Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Februar 2018: Gemeinsamkeit

G E M E I N S A M K E I T

Alle sind willkommen All are welcome
Hoffnung für Frieden Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

zum Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt
am Sonntag den 4. 2. 2018 um 15 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Nach dem Gemeinsamen, was alle Menschen verbindet, suchen wir.
Wir wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle offen ansprechbarer werden lässt. Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – im respektvollen, liebevollen Blick füreinander.

Unsere Antworten wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle eher offen ansprechbarer werden lässt, Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – in respektvollem, liebevollem Blick füreinander.

Was uns alle verbindet ist, dass wir nicht aus eigener Kraft entstanden sind. Dabei müssen wir nicht zu einer Einigung kommen über das Woher und Wohin. Auch die Frage nach den Sinn des Lebens kann für verschiedene Lebenskonzepte oder religiöse Antworten offen bleiben.

Doch wir können über jeden unter uns froh sein, der sich bewusst darauf bezieht, dass wir geschaffen sind. Das führt zu Demut und Dankbarkeit in unserem Verhalten. Wir nähern uns damit der Wirklichkeit an. Ob sich der Einzelne von Wahrscheinlichkeiten oder ein der großen Glaubensrichtungen leiten lässt lassen wir offen.

Wir stellen Fragen. Die Antworten führen zu neuen Fragen. Wir sind auch getrieben von der Sehnsucht nach Sicherheit oder Heimat oder einer umfassend friedenserhaltenden Antwort.
Darin finden wir immer wieder zusammen: Wir Menschen sind wertvoller, als was wir leisten.

Wir stehen hier, um für den Frieden zu beten oder um einander um Frieden zu bitten. Dies kann geschehen in Demut oder Dankbarkeit, in einer gefundenen Offenheit, in Eindeutigkeit der Antwort oder im Suchen:
Sprecht Eure Impulse für ein respektvolles Miteinander aus.
Wir haben Hunger in diesem Geist zu wachsen.

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Einladung zum Interreligiösen Friedensgebet Oktober 2017

Interreligiöses Friedensgebet
in Berlin am 1. Oktober 2017 um 15.00 Uhr
Gendarmenmarkt vor dem Deutschen Dom

Menschenverachtende Abschirmungen
und 15 Jahre Interreligiöses Friedensgebet

Am Beginn des Monats Oktober wollen wir zunächst erinnern an die erste Zusammenkunft des Interreligiösen Friedensgebetes Berlin vor 15 Jahren. Betroffen müssen wir feststellen, daß die Spirale der Gewalt ihre Sogwirkung erst recht entfaltet, seitdem der Widerstand der Friedenswilligen sich betend und sprechend, singend und schweigend erhebt. Die hinter uns liegenden Jahre führten uns zur Solidarität mit der Mahnwache, die sich in diesem Jahr wieder am Tag der Deutschen Einheit aufstellt für Menschen auf der Suche nach dem rettenden Asyl vor dem ehemaligen Abschiebegefängnis auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Wir geben ihnen ein Zeichen der Verbundenheit mit ihrem Verlangen, daß Gerechgtigkeit und Frieden sich ausbreiten.

Wir nähern uns neu der Geschichte der vergangener Jahre, auch den Geschenissen unserer Tage. Indem Menschen zu uns kommen aus ehemaligen europäischen Kolonialländern, erkennen wir zunehmend die schuldhafte Ausbeutung ihrer Reichtümer, die unseren Wohlstand ermöglichen. Die Waren sind uns lieb, die betroffenen Menschen weisen wir drastisch zurück:

Ihre Länder werden zum Gefängnis durch unsere Abschottungspolitik:

– Die Retter von ertrinkenden Menschen im Mittelmeer werden verurteilt
– Diktatoren werden unterstützt, wenn sie fliehende Menschen zurückzuhalten
– Menschen sind genötigt kriminelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um zu
entkommen
– Menschenhandel wird zum vermeintlichen Ausweg, der eigenen Familie
zu helfen
– Erniedrigend ist der aufgewungene Freihandel, der ihre Not verschärft
– Ganze Länder – nicht nur der Kongo – trotz reichhaltiger Rohstoffe verarmen
– Mit Waffenverkäufen in Kriegsgebiete werden wir reicher……und ernten Verlust

Wann gestehen wir ein, daß wir schuldig werden vor Gott und den
Menschen ? Wann erkennen wir die Schutzsuchenden als unsere Geschwister?
Wann verlassen wir die Schleichwege der wachsenden Wirtschaftsgewinne ?

