interreligiöses Friedensgebet im Februar 2019: GAST-OFFEN Wohnen

Alle sind willkommen                                                       All are welcome
Hoffnung für Frieden                                                       Hope for Peace
innehalten, schweigen,                                        pause for a moment, in silence
sprechen, singen, beten                                           speaking, singing, praying

Die Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin lädt ein auf dem Gendarmenmarkt
SONNTAG, 3. FEBRUAR 2019 UM 15:00 UHR (NäHE DEUTSCHER DOM)

  GAST-OFFEN WOHNEN

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Der Himmel wird wahrnehmbar heller. Das christliche Abendland benannte den 2. Februar zum Lichttag und feiert ihn als Mariens Lichtmess. Wohl alle mit uns wohnenden Menschen feiern auf je ihre Weise das aufsteigende Licht. Dabei entdecken wir unseren gemeinsamen Weg, denn es ist Licht für den Weg, der uns vom Himmel gewiesen ist. So bezeugen es die Religionen, die aus ihrem erleuchteten Wissen mit ihrer Botschaft bekennen: Wir Menschen sind Pilger auf Erden. Auf der Erde sind nicht nur unsere Wege angelegt, sondern die Erde ist auch wohnlich eingerichtet und ausgestattet. Wir sind darauf gewiesen, dass wir das Klima, die Nahrung und auch den Wohnraum miteinander teilen. Dabei wird uns die Einsicht zuteil, dass wir aufeinander angewiesen und einander zugewiesen sind. Wir nehmen einander an als Menschen, die pilgern und einander Gastfreundschaft gewähren – eine Gemein-schaft der Erwartungsvollen – unterwegs.

Doch wie steht es um die Gastbereitschaft in unseren Städten? Was sagen darüber jene Menschen auf der Straße ohne behördliche Anmeldung, die in Last- oder Bau-Wagen schlafen, abgewiesen sind und abgeschoben werden sollen? Abgetan? Einer von ihnen erfror am 1. Januar in der Winternacht. Aber es gibt sie, die Initiativen wie Notunter-künfte, Kältebusse und eine große Zahl unbekannter Helfer. Sie alle leben und verwirklichen diese Gast- und Hilfsbereitschaft.

Aber leider ist „Wohnrecht für Alle“ vielerorts zu einem bloßen Schlagwort verkommen. Denn es widerspricht der Gastbereitschaft einer Stadt, wenn immer mehr Wohnungen so aufwendig saniert werden, dass die bisherigen Bewohner ihren vertrauten Lebens-bereich verlassen müssen, um den Wenigen Platz zu machen, die sich diesen Luxus leisten können.

Der vieldeutige Hinweis, dass im Himmel viele Wohnungen sind, regt an zur Einübung von Gastfreundlichkeit auf Erden. Gastfreundschaft ist ein Ausdruck jener Freiheit, mit der die Pilger den Friedensgruß auf ihre Pilgerstation bringen. Sie gehört zu der Vorfreu-de, wie sie weltweit von Hindus an ihren Pilgerorten besungen wird. Mit ihnen erfahren wir uns als Geschwister der Erwartung. So werden unsere Wohnungen zu solchen Orten des Friedens, zu denen wir die Wegbegleiter auf Händen tragen möchten und manchmal auch ertragen lernen.

Alle, die auf diesen Frieden hin pilgern, folgen wohl auch dem Gott, der mit seinem Volk zu der bleibenden Stadt pilgerte. Diese Vision ist lebendig, wenn wir Licht und Leben feiern. Wir sind unterwegs ohne bleibende Statt und entdecken die Wahrheit dieser Gemeinsamkeit mitten im bewegten Leben. Das Licht auf dem Weg des Le-bens leuchtet um uns und in uns.

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Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Januar 2019: Das erneuernde Leben

Alle sind willkommen All are welcome
Hoffnung für Frieden Hope for Peace

innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten pause for a
moment, in silence, speaking, singing, praying

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Sonntag, 6. Januar 2019 um 15:00 Uhr (beim Deutschen Dom)

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

DAS ERNEUERNDE LEBEN

Das neue Jahr gleicht einem neugeborenen Kind. Achtsamkeit mit dieser heiligen Gabe und Sorgfalt mit der uns aufs neue geschenkten kostbaren Zeit ergänzen einander, damit daraus ein gelingendes Fest des Lebens wird. Dies hat wieder am Neujahrstag begonnen und leuchtet über den ersten Tag des neuen Jahres hinaus zum heutigen Tag, der vielerorts von Sternsingern begrüßt wird. Es ist ein für die Weltreligionen erhellender Tag. Drei suchende Könige, Abgesandte der Kontinente, haben ein richtungsweisendes Licht entdeckt. Es verharrt nicht als Spektakel am Himmel, sondern weist auf ein allemal spektakuläres Ereignis, ein Neugeborenes.

