Nacht der offenen Kirchen

Am Pfingstsonntag findet in Berlin wieder die Nacht der offenen Kirchen statt. Auch in Sankt Michael wird es ein Angebot geben. Die beiden Bibliologe werden den Zusammenhang zwischen dem jüdischen Wochen-fest Schawuot und dem Pfingstfest erschließen. An Schawuot feiern Juden die Gabe der Torah am Sinai.

Licht bricht auf – aufbrechen im Licht
Wir laden ein, sich vom Spiel der Farben des Lichtkreuzes von Ludger Hinse und den Themen des Abends bewegen zu lassen.
19.30 Uhr Meditative Stille und lyrische Texte unter dem Lichtkreuz
20.00 Uhr Bibliolog zu einem neutestamentlichen Pfingstzeugnis
20.45 Uhr Meditative Stille und pfingstliche Gesänge
21.30 Uhr Bibliolog zum Buch Ruth
22.00 Uhr Meditative Stille und lyrische Texte unter dem Lichtkreuz
22.30 Uhr Pfingstliches Nachtgebet

kath. Gemeinde St. Michael
Waldemarstraße 8 /Ecke Dresdner Straße
Kreuzberg, 10999Berlin
Anfahrt: 

U8 Moritzplatz; Bus M29 Oranienplatz

geöffnet ab 19:30
Einige Fotos vom Lichtkreuz gibt es hier.
Das Gesamtprogramm der Nacht der offenen Kirchen ist hier.
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Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Mai 2018: Hineinwachsen

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin
auf dem Gendarmenmarkt

Sonntag, 6. Mai 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Hineinwachsen

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Wir wachsen in diese Welt hinein, wenn wir aufwachsen. Eine friedliche Welt mit Menschen, die einander begegnen und die Würde der und des anderen erkennen und achten, die wünschen wir uns. Wie kann die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen, gegenüber anders denkender, anders aussehender, anders geprägter Menschen erlernt werden? Am besten geht das wohl als Kind. In einer Lebensphase, in der alle Begegnung als gut und gegeben wahrgenommen wird. Was wir sehen, so ist es. Hinterfragt und reflektiert, oder bewusst ein anderer Weg eingeschlagen wird erst nach den ersten prägenden Erfahrungen.

Doch jedes Kind wird von einer Vielzahl von Menschen in der Entwicklung seines Welt-
und Menschenbildes beeinflusst. Die Beeinflussung findet mal bewusst, mal unbewusst statt. In jedem Fall sind wir alle verantwortlich da, wo wir Vorbild sind, wo wir Haltung
zeigen, wo wir direkt oder indirekt an den Erfahrungen und Entwicklungen von jungen
Menschen beteiligt sind.

Wenn wir wünschen, dass die Welt sich zu einer friedlicheren Welt hin entwickelt, in der die Menschen einander als Menschen sehen, sind wir also gefragt. Wir, die wir erwachsen, bereits in diese Welt hineingewachsen sind. Da sind wir gefragt, bewusst die Veränderung zu sein, die wir sehen wollen. Bewusst an uns zu arbeiten und im Austausch mit anderen Menschen zu stehen, die das Weltbild von Kindern mitprägen, hin zu der gewünschten Offenheit, wo wir Menschen als Menschen begegnen mit einem echten Interesse am anderen Individuum. Manchmal ist wahrnehmen, mit Liebe antworten und begleiten gefragt. Manchmal ist Interesse wecken und leiten notwendig. Wenn wir sensibel sind mit der Liebe zum Menschen und mit der Wahrnehmung zum Göttlichen im Menschen leben und im Miteinander entstehen lassen, sind wir auf einem guten Weg.

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet März 2018: Hoffnung

Alle sind willkommen All are welcome –
Hoffnung für Frieden Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

 

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Sonntag 4. 3. 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Hoffnung auf einen neuen Anfang

In den blühenden Städten des Nahen und Mittleren Osten erheben sich Berge aus Schutt und Asche. Darunter sind Menschen verschüttet und mit ihnen starb die Hoff-nung auf einen neuen Anfang. Die Friedenskräfte Europas setzten sich ein – gegen die Fortsetzung alter Kriege und für den Beginn einer neuen Friedensordnung in den arabi-schen Ländern. Wir sind als Interreligiöses Friedensgebet Berlin und Mahnwache seit dem Jahr 2002 aufgestanden gegen den Krieg der Völker.

Die heutigen verschütteten Kulturstätten in Nahost wecken die Erinnerungen an die damaligen Schuttberge der europäischen Städte nach 1945. Unter ihnen sind hier wie dort begraben Hoffnungsträger und Erneuerer, die uns heute fehlen. Hierzulande fehl-ten sie, um den siegreichen Militärs zu widerstehen, die das Trauma von heißen
Weltkriegen in die Wünsche um den Sieg im Kalten Krieg verhüllten mit Ideologien der Ver-ängstigung und Geschäften mit todbringenden Waffen.