Friedensgebet und Mahnwache helfen uns, dass wir uns vorbehaltlos zu den Notleidenden stellen und mit ihnen in das notwendende Gebet finden. Umgeben von den Stimmen aus den Religionen erwarten wir nicht das Eindringen in eine göttliche komfortable Welt. Dieser religiöse Traum wird von der christlichen Botschaft allerdings durchkreuzt. Diese verlagert Weg Wahrheit und Leben nicht in eine göttliche Komfortzone, sondern solidarisiert unterwegs mit den Notleidenden auf dem Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden und Bewahrung der Schöpfung .

Alle sind willkommen. You all are welcome. Hoffnung für Frieden. Hope
for Peace.
Innehalten. Schweigen. Sprechen. Singen. Beten
Pause for a moment. In silence. Speakinmg. Singing. Praying
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Perspektiven Italiens: Assisi und Florenz

Italienplakat von Luke Sonnenglanz

Unser Mitbewohner Luke Sonnenglanz war einen Monat in Italien unterwegs. Bilder und Texte über diese Reise teilt er am Montag 3. April um 20.00 h bei uns in der Naunynstraße und am Do 4. Mai um 19.45 h im Gemeindezentrum St. Michael, Dresdener Str. 28 (Berlin-Kreuzberg)

DAS SPIELEN IM FRIEDEN – DAS SPIEL MIT DEM FRIEDEN: Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im September

MAHNWACHE UND INTERRELIGIÖSES FRIEDENSGEBET AUF DEM GENDARMENMARKT

SONNTAG, 4. September 2016 um 15:00 Uhr
DAS SPIELEN IM FRIEDEN – DAS SPIEL MIT DEM FRIEDEN

FriedensgebetMenschen spielen.
Wir bewundern die Wahrhaftigkeit und den Ernst des Kleinkindes, das friedlich in sein Spiel versunken ist, ganz ohne Spielregeln.

Wir freuen uns an den Spielen der Erwachsenen, mit oder trotz Spielregeln. Regeln, die dem Bemühen um den Ernstfall dienen. Dieser Ernstfall heißt Frieden. Denn seit dem Beginn der Menschheit hat das Bemühen, Frieden zu erlangen und in einer Welt des Friedens zu leben, nie aufgehört.

Beim Vorbereitungsgespräch erinnerten wir an Stimmen von Menschen aus unserer Stadt, die diesen Ernstfall des Friedens konsequent leben. Im Klang der Worte und im Spiel der Gedanken, die der indische Philosoph und Dichter Tagore in seinem Buch „Sangesopfer“ vor uns ausbreitet, fanden wir uns im Einklang mit diesen Stimmen in unserer Stadt.Hier einige Auszüge, die zu den verschiedensten Lebenssituationen passen und eine Friedensbotschaft beinhalten:

Ein Mensch im fremden Land: Du machtest mich bekannt mit Freunden, die ich nicht kannte.
Ein Heimatloser: Du gabest Heimstatt mir in Häusern, die mir nicht gehörten.
Zuschauer der Olympischen Spiele: Du brachtest das Entfernte nah und machtest aus dem Fremdling einen Bruder.
Befreiung zur Gelassenheit: Unbehagen fasst mich, wenn ich das Obdach lassen soll, an das ich mich gewöhnt.
Beruhigende Gewissheit: Ich weiß, dass das Alte in dem Neuen bleibt.

