Besuch von den Teilnehmenden europäischer Bibeldialoge

Europäische Bibeldialoge

Vorgestern haben uns 18 Teilnehmende einer Tagung der europäischen Bibeldialoge besucht. Sie waren aus Polen, Ungarn, Rumänien, Rußland, Litauen und Deutschland angereist um sich mit dem Thema „Alltäglich (G-tt er-)leben aus der Stille“ zu beschäftigen. Die ersten Tage hatten sie im Tagungszentrum der evangelischen Akademie im idyllischen Schwanenwerder am Wannsee verbracht um verschiedene Meditationsformen zu erleben und einzuüben. Nun wollten sie die Naunynstraße als den Ort kennenlernen, an dem die Exerzitien auf der Straße entstanden sind und erste Erfahrungen mit den Straßenexerzitien machen.

So war Kreuzberg für sie ein Kontrastprogramm. Für mich war es eine neue Erfahrung, daß alles simultan in zwei Sprachen (polnisch und englisch) übersetzt wurde. Die Verlangsamung, die damit einher ging, hat uns zusätzlich gut getan. Die TeilnehmerINNEN waren 90 Minuten rund um das Kottbusser Tor und die Naunynstraße unterwegs. Dann trafen wir uns zum Austausch im Kirchenraum von Sankt Michael. Es war wieder sehr bewegend, was in dieser Runde über diese eigentlich so kurze Zeit auf der Straße erzählt wurde.

1953 hat die Union evangelischer Kirchen als Reaktion auf die Teilung Deutschlands die Berliner Bibelwochen (heute „europäische Bibeldialoge“) ins Leben gerufen um Begegnungen zwischen evangelischen Christen aus West und Ost zu ermöglichen.

Mehr zu
Straßenexerzitien
Exerzitien auf der Straße – Leben mit Straßenkontakt
europäische Bibeldialoge (Weblog)
Website Europäische Bibeldialoge
Posting auf dem Blog der „Europäischen Bibeldialoge“

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Bibel tv über Strassenexerzitien

Weil die Strassenexerzitien in unserer WG ihren Ursprung haben, sei auf eine Sendung von Bibel tv  hingewiesen. Dort wird ein Interview mit Christian Herwartz über die Exerzitien auf der Straße ausgestrahlt:

Raus auf die Straße, den Dreck riechen, die Armut schmecken, die Schönheit wahrnehmen – das ist es, was P. Christian Herwartz fasziniert. „Straßenexerzitien“ nennt er sein geistliches Programm. Wie er darauf kam und wie sein Leben als Jesuit in Berlin-Kreuzberg aussieht, verrät er Gespräch mit Wolfgang Severin.

Der Livestream von Bibel tv ist hier.

Sendezeiten:

Der Beitrag ist auch in der Mediathek von Bibel tv und zwar hier.

Das Buch der Straße öffnen

FußsohleLore war die älteste Teilnehmerin bei den Exerzitien auf der Straße, die im Juli in Berlin stattfanden. Sie schreibt im Rückblick:

Der Begriff „Exerzitien“ war für mich besetzt von dem Verständnis eines Erlebens der inneren Hinwendung zu Gott. In den Strassenexerzitien fand ich ein ganz anderes Verständnis: Jesus unter den Menschen und zwischen den Menschen zu erleben. Er, der von sich sagt, dass Er die Strasse ist – „ich bin der Weg…..“ (Joh. 14,6) – Ihm wollte ich in und bei den Menschen begegnen und Seine Sprache verstehen, wenn Er sagt: „kommt her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid.“ (Mat 11,28).

Zum Weiterlesen geht es hier.

Strassenexerzitien

FußsohleDie Exerzitien auf der Straße sind nicht nur in der Wohngemeinschaft Naunynstraße entstanden. Die Naunynstraße ist seitdem auch immer ein Ort gewesen, an dem Einzelne für einige Tage kommen konnten, „auf die Straße gehen konnten“ und dabei durch abendliche Einzelgespräche begleitet wurden. Letzte Woche konnten wir die erste Exerzitantin nach Christians Weggang willkommen heißen. Sie hatte Vorerfahrungen mit anderen Exerzitienformen. Im Rahmen der Sonntagsgespräche von Kloster Nütschau war sie auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden und hatte mit uns Kontakt aufgenommen. Es ist immer wieder neu bewegend, wie schnell die eigenen Lebensthemen bei den Exerzitien auf der Straße präsent werden.