Jede Religion deutet den Ursprung des Lebens mit anderen Bildern. Besonders in diesen festlichen Tagen können wir lernen, die  verschiedenen Deutungen nicht als etwas Trennendes zu erleben, sondern uns an dieser Vielfalt zu erfreuen und uns durch gemein-sames Gebet inspirieren lassen. Eine neue Wahrnehmung der Wirklichkeit wird uns geschenkt, in der eine Ahnung von dem Frieden aufschimmert, der unter allen Menschen möglich ist.

Solche Gemeinschaft, wie sie auch im interreligiösen Friedensgebet entsteht und ausstrahlt, ist zerbrechlich und daher schutzbedürftig inmitten der vielfältigen Auseinandersetzungen und Anfechtungen. Nun aber wissen wir um das Geschenk der Sehnsucht, die den Verstand und alle Sinne durchdringt. Da werden die Denksysteme durchlässig und die Erscheinungsformen der Religion transparent. Miteinander empfangen wir einen neuen Zugang zum Geheimnis der heiligen Gabe des Lebens, die
unsere Lust zum gemeinsamen Handeln für den weltweiten Frieden auch im Jahr 2019 beflügeln wird.

Gewaltfreie Kommunikation vor und an Weihnachten – und auch sonst

GFK im Dezember

Das letzte Treffen der offenen Übungsgruppe in Kreuzberg in diesem Jahr findet am Mi 12. Dezember statt. Tom schreibt:

Kennt ihr das, wenn in den dunklen Tagen des Jahres und besonders während der Feiertage (z. B. bei Treffen mit der Familie), unser Augenmerk oft gerade auf DIE Eigenschaften unseres Gegenübers fällt, die uns seit längerem stören? Wie können wir uns friedfertig und gut verständlich machen, sowohl beim Zuhören als auch beim Mitteilen in solchen Situationen?

Umgang mit “alten Kamellen” im Allgemeinen ist unser Thema für unser letztes Treffen der offenen Übungsgruppen für Gewaltfreie Kommunikation in diesem Jahr, am Mittwoch, den 12. 12.

Wir treffen uns zum Üben jeweils 19 – 21 Uhr (ankommen ab 18:50):

— In Kreuzberg jeden 2. Mittwoch im Monat, also am 12. Dezember 2018
Gemeinderäume der St. Michael Gemeinde
Dresdener Str. 28, 10999 Berlin*
Stock, GANZ am Ende des laaaaangen Gangs, vorletzte Tür rechts

OFFENE Gruppe, d. h. jeder Abend ist in sich abgeschlossen.
Regelmäßige Teilnahme oder Vorkenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation
sind NICHT Bedingung zur Teilnahme — allerdings hilfreich!  😀

Für wen bringt das was?
Für alle die möchten, dass sie
— auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig und in Kontakt miteinander bleiben,
— besser verstehen und verstanden werden,
— besser zuhören und ihnen auch besser zugehört wird (mit mehr gegenseitiger Wertschätzung, Authentizität, Empathie, Verständnis)
— mehr Verbindung und Kooperation in ihren nahen (oder nicht so nahen) Beziehungen pflegen und diese ehrlicher, lebendiger und nährender gestalten,
— ihre Chancen auf Befriedigung ihrer Bedürfnisse ganz allgemein verbessern,

Zum Weiterlesen: Gewaltfreie Kommunikation – eine Einführung

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Dezember: Menschenrechte

Alle sind willkommen
All are welcome
Hoffnung für Frieden
Hope for Peace

innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin

auf dem Hausvogteiplatz
Sonntag, 2. Dezember 2018 um 15:00 Uhr

Menschenrechte

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Am 10. Dezember jährt sich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zum 70. Mal, verkündet durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen.

Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
In der Präambel wird erläutert, warum es notwendig ist, die Menschenrechte „als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“ in den Raum zu stellen. Denn ohne sie ist es in der Geschichte der Menschheit immer wieder „zu Akten der Barbarei“ gekommen. Menschen verschiedener Religionen sind dabei nicht unschuldig. Dies vor allem, wenn eine religiöse Enge auf den eigenen Glauben fokussiert sich gegen anders glaubende und ihr Leben anders gestaltende Menschen richtet.

Dass ein Recht auf freie Ausübung der Religion Teil der Menschenrechte ist, ist gut und wichtig. Dazu gehört auch das Recht auf Wechsel von Religion oder Weltanschauung. Der Grund, warum wir die Menschenrechte in den Mittelpunkt unseres Gebets stellen wollen, ist aber ein anderer: Was sie vor allem auszeichnet, ist die Bedingungslosigkeit: Durch Geburt als Mensch gelten die Grundsätze für uns alle. Es braucht aber neben der Anerkennung von Rechten auch die Umsetzung, die mit Pflichten einhergeht. So, wie das Gebet nicht reicht, wenn sich nicht im Tun das Gebetsanliegen wiederfindet.

Wir beten um die Gültigkeit und Erreichung des Ideals, dass allen Menschen Ihre grundlegenden Rechte zugänglich gemacht und sie ihr Leben menschenwürdig leben können. Außerdem möchten wir die Brüderlichkeit erweitern zur Geschwisterlichkeit und das Wort Rasse ersetzt wissen um den Begriff Ethnie. Jede Zeit hat ihr Wissen und ihre Worte – um die Menschenrechte zeitlos werden zu lassen, brauchen sie Gerechtigkeit und Frieden auch in der Wortwahl.

Gedenktage im November – interreligiöses Friedensgebet

Alle sind willkommen
All are welcome
Hoffnung für Frieden
Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying
Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Sonntag, 4. November 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

GEDENKTAGE IM NOVEMBER

Sie laden uns zur Besinnung ein, auf Vergangenes, Gegenwärtiges und Erwartetes.
Drei grundsätzliche Fragen helfen dabei, unseren Lebensweg zu gestalten:

* WOHER KOMMEN WIR?
Aus der Fülle der ‚runden‘ Gedenktage im November 2018 ragt das Ende des Ersten Welt-krieges vor 100 Jahren hervor. Rund daran ist wohl nur die Zahl Null.
Alles andere ist weder rund noch richtig, sondern nicht abgeschlossen und rissig.
Aber wir sehen auch einen hoffnungsvollen Aufbruch in eine Gesellschaftsordnung ohne die Doppelherrschaft von Staatsdiktat und Religionsmacht, von Kaiser und Kirche.

* WO BEFINDEN WIR UNS?
In unserer Gesprächsrunde war ein Gast aus Kabinda, der uns das Schicksal seines Landes und Kontinents nach dem ersten Weltkrieg vergegenwärtigte.
Mit Verwunderung und Abscheu sahen wir auf die Leiden der Menschen in den Kolonien.
Gewissenslos ließen die Regierungen des abendländisch-atlantischen, also vorrangig christ- lichen Kulturkreises, schwarze Menschen auf unterschiedlichen Schlachtfeldern vernichten.
Sie bluten im Strudel der heutigen Wirtschaft weiter aus.
Unser afrikanischer Gast wies auch auf die religiöse Verblendung hin,
die im November 1938 zur Ermordung der Juden durch die faschistische Diktatur führte.

* WOHIN GEHEN WIR?
Dem Unrecht und der Gewalt treten wir im Interreligiösen Friedensgebet mit der Hoffnung auf einsichtige Umkehr und wirkliche Erneuerung entgegen.
Wir hören mit dem Gast von dem verweigerten Recht auf Selbstbestimmung in seinem Land. Mit ihm und seinem Volk stehen wir zwischen den imperialistischen Interessen und dem nationalen Rückzug aus der weltweiten Gemeinschaft aller Menschen.

Ihr Mächtigen in Wirtschaft und Politik lasst Euch leiten von Ehrfurcht und Liebe!
Ihr Religionen öffnet eure Häuser für die Gebete der Friedensdekade 2018!
Darum bitten wir!/

Jazz-Balade-Konzert am Mittwoch mit Noriko

Band „Love ain’t just Yesterday“

Die letzten beiden Weihnachts-abende hat Noriko uns mit ihren musikalischen Improvisationen zu biblischen Texten bereichert. Einige kennen sie von den Wohnzimmer-Konzerten bei uns. Am nächsten Mittwoch, 24. Oktober lädt sie zu einem Jazz-Balade-Konzert ein und zwar um 20.00 Uhr in die Neue Nachbarschaft in Berlin-Moabit in der Beusselstrasse 26. Eintritt frei – Spenden willkommen

GFK-Übungsgruppe: emotionale Intelligenz

 

Herzliche Einladung zur monatlichen offenen Übungsgruppe gewaltfreie Kommunikation

Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich

Mi 10. Oktober 2018

von 19.00 h bis 21.00 h (Achtung: geänderte Anfangszeit)

Offene Übungsgruppe für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) in Kreuzberg
(immer am 2. Mittwoch im Monat)
Ort: Gemeinderäume der St. Michael Gemeinde, Dresdener Str. 28, 10999 Berlin.