Abschied von Schwester Elija

So alle zwei Jahre etwa kommt eine Novizin der Franziskanerinnen aus Siessen zur Kommunität in Berlin-Kreuzberg. Sie soll dort das Leben außerhalb des Mutterhauses in einem kleinen Konvent kennenlernen und mitgestalten. Außerdem lebt sie auch auf der Fazenda Gut Neuhof und der Fazenda Gut Riewend mit – einem Ort an dem Sucht-mittelabhängige nach dem Entzug ein Jahr leben und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln. Sie sind als Drogentherapie-Einrichtungen anerkannt. Meist kommen Menschen, die schon mehrere andere Versuche clean zu werden hinter sich haben. Die Fazendas da Esperanza (Höfe der Hoffnung) sind 1979 im Süden Brasilien entstanden: Inzwischen gibt es in 125 Orten auf der ganzen Welt Fazenda-Höfe.

Schwester Elija durften wir während ihres Mitlebens in Berlin kennenlernen, in der letzten Phase vor den Gelübden Mitte September. Wir hatten einige schöne Begegnungen und Gespräche mit ihr. So kam es, daß sie ihren Abschiedsabend in unserer Gemeinschaft feierte mit einem leckeren Essen vom Chefkoch. Als krönenden Abschluß gab es die Herz-Torte auf dem Bild. Und bevor weitere Nachfragen kommen: Der Chefkoch ist nicht ins Konditorenhandwerk eingestiegen …

Zum Weiterlesen:
Fazendas da Esperanza (Höfe der Hoffnung)
Website Kloster Siessen

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Feste feiern … wie sie fallen: Franziskusfest und Sukkot

… und im Moment fallen einige Fest- und Feiertage an, weil wir aus und mit unterschiedlichen religiösen Traditionen leben. Gestern hatte unser Mitbewohner Franz Namenstag und wurde reichlich gefeiert mit Glückwünschen, Geschenken, Kuchen. Von einer Kindergartenkindergruppe wurde er in die Mitte genommen, bekam ein Herbstlied gesungen mit einem Tanz. Das absolute Highlight war ein Anruf von Schwester Ingrid. Am Abend waren wir bei den Franziskanerinnen um die Ecke zu einer Messe und anschließendem Essen zu Ehren des Ordensgründers und aller Namenstagskinder eingeladen.

Dach einer Laubhütte

Wegen des am gleichen Abend beginnenden Laubhüttenfestes (Sukkot) mußte ich etwas früher gehen um rechtzeitig zum G-ttesdienst, zum Essen und Beisammensein in der Synagoge zu kommen.

Infos zum Laubhüttenfest sind hier.

Abschied von Schwester Ingrid

Am Weissen Sonntag (23. April) war die Michaelskirche gefüllt bis auf den letzten Platz. Viele Menschen waren gekommen um sich von Schwester Ingrid zu verabschieden, die nach 22 Jahren in Berlin in das Mutterhaus ihres Klosters in Siessen zurückgeht. Für viele Menschen – auch in unserer Wohngemeinschaft – war sie eine wichtige Ansprechpartnerin, hat – wo immer sie konnte – mit Rat und Tat weitergeholfen und für viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Anliegen gebetet.  Es war ein fröhlicher und feierlicher Gottesdienst, eine Art Erntedank, der mit einem selbst gedichteten Lied auf Schwester Ingrid abschloß. Anschließend war noch Zeit zum Zusammensein mit reichhaltigen kulinarischen Köstlichkeiten bis der Reisesegen gegeben wurde. Auf der Homepage vom Kloster Siessen kann man einige Fotos von diesem Tag sehen.

Zum Weiterlesen:
Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

Schwester Ingrid und das i-Tüpfele (mit Karrikatur von Rockn Rollf)
Profess-Jubiläum von Schwester Ingrid

Fürbitte am Montag der Karwoche

Zwei Straßen weiter leben Franziskanerinnen von Siessen in einer Stadtkommunität, die zu unseren wichtigen Unterstützerinnen gehören. Sie halten morgens ihr Stundengebet mit dem (benediktinischen) Antiphonale aus Münsterschwarzach.

Heute gab es eine – in meinen Ohren – besondere Fürbitte. Vermutlich deswegen ist sie mir den ganzen Tag im Gedächtnis geblieben:

Gib Deiner Kirche die Kraft von Macht und Ansehen zu lassen