Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Juni 2018: Lebenszeichen

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin
auf dem Gendarmenmarkt

Sonntag, 3. Juni 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Lebenszeichen

Am Beginn des Monats Juni schon erfüllt die hochsommerliche Feststimmung und heiße Festlaune unsere Stadt Berlin. Die Religionen feiern ihre so beliebten Feste auf ihren
Höfen unter schattigen Bäumen. Mit Gästen – versteht sich – denn gerade Gäste sind Teil der Menschheitsfamilie – vielleicht entdecken sie sich als Geschwister in der Familie Gottes, wenn sie gemeinsam die Festfreude erleben am Ende des Ramadan oder beim Johannisfeuer und zur Sommersonnenwende?

Vielfältig sind die Einladungen zu den Festen. An vorgerückter Stelle sind Licht und Leben – Essen und Trinken – Lebensfreude und Lebenshilfe. Die Botschaft vom Wachsen und Werden hat uns erreicht. Die Religionen dieser Stadt tragen insgesamt dazu bei, dass wir eintreten ins volle Leben. Das geschieht durch die Schlüsselworte ihrer Botschaften. Wir erleben es in diesen Tagen. Aber wir erfahren auch dieses: Unter den Gästen unserer Sommerfeste befinden sich auch diejenigen, die vom vollen Leben ausgeschlossen sind. Sie sind unter uns als Opfer und Zeugen der dunklen und lebenszerstörenden Kräfte. Sie kommen als Schutzsuchende zu uns. Ein neuer Klang in der traditionellen Feststimmung weckt die Aufmerksamkeit für Stimmen der Verfolgten und Bedrängten. Und dann hören wir deren Aufatmen und sehen die wiederkehrende Hoffnung in ihren Gesichtern. Das Seufzen derer, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, steht unter der Verheißung: ‚…denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.‘

Unter diesem Licht zeigen wir unsere Verbundenheit mit denen, die an Geist und Seele wachsen und werden. Darauf hat der in der Weltgeschichte geachtete Prophet Johannes, genannt der Täufer, hingewiesen. Einem alten Brauch folgend, brennen und glühen deshalb am Johannistag an den Seen und in unseren Parks die Johannisfeuer.
Wachsame Frauen und Männer feiern in den Sommerfesten ihrer Gemeinschaften also nicht den Übergang aus dem längsten Tag in eine romantische Nacht, sondern die wiederkehrende Hoffnung und bleibende Gewissheit:

Das schöpferische Licht in unserer Welt wird nicht abnehmen. Das Feuer der Liebe wird nicht verlöschen. Die Wärme der Barmherzigkeit wird nicht erkalten. Dieses Wissen und Glauben und Verstehen verbindet angesichts aller dunklen Drohkulissen erst recht die Familie der Kinder Gottes. Sie findet sich zusammen bei abnehmendem und zunehmen-dem Licht in allen Religionen. Das ist das Zeugnis des Lebens der Menschheitsfamilie.

Advertisements

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Mai 2018: Hineinwachsen

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin
auf dem Gendarmenmarkt

Sonntag, 6. Mai 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Hineinwachsen

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Wir wachsen in diese Welt hinein, wenn wir aufwachsen. Eine friedliche Welt mit Menschen, die einander begegnen und die Würde der und des anderen erkennen und achten, die wünschen wir uns. Wie kann die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen, gegenüber anders denkender, anders aussehender, anders geprägter Menschen erlernt werden? Am besten geht das wohl als Kind. In einer Lebensphase, in der alle Begegnung als gut und gegeben wahrgenommen wird. Was wir sehen, so ist es. Hinterfragt und reflektiert, oder bewusst ein anderer Weg eingeschlagen wird erst nach den ersten prägenden Erfahrungen.

Doch jedes Kind wird von einer Vielzahl von Menschen in der Entwicklung seines Welt-
und Menschenbildes beeinflusst. Die Beeinflussung findet mal bewusst, mal unbewusst statt. In jedem Fall sind wir alle verantwortlich da, wo wir Vorbild sind, wo wir Haltung
zeigen, wo wir direkt oder indirekt an den Erfahrungen und Entwicklungen von jungen
Menschen beteiligt sind.

