Mosaic und Feiertage von drei Religionen

Am Dienstag war der letzte Tag des muslimischen Zuckerfestes, am Donnerstagabend beginnt das jüdische Wochenfest Schawuot und am Sonntag feiern Christen das Pfingstfest. Deshalb haben wir beim Kommunitätsabend, dem wöchentlichen Treffen unserer Gemeinschaft, den Film „Mosaic“ miteinander gesehen. Es ist eine filmische Collage – eine Art Filmmeditation: Bilder von Moscheen und Synagogen aus sechs Ländern mit Musik von Künstlern und Künstlerinnen aus den jeweiligen Kulturen unterlegt mit Instrumenten aus dem jeweiligen kulturellen Kontext bestehend aus tausenden Detailaufnahmen: Eine Symphonie von Bildern, Klängen, Licht, Bewegung …

Die Künstlerin Debora Philipps hat für diesen Film Usbekistan, die Türkei, Ägypten, den Iran, Marokko und Andalusien bereist und ist in über 6000 Detailaufnahmen den Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Gegensätzen von Moscheen und Synagogen nachgegangen. Da beide Religionen figurative Abbildungen nicht erlauben, haben sich die Künstler bei der Ausgestaltung auf botanische, kalligraphische und geometrische Muster konzentriert.

Wer – wie wir – in diesem Gesamtkunstwerk schwelgen will, kann seit kurzem den Film auch im Internet ansehen und zwar hier. 

 

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Mit Maria Magdalena in die Karwoche

Filmplakat 

Einige Bewohner/innen und Freunde der WG hatten sich zum Kinobesuch verabredet. Wir waren überrascht, daß der Film bereits eine Viertelstunde vor Beginn – und das an einem Montagnachmittag – ausverkauft war. Einige machten sich dann auf den Weg in ein anderes Kino.

Es war ein sehr beeindruckender, ruhiger Film, in dem Vieles durch Mimik und kleine Gesten ausgedrückt wird.  Noch nie habe ich in einem Jesus-Film die Auferweckung des Lazarus dargestellt gesehen. Der Rezensent der NZZ schreibt:
Diesem Film geht es um Haltung, nicht um Gesten. Man könnte auch von einer Liebeserklärung an die Spiritualität sprechen. Indem das Werk immer wieder auf Schweige- und Dialogszenen zwischen Maria und Jesus fokussiert, die im Übrigen an keiner Stelle in einer amourösen Beziehung dargestellt werden, legt es seinen Schwerpunkt auf das Reifen des Glaubens, auf den meditativen Prozess.“ Mehr dazu hier oder in der stärker theologisch ausgerichteten Filmkritik vom  feinschwarz.net.