still: Karsamstag

Karsamstag: still. Stiller als sonst. Durch Corona. Kollektiver Karsamstag. Wie lange noch?

Palmsonntag und Fußwaschung

Die Sankt Michaelskirche in Kreuzberg ist ein guter Ort. Die Franziskanerinnen haben mit viel Kreativität unterschiedliche Meditationsorte im Kirchenraum gestaltet. Man kann schauen, wo es einen hinzieht. Die Kirche ist zum stillen Gebet geöffnet. Links ist der Einzug nach Jerusalem mit bunten Tüchern und Palmzweigen gestaltet. Vom Altar ein rotes Tuch mit einem Wasserkrug und einer Schüssel. Die Fußwaschung.

 

 

 

leidender Jesus

Der leidende Jesus mit seinen Wunden und seiner Gebrochenheit ist mit einem violetten Tuch umhüllt. Steine können abgelegt werden, die für die eigenen Schmerzen und Belastungen stehen.

Im Hintergrund an der Wand: die Kreuzwegstationen. An jeder hängt ein Stück Stoff mit einem Gedanken.

 

 

 

 

Zum Weiterlesen:
Karsamstag – wie uns die Zeiten ändern

 

 

 

Gründonnerstag – Erinnerung an L.

Vor drei Wochen bei Schwester Ingrid in Siessen: Wir sitzen zusammen und sie erzählt aus den 22 Jahren in Berlin. Darunter ein Erlebnis, das mir seitdem immer wieder nach-geht und zum Gründonnerstag paßt, nämlich von L. Ich habe ihn noch kennengelernt. Inzwischen ist er verstorben an seiner schweren Drogenabhängigkeit und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen. Wenn er nach Sankt Michael in die Sonntags-messe kam, dann suchte er die Nähe von Schwester Ingrid.

Einmal als der Priester während der Eucharistiefeier die Hostie hob, schrie L. laut: Judas, das Schwein hat dich verraten. Der Priester hob den Kelch, und L. schrie: Und auch ich bin so ein Schwein.