Wenn wir wünschen, dass die Welt sich zu einer friedlicheren Welt hin entwickelt, in der die Menschen einander als Menschen sehen, sind wir also gefragt. Wir, die wir erwachsen, bereits in diese Welt hineingewachsen sind. Da sind wir gefragt, bewusst die Veränderung zu sein, die wir sehen wollen. Bewusst an uns zu arbeiten und im Austausch mit anderen Menschen zu stehen, die das Weltbild von Kindern mitprägen, hin zu der gewünschten Offenheit, wo wir Menschen als Menschen begegnen mit einem echten Interesse am anderen Individuum. Manchmal ist wahrnehmen, mit Liebe antworten und begleiten gefragt. Manchmal ist Interesse wecken und leiten notwendig. Wenn wir sensibel sind mit der Liebe zum Menschen und mit der Wahrnehmung zum Göttlichen im Menschen leben und im Miteinander entstehen lassen, sind wir auf einem guten Weg.

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet März 2018: Hoffnung

Alle sind willkommen All are welcome –
Hoffnung für Frieden Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

 

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin auf dem Gendarmenmarkt
Sonntag 4. 3. 2018 um 15:00 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

Hoffnung auf einen neuen Anfang

In den blühenden Städten des Nahen und Mittleren Osten erheben sich Berge aus Schutt und Asche. Darunter sind Menschen verschüttet und mit ihnen starb die Hoff-nung auf einen neuen Anfang. Die Friedenskräfte Europas setzten sich ein – gegen die Fortsetzung alter Kriege und für den Beginn einer neuen Friedensordnung in den arabi-schen Ländern. Wir sind als Interreligiöses Friedensgebet Berlin und Mahnwache seit dem Jahr 2002 aufgestanden gegen den Krieg der Völker.

Die heutigen verschütteten Kulturstätten in Nahost wecken die Erinnerungen an die damaligen Schuttberge der europäischen Städte nach 1945. Unter ihnen sind hier wie dort begraben Hoffnungsträger und Erneuerer, die uns heute fehlen. Hierzulande fehl-ten sie, um den siegreichen Militärs zu widerstehen, die das Trauma von heißen
Weltkriegen in die Wünsche um den Sieg im Kalten Krieg verhüllten mit Ideologien der Ver-ängstigung und Geschäften mit todbringenden Waffen.

Das Ergebnis waren eine Mauer aus Beton und ein Vorhang aus Atomraketen.
Aber es blieb – Gott sei Dank – ein Zwischenergebnis, denn die Friedenbotschaft der Religionen, mit ihnen der biblische Prophet Amos, erstarkten in jenen Jahren: ‚Schwer-ter zu Pflugscharen!‘ hieß die Losung. Diese spirituelle Kraft regte sich in unserem ver-storbenen Mitbeter Reinhard Schaenke. Sein Name ist verbunden mit dem Inter- religiösen Friedensgebet Berlin von Anfang an. Die Erinnerung an ihn lebt. Seine Mitstreiter ehren seine Mahnung zur Achtsamkeit für alle, die sich zu Wort melden im Eintreten für die Suche nach Frieden, der höher ist als Vernunft und Unvernunft der Menschen.

Auf diesem Wege ermutigen uns einmal mehr der Ökumenische Weltgebetstag der Frauen und der Internationale Frauentag. Denken und Handeln machen die friedens- willigen Menschen glaubwürdig. Darum vermeiden wir als Friedensgebet und Mahn-wache eine Agitation mit hochfliegenden Sprüchen ‚Nie wieder Krieg‘ oder ‚Die Waffen nieder‘.

Hingegen bekennen, dass wir vom erlösenden Wort nicht gefunden werden, solange wir uns der dröhnenden Propaganda nicht verschließen. Deshalb bitten wir um Beistand beim aufrichtenden Gebet am Anfang dieses Monats.

Wir beten nicht um Partei für eine der Parteien bei der drohenden Völkerschlacht in Nahost. Wir laden ein zum Gebet für einen Völkerfrieden, der als erstrebenswertes Ziel durch die Religionen der Welt mitbedacht, erbetet und praktiziert wird. Um dazu ermutigt und angeleitet zu werden, helfe uns Gott und Mitmensch.

Nachgerufen: interreligiös engagiert – ohne Religionszugehörigkeit

Reinhard Schaenke gehörte mit Christian Herwartz (SJ), Mohammed Herzog, Klaus Mertes (SJ), Dhiraj Roy und anderen 2002 zu den Initiatoren des monatlich auf dem Gendarmenmarkt stattfindenden interreligiösen Friedensgebets. Solange die Vorbereitungstreffen bei uns in der Naunynstraße stattfanden, habe ich ihn bei diesem Anlaß gesehen. Manchmal hat er uns auch in der Wohngemeinschaft besucht. Am 29. Januar ist er verstorben. Er hat sich als „nicht religionszugehörig“ definiert. Klaus Mertes schreibt an ihn:

„Ich erinnere mich an unsere Begegnung in Berlin beim interreligiösen Gebet. Du hast von Anfang an dazugehört und hast es mit angestoßen. Du warst einer, der sich nicht als religionszugehörig verstand und trotzdem zu den Treuesten der Treuen gehörte, wenn wir uns einmal im Monat am Gendarmenmarkt getroffen haben. An diese Gebetsgemeinschaft werde ich mich immer erinnern.

 

Dadurch, dass Du Dich als nicht religionszugehörig beschrieben hast, warst Du für mich auch eine Herausforderung. Die Herausforderung hat mich zum Nachdenken gebracht und weitergeführt. Auf der einen Seite ist die Sehnsucht und der Wunsch nach Zugehörigkeit ein tiefer Wunsch, den wohl alle Menschen verspüren, ob es nun die Zugehörigkeit zur einer Familie, einer Gruppe, einer Gesinnungsgemeinschaft, einem Kollegium oder was auch immer ist. Aber gerade im Falle der Religion kann wie im Falle der Nation und bei anderen Zusammenschlüssen von Menschen die Zugehörigkeit eine ausgrenzende Rückseite bekommen und hat sie auch oft genug erhalten. Vielleicht ist das sogar unvermeidlich. Ich habe deswegen Deine Selbstbeschreibung als religiös nicht-zugehörig immer auch verstanden als Widerstand und Widerspruch gegen ausgrenzende Zugehörigkeit bzw. gegen die ausgrenzende Seite von Zugehörigkeit. Gerade dadurch hast Du eben dazugehört. Und so hast Du mir auch geholfen, meinerseits Grenzen der Zugehörigkeit zu überschreiten, gerade auch mit den Freunden und Freundinnen des interreligiösen Gebetes in Berlin.“

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet Februar 2018: Gemeinsamkeit

G E M E I N S A M K E I T

Alle sind willkommen All are welcome
Hoffnung für Frieden Hope for Peace
innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

zum Friedensgebet auf dem Gendarmenmarkt
am Sonntag den 4. 2. 2018 um 15 Uhr (Nähe Deutscher Dom)

interreligiöses Friedensgebet (Foto: Krüger)

Nach dem Gemeinsamen, was alle Menschen verbindet, suchen wir.
Wir wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle offen ansprechbarer werden lässt. Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – im respektvollen, liebevollen Blick füreinander.

Unsere Antworten wollen anregen, eigenständig weiter zu suchen. Wo bin ich eingeladen, selbst auf die Suche zu gehen nach dem, was uns alle eher offen ansprechbarer werden lässt, Menschen so zu begegnen, dass über trennende Verschiedenheiten hinweg das Gemeinsame zu sehen ist – in respektvollem, liebevollem Blick füreinander.

Was uns alle verbindet ist, dass wir nicht aus eigener Kraft entstanden sind. Dabei müssen wir nicht zu einer Einigung kommen über das Woher und Wohin. Auch die Frage nach den Sinn des Lebens kann für verschiedene Lebenskonzepte oder religiöse Antworten offen bleiben.

Doch wir können über jeden unter uns froh sein, der sich bewusst darauf bezieht, dass wir geschaffen sind. Das führt zu Demut und Dankbarkeit in unserem Verhalten. Wir nähern uns damit der Wirklichkeit an. Ob sich der Einzelne von Wahrscheinlichkeiten oder ein der großen Glaubensrichtungen leiten lässt lassen wir offen.

Wir stellen Fragen. Die Antworten führen zu neuen Fragen. Wir sind auch getrieben von der Sehnsucht nach Sicherheit oder Heimat oder einer umfassend friedenserhaltenden Antwort.
Darin finden wir immer wieder zusammen: Wir Menschen sind wertvoller, als was wir leisten.

Wir stehen hier, um für den Frieden zu beten oder um einander um Frieden zu bitten. Dies kann geschehen in Demut oder Dankbarkeit, in einer gefundenen Offenheit, in Eindeutigkeit der Antwort oder im Suchen:
Sprecht Eure Impulse für ein respektvolles Miteinander aus.
Wir haben Hunger in diesem Geist zu wachsen.

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im Dezember 2017

Alle sind willkommen
All are welcome
Hoffnung für Frieden
Hope for Peace

innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten
pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

Gruppe Interreligiöses Friedensgebet Berlin

auf dem Hausvogteiplatz
3. 12. 2017 vom 15.00 h bis 16.00 h

Ein Frieden für alle

Im Anschluss an das Jahr der Barmherzigkeit (2016) ruft die katholische Kirche in diesem Jahr erstmalig den „Welttag der Armen“ aus. Zwei Wochen vor dem 1. Advent, also am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres soll auf den König der Armen hinge-wiesen werden, der mit dem Fest Christkönig geehrt wird. Sein Fest wurde 1925 nach den Gräