Vorgeschmack auf 2019

„ein neues jahr  eine neue zahl   die wir dreihundertfünfundsechzig tage schreiben
ein neues jahr  es bleibt keine wahl  auch das müssen wir uns vertreiben“
luke sonnenglanz schrieb diese heiteren worte in seinen song „zweitausendneun“
und damit dieses vertreiben zum verbleiben einlädt  schenkt uns luke einige schöne
bilder  die der „kleine-WELTEN-verlag“ zu drei schönen kalendern werden ließ
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Zum 3. Oktober 2018

Wiedervereinigung – Rolf Kutschera aka RocknRollf

RocknRolf hat vor einiger Zeit für einen Mitbewohner, der in einem Kindergarten kocht, einen großen Speiseplan gezeichnet, in den für jeden Tag eine Karteikarte eingesteckt wird, auf der man nachlesen kann, was die Kinder an diesem Tag zum Mittagessen bekommen. Da am 3. Oktober die deutsche Wiedervereinigung gefeiert wird und der Kindergarten geschlossen ist, entstand für den „leeren“ Tag die obige Karrikatur. Allen einen schönen, erlebnisreichen Feiertag mit vielfältigen Begegnungen und Anregungen.

Mit Maria Magdalena in die Karwoche

Filmplakat 

Einige Bewohner/innen und Freunde der WG hatten sich zum Kinobesuch verabredet. Wir waren überrascht, daß der Film bereits eine Viertelstunde vor Beginn – und das an einem Montagnachmittag – ausverkauft war. Einige machten sich dann auf den Weg in ein anderes Kino.

Es war ein sehr beeindruckender, ruhiger Film, in dem Vieles durch Mimik und kleine Gesten ausgedrückt wird.  Noch nie habe ich in einem Jesus-Film die Auferweckung des Lazarus dargestellt gesehen. Der Rezensent der NZZ schreibt:
Diesem Film geht es um Haltung, nicht um Gesten. Man könnte auch von einer Liebeserklärung an die Spiritualität sprechen. Indem das Werk immer wieder auf Schweige- und Dialogszenen zwischen Maria und Jesus fokussiert, die im Übrigen an keiner Stelle in einer amourösen Beziehung dargestellt werden, legt es seinen Schwerpunkt auf das Reifen des Glaubens, auf den meditativen Prozess.“ Mehr dazu hier oder in der stärker theologisch ausgerichteten Filmkritik vom  feinschwarz.net.

 

Vorstellung vom Magazin INNENWELTEN

Luke Sonnenglanz schreibt:

Titelbild INNENWELTEN

meine freude ist groß euch mitteilen
zu können dass die erste ausgabe des
INNEN WELTEN – magazins im februar
das licht der welt erblickt hat
aber was ist so besonderes daran außer
dass die idee  gestaltung  und der verleger
ein bewohner der wg ist findet es heraus am zweiundzwanzigsten märz neunzehn uhr in der naunynstraße sechzig
wenn die INNEN WELTEN – redaktion ihr baby
vorstellt mit lesung und live-musik
(auch ein abendessen erwartet euch bereitet
von franz – bringt also hunger mit)
ihr seid herzlich eingeladen zu einen bunten
abend  der euch sicher im gedächtnis bleiben wird

jetzt

Eine Postkarte liegt morgens auf dem Küchentisch: Orange leuchtender Hintergrund und mehrmals in weißer Schrift und in verschiedenen Schriftgrößen leuchtet ein Wort auf: jetzt. Auf der Rückseite ein Gedicht:

Bekehrung

nicht mehr rotieren
um den eigenen Bauchnabel
kopernikanische Wende
Ego-Dezentralisierung

mich gänzlich überlassen
der Anziehungskraft deiner Liebe
im Blick auf dich
finde ich meine Bahn

nicht vor dem Spiegel bleiben
mich einfach umdrehen
die große Wende
du stehst hinter mir

Als Verfasser ist Andreas Knapp angegeben. Ich kenne ihn nicht persönlich, weiß nur, daß er in der Kommunität der kleinen Brüder Jesu in Leipzig-Grünau lebt. Eine Verbindung leuchtet auf zu M., der in den letzten Monaten vor Christians Abschied oft mehrmals wöchentlich bei uns war und beim Archivieren und Abtragen der Papierberge half. Exerzitien auf der Straße hatte er gemacht mit der Frage, wo nach seinem Studium sein Platz sein würde. Danach ging er zu den kleinen Brüdern Jesu nach Leipzig-Grünau um dort einige Zeit mitzuleben. Jetzt ist er im Noviziat – wo auch immer.

Mehr zum Ordensleben im Plattenbau