollegINNen ins Studio. Hier ist schon mal vorab einer der Songs – Jutta gewidmet:

U-Bahn-Open-Air mit ROCK-N-ROLL-F

Unser Mitbewohner Rockn RollF, seines Zeichens Zeichner (siehe aktuelles Headerbild) und Straßenmusiker (Bob Dylan Interpret) lädt ein zum U-Bahn-Open-Air-Konzert.

Beim Mittwochsmeeting der Straßenmusikszene bei der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) ereilte ihn ungeahntes Losglück – nämlich Platz 4. So ist er an folgenden prominenten U-Bahn-Stationen im musikalischen Einsatz:

Freitag 19. Februar: Samariterstraße (U 5)
Samstag 20. Februar: Möckernbrücke (U 1 und U 7)
Do 25. Februar: Möckernbrücke (U 1 und U7)
Fr 26. Februar: Stadtmitte (U 2 und U 6)

Seine Spielgenehmigung läuft von 6.00 – 22.00 Uhr. Da er zur Fraktion der Eulen und nicht der Lerchen gehört, werden die Einsätze eher nachmittags oder abends beginnen. Näheres findet sich dann auf seiner Facebook-Seite. Hier ist schon mal eine Kostprobe seines musikalischen Schaffens:

 

 

Ein hinduistisches Gebet beim Samstagsfrühstück

Dhiraj Roy ist ein regelmäßiger Gast bei unserem Samstagsfrühstück.  Kurz bevor er geht, singt er häufig ein hinduistisches Gebet aus den Upanischaden in Sanskrit. Am Anfang des Videos, das Luke Sonnenglanz bei seinem letzten Besuch gemacht hat, übersetzt Roy das Gebet.

Vom Hinduismus habe ich das erste Mal in meiner Schulzeit gehört. Da ging es um heilige Kühe und die vielen Götter, die Hindus anbeten. Von Roj habe ich auch erfahren, daß es im Hinduismus, der sehr vielfältige Erscheinungsformen hat, auch monotheistische Zweige gibt.

Zum Anschauen des Videos auf den weißen Pfeil in der Mitte klicken.