Seit vielen Jahren kommen in der Karwoche junge Frauen nach Berlin, die sich bei den Steyler Missionarinnen auf einen Auslandseinsatz als „Missionarinnen auf Zeit“ vorbereiten. In Berlin kommen sie in dieser Zeit in Kontakt mit verschiedenen Formen von Armut hier im reichen Deutschland. Sie sind in der katholischen Gemeinde Sankt Michael untergebracht, zu der wir eine enge Verbindung haben. Während dieser Zeit machen sie dann einen Tag Exerzitien auf der Straße.  Dieses Jahr wurden sie dabei von Christian und Bewohnerinnen aus der Wohngemeinschaft begleitet.

Magdalena Beier hat im aktuellen MAZ-Rundbrief Nr. 16 beschrieben, was die Impulse und dieser Tag für sie und die Vorbereitungen auf den Auslandseinsatz bedeutet haben und zwar hier (im 2. Drittel des Rundbriefs).

 

Exerzitien auf der Straße als Einzelexerzitien

FußsohleImmer wieder erreichen uns Anfragen, ob auch nach Christians Weggang Exerzitien auf der Straße als Einzelexerzitien in der Naunynstraße möglich sind.

Ja, das Angebot der Straßenexerzitien ist eines unserer Kernanliegen und wird weitergeführt. In der Wohngemeinschaft leben ein Begleiter und eine Begleiterin und auch im Umfeld der Naunynstraße gibt es Begleitende, die bereit sind – sich hier zu engagieren.

Auch weiterhin ist es möglich zeitweise in der Naunynstraße mitzuleben – auch ohne Exerzitien auf der Straße zu machen. Anfragen erreichen uns am besten über eMail: naunyn (at) gmx (dot) de

Mehr zu Straßenexerzitien steht hier (Website)

 

Mehr zuhören statt zu reden …

Rockn RollF und Christian Herwartz im Karmel Plötzensee / Foto: Cornelia Klaebe

… ist ein Artikel in der Osterausgabe 2016 der katholischen Kirchenzeitung „Tag des Herrn“ überschrieben, in dem es um eine Lesung von Christian mit Musikbegleitung von Rockn RollF im Karmel in Berlin-Plötzensee geht. Diese Art von musikalischer Darbietung war sicher einmalig in der Krypta der Kirche, in der normalerweise die Stundengebete der Ordensfrauen stattfinden. Zum Artikel geht es hier. Die Schwestern hatten das Buch „im Alltag der Straße Gottes Spuren suchen“ bereits in den davor liegenden Tagen im Rahmen ihrer Tischlesungen kennengelernt.

Karmel-Kloster Berlin-Plötzensee

Foto: Quelle: Cornelia Klaebe, Mit freundlicher Genehmigung der Kirchenzeitung Tag des Herrn. www.tag-des-herrn.de, Alle Rechte vorbehalten. © St. Benno-Verlag, Leipzig

 

 

Wenn die Straße heiliger Boden wird …

Bild: Andrea Stölzl

Bild: Andrea Stölzl

Die Gemeinschaft in der Naunynstraße ist immer wieder ein Ort für Menschen, die Exerzitien auf der Straße machen wollen. Morgen wird eine Mutter mit zwei Kindern für einige Tage zu uns kommen. Am Karfreitag und Karsamstag begleiten drei von uns zwei Gruppen, die für einen Tag auf die Straße gehen wollen.

Michael Schindler, Pastoralreferent und selbst Begleiter von Exerzitien auf der Straße hat eine Doktorarbeit über „Exerzitien auf der Straße“ verfaßt.  Auf dem feinschwarz-Blog berichtet er  von Erfahrungen mit „Straßenexerzitien“ und den Ergebnissen seiner pastoraltheologischen Forschung: Weiterlesen