Das Ergebnis waren eine Mauer aus Beton und ein Vorhang aus Atomraketen.
Aber es blieb – Gott sei Dank – ein Zwischenergebnis, denn die Friedenbotschaft der Religionen, mit ihnen der biblische Prophet Amos, erstarkten in jenen Jahren: ‚Schwer-ter zu Pflugscharen!‘ hieß die Losung. Diese spirituelle Kraft regte sich in unserem ver-storbenen Mitbeter Reinhard Schaenke. Sein Name ist verbunden mit dem Inter- religiösen Friedensgebet Berlin von Anfang an. Die Erinnerung an ihn lebt. Seine Mitstreiter ehren seine Mahnung zur Achtsamkeit für alle, die sich zu Wort melden im Eintreten für die Suche nach Frieden, der höher ist als Vernunft und Unvernunft der Menschen.

Auf diesem Wege ermutigen uns einmal mehr der Ökumenische Weltgebetstag der Frauen und der Internationale Frauentag. Denken und Handeln machen die friedens- willigen Menschen glaubwürdig. Darum vermeiden wir als Friedensgebet und Mahn-wache eine Agitation mit hochfliegenden Sprüchen ‚Nie wieder Krieg‘ oder ‚Die Waffen nieder‘.

Hingegen bekennen, dass wir vom erlösenden Wort nicht gefunden werden, solange wir uns der dröhnenden Propaganda nicht verschließen. Deshalb bitten wir um Beistand beim aufrichtenden Gebet am Anfang dieses Monats.

Wir beten nicht um Partei für eine der Parteien bei der drohenden Völkerschlacht in Nahost. Wir laden ein zum Gebet für einen Völkerfrieden, der als erstrebenswertes Ziel durch die Religionen der Welt mitbedacht, erbetet und praktiziert wird. Um dazu ermutigt und angeleitet zu werden, helfe uns Gott und Mitmensch.

Nachgerufen: interreligiös engagiert – ohne Religionszugehörigkeit

Reinhard Schaenke gehörte mit Christian Herwartz (SJ), Mohammed Herzog, Klaus Mertes (SJ), Dhiraj Roy und anderen 2002 zu den Initiatoren des monatlich auf dem Gendarmenmarkt stattfindenden interreligiösen Friedensgebets. Solange die Vorbereitungstreffen bei uns in der Naunynstraße stattfanden, habe ich ihn bei diesem Anlaß gesehen. Manchmal hat er uns auch in der Wohngemeinschaft besucht. Am 29. Januar ist er verstorben. Er hat sich als „nicht religionszugehörig“ definiert. Klaus Mertes schreibt an ihn:

„Ich erinnere mich an unsere Begegnung in Berlin beim interreligiösen Gebet. Du hast von Anfang an dazugehört und hast es mit angestoßen. Du warst einer, der sich nicht als religionszugehörig verstand und trotzdem zu den Treuesten der Treuen gehörte, wenn wir uns einmal im Monat am Gendarmenmarkt getroffen haben. An diese Gebetsgemeinschaft werde ich mich immer erinnern.

 

Dadurch, dass Du Dich als nicht religionszugehörig beschrieben hast, warst Du für mich auch eine Herausforderung. Die Herausforderung hat mich zum Nachdenken gebracht und weitergeführt. Auf der einen Seite ist die Sehnsucht und der Wunsch nach Zugehörigkeit ein tiefer Wunsch, den wohl alle Menschen verspüren, ob es nun die Zugehörigkeit zur einer Familie, einer Gruppe, einer Gesinnungsgemeinschaft, einem Kollegium oder was auch immer ist. Aber gerade im Falle der Religion kann wie im Falle der Nation und bei anderen Zusammenschlüssen von Menschen die Zugehörigkeit eine ausgrenzende Rückseite bekommen und hat sie auch oft genug erhalten. Vielleicht ist das sogar unvermeidlich. Ich habe deswegen Deine Selbstbeschreibung als religiös nicht-zugehörig immer auch verstanden als Widerstand und Widerspruch gegen ausgrenzende Zugehörigkeit bzw. gegen die ausgrenzende Seite von Zugehörigkeit. Gerade dadurch hast Du eben dazugehört. Und so hast Du mir auch geholfen, meinerseits Grenzen der Zugehörigkeit zu überschreiten, gerade auch mit den Freunden und Freundinnen des interreligiösen Gebetes in Berlin.“

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Februar 2018: Gemeinsamkeit

G E M E I N S A M K E I T

Alle sind willkommen All are welcome
Hoffnung für Frieden Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

zum Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt
am Sonntag den 4. 2. 2018 um 15 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Nach dem Gemeinsamen, was alle Menschen verbindet, suchen wir.
Wir wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle offen ansprechbarer werden lässt. Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – im respektvollen, liebevollen Blick füreinander.

Unsere Antworten wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle eher offen ansprechbarer werden lässt, Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – in respektvollem, liebevollem Blick füreinander.

Was uns alle verbindet ist, dass wir nicht aus eigener Kraft entstanden sind. Dabei müssen wir nicht zu einer Einigung kommen über das Woher und Wohin. Auch die Frage nach den Sinn des Lebens kann für verschiedene Lebenskonzepte oder religiöse Antworten offen bleiben.

Doch wir können über jeden unter uns froh sein, der sich bewusst darauf bezieht, dass wir geschaffen sind. Das führt zu Demut und Dankbarkeit in unserem Verhalten. Wir nähern uns damit der Wirklichkeit an. Ob sich der Einzelne von Wahrscheinlichkeiten oder ein der großen Glaubensrichtungen leiten lässt lassen wir offen.

Wir stellen Fragen. Die Antworten führen zu neuen Fragen. Wir sind auch getrieben von der Sehnsucht nach Sicherheit oder Heimat oder einer umfassend friedenserhaltenden Antwort.
Darin finden wir immer wieder zusammen: Wir Menschen sind wertvoller, als was wir leisten.

Wir stehen hier, um für den Frieden zu beten oder um einander um Frieden zu bitten. Dies kann geschehen in Demut oder Dankbarkeit, in einer gefundenen Offenheit, in Eindeutigkeit der Antwort oder im Suchen:
Sprecht Eure Impulse für ein respektvolles Miteinander aus.
Wir haben Hunger in diesem Geist zu wachsen.

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Januar 2018

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin
auf dem Gendarmenmarkt

Sonntag 7.1.2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Erneut ein Jahr des Friedens beginnen

Mitten in schwierigen friedlosen Zeiten nach den Zeichen der Verständigung zu suchen, ist ein erster Schritt auf dem Weg zum Frieden. Sich zu den Suchenden zu stellen oder von ihren Impulsen zu erzählen, ist dann ein zweiter Schritt. Im Mai 2002 beteiligten wir uns als Interreligiöses Friedensgebet am Rand der Groß-Demo in Berlin für den Erhalt des Friedens im Irak. Gleichzeitig landete Präsident Busch. Er suchte Verbündete für seinen geplanten Krieg. Als er begann, beteten wir mit unseren unterschiedlichen Gottesvorstellungen und vielfältigen Idealen weiter, jeweils am ersten Sonntag jeden Monats um 15 Uhr auf dem Gendarmenmarkt.

Die vielfältigen Gefährdungen des Friedens durch innere und äußere gesellschaftliche Konflikte brachten wir an diesem Ort immer wieder im Gebet zur Sprache. Unser Stellplatz ist für Suchende und Hinhörende offen, die Friedenssehnsucht aufzunehmen und mit Gesängen aus ihrer religiösen Tradition zu bekräftigen.

Auch Menschen außerhalb der großen religiösen Traditionen regten wir hier an, das Verlangen nach Frieden mit eigenen Worten auszudrücken. Wenn wir die vorhandenen Unterschiede unter uns zulassen, dann leben wir in „betender Aufmerksamkeit“ und bereiten friedenswillig der Mitmenschlichkeit einen offenen Raum. Einschlägige Untersuchungen belegen: Religiöse Menschen verhalten sich Fremden gegenüber auffällig tolerant, weil sie sich mit Menschen aus anderen Religionen verwandt fühlen. Sie sind sich nahe durch eine innere Suche und stehen, wenn Spott geäußert wird, zu den entdeckten Wahrheiten.

Auch in schwierigen Zeiten suchen wir 2018 nach Möglichkeiten der Verständigung, ermutigen uns gegenseitig auf allen Wegen zum Frieden und laden ein, sich an welchem Ort auch immer, innerlich mit uns auf den Gendarmenmarkt zu stellen.

lebendiger Adventskalender auch bei uns

In diesem Jahr gibt es erstmals im neuen pastoralen Raum Berlin-Mitte einen lebendigen Adventskalender. Jeden Tag gibt es eine Einladung zu einem Angebot. Wir sind drei Mal dabei: Zweimal sind wir mit dem Samstagsfrühstück dabei und am Montag den 18. Dezember um 19.00 h laden wir in den Gemeindesaal von Sankt Michael ein zum Bibliolog über „Tochter Zion freue dich“ aus dem Buch Sacharja und singen mit Trompetenbegleitung Adventslieder.

Lebendiger Adventskalender 2017 im pastoralen Raum Mitte

Das Buch des Propheten Sacharja kennen Sie nicht? Kennen Sie doch, wenigstens diesen einen Vers:

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9) Wir laden ein zum Bibliolog über diese Stelle, aus der eines der bekanntesten Adventslieder entstand, dazu Adventslieder mit Trompete (Ort: Waldemar Straße 8-10 / Ecke Dresdner Straße).

Der Kalender als Liste ist hier.