Der sichtbare Schatz solcher Erfahrungen im leuchtenden Monat August wird bleiben, auch wenn die Schatten der Vergangenheit sich im September über uns legen.
Es beginnt mit dem Datum des Beginns des Zweiten Weltkriegs 1939 und bleibt bis heute in unserem Gedächtnis bewusst als Weltfriedenstag. Auch die Kriege unserer Zeit, die sich der Religionen bemächtigen, verdunkeln nicht die Friedensbotschaft der Friedenswilligen. Sie wird auch in diesem Jahr wieder leuchten in der Langen Nacht der Religionen.

Noch einmal Tagore, der dem Geheimnis der widerständigen Kräfte nachsinnt. Er sinnt den Kampfregeln der Menschen nach, die den Spielregeln des Lebens entgegenstehen und damit den Wert des Friedens und ihren höchsten Wert auf’s Spiel setzen.

Kennt einer DICH, so gibt es Fremdes nicht für ihn,
kein Tor ist ihm verschlossen.
Erhöre mein Gebet, ich möge nie die Seligkeit verlieren,
die aus der Gegenwart des EINEN im Spiel der Vielen fließt.

Das interreligiöse Friedensgebet findet immer am ersten Sonntag im Monat vom 15.00 h bis 16.00 h statt, am Gendarmenmarkt vor dem Deutschen Dom

Zuversichtlich leben: Einladung interreligiösen Friedensgebet im August

Zuversichtlich leben

Mahnwache und Interreligiöses Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt am Sonntag, 7.8.2016 um 15.00 Uhr

Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet.
Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.
Wenn du kraftlos bist und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet.
Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet.
Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet.
Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt,
Gott hört dein Gebet.

(Das Lied kann man hier anhören – Stiftung Marburger Medien, Friedrich-Naumann-Straße 15, 35037 Marburg, Fon 06421/1809-0, Schweiz:TextLive, Ländli, 6315 Oberägeri, Fon 041/ 754 99 10 „Gott hört dein Gebet“ – nach: „He will listen to you“. Originaltext: Mark Heard (deutsch: Christoph Zehendner, 1983 by Bug and Bear Music – mit Genehmigung der Musik-Edition Discoton GmbH, München)

FriedensgebetBei unserem Vorbereitungstreffen hatte ein Teilnehmer den Text des Liedes mitge­bracht. Nun geben wir das Gebet weiter an alle, die aus der Zusage leben, wie sie uns im Buch der Psalmen und Gebete des Volkes Israel und des Judentums mitgegeben ist (Psalm 138, 3):


Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

Davon wollen wir als Vertreter von lebendigen Religionen in unserer Stadt und hier auf dem Gendarmenmarkt berichten und die Menschen dieser Stadt ermutigen:

Die Last der Ereignisse und dunkle Furcht vor finsteren Anschlägen auf Leib und Leben, die Einsicht in eigene Machtlosigkeit, Ängste und Zweifel und das fassungs-lose Entsetzen über die Möglichkeiten der Selbstzerstörung, können uns nicht lähmen. Das Kraftfeld des lebendigen Gottes umgibt uns. Von dort her wird der Geist des Lebens strömen zu denen, die sich der Einladung zum Leben mit Gott in dieser so bedrohlichen Welt anvertrauen. Das ist eine übereinstimmende Erfahrung in allen Religionen, und sie erinnert immer wieder daran, was seit alters her Gewissheit ist:

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft. 

Unser Gebet heute wird zur Fürbitte und zum Zuspruch für die, die sich in die Verantwortung für das Leben und Überleben der Menschen in unserer Welt hinein nehmen lassen:

Wenn ihr Gott anruft, so erhört er euch und gibt eurer Seele große Kraft.  

Samstagsfrühstück und Bibliolog

blühende Buchstaben

blühende Buchstaben

In den letzten Wochen kam mehrmals von BesucherINNEN die Frage, ob es nicht einmal im Monat nach dem Samstagsfrühstück ein Bibliolog-Angebot und einmal monatlich Straßenexerzitien geben könnte.

Wir greifen das gerne auf und laden am Sa. 9. Juli um 14.00 h zum Bibliolog ein. Es wird um das Thema Barmherzigkeit gehen.

Wer Lust hat, kann gerne dazu kommen: Zum Frühstück allein, zum Bibliolog allein oder zu beidem.
Leider ist die Klingelanlage derzeit defekt. Hoffentlich ändert sich das bis Samstag. Ansonsten versuchen wir die Haustür offen zu halten.
Notfalls: Telefon 030 / 614 92 51.
Zum Weiterlesen:
Bibliolog in Berlin

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Juli

Gewinner des Lebens

FriedensgebetMahnwache und Interreligiöses Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt am
Sonntag 3. Juli 2016 um 15.00 Uhr

Wir erleben es in diesen Tagen. Der grüne Rasen des Spielfeldes wird verwandelt zum zertretenen Boden eines Kampfplatzes. Wer kann als Gewinner darauf stehen, wer muß als Verlierer davon gehen? Die Entscheidung kann auch erst am Ende fallen. Wenn Gewinn oder Verlust auf der Kippe stehen, ist es Fünf vor Zwölf – die Zahl heißt ELF – und es entscheidet der Schuss aus elf Meter Entfernung.

Die Arena kocht, Spielgesinnung kippt um in Kampfstimmung um stolze Gewinner oder gedemütigte Verlierer. Weltweit gilt diese Kampfspielregel auch als Lebensregel.

Redet man darum vom ‚Fußball-Gott‘ und bezeichnet die globale Leidenschaft als eine Art von Welt-Religion? Haben sich denn die Religionen bisher so präsentiert, als wollten sie in den Kämpfen des Lebens als Gewinner und Verlierer erscheinen? – Im Namen eines siegreichen Gottes, der für den Erfolgreichen auf dem Platz ist? Wie kann der zeitnahe Kampfgeist als der Geist unserer Zeit, mit dem Gott der Religionen verwechselt werden?

Wir geben unsere Fragen weiter und bedachten bei der Vorbereitung: Der Kampf um ein erfolgreiches Dasein darf nicht zur Religion werden – sondern Religion verstehen wir als leidenschaftliches Dasein für Andere. Meister können sich die nennen, die sich entscheiden zum Dasein für Andere.

Zu dieser Einsicht kamen wir im Gespräch mit denen, die die Religion von ihren Ursprüngen her verstehen, ihre Religionen in verschiedenen Formen leben und dabei zur Erkenntnis kommen: Es ist Gottes Lebensgeist, der unter den Menschen – ohne Unterscheidung von Gewinnern und Verlierern – als Lebenskraft unter allen wirkt. So leben es die gläubigen Muslime im Fastenmonat Ramadan; so hören wir es aus den Ur-Religionen Indiens auf umkämpftem Adivasiland. Deren Felder und Äcker sind ein Kampfplatz der Mächtigen um Gewinne und Verluste. Die dort wohnen und arbeiten bangen nur noch um ihr Überleben. Für die indigenen Völker ist es Fünf vor Zwölf. Sie kennen das abgekartete Spiel, dessen eiskalte Regeln in den Zentren der Mächtigen als heilig gelten wie die Gebote einer Religion.

Die Leidenschaft des Religiösen hingegen entzündet sich an der Heiligen Gabe des Lebens. Sie glüht in jedem Menschen. als unbesiegbare Hoffnung. Darüber schreibt zuversichtlich Jacinta Kerketta – eine Lyrik-Preisträgerin unter denen, die ihr Leben nicht als Verlierer oder Gewinner beurteilen lassen:

In der Stadt / schwelt die Glut vor sich hin. / Am Ende wird sie zur Asche /
Im Dorf wird die Glut / von dem einen zum anderen Herd weitergegeben. /
Am Ende in allen Herdstätten flammt Feuer auf.

Religion heißt Hoffnung. Ehrung erfährt der Beginner und Vollender der Religion
im Miteinander seiner Geschöpfe – als gelingendes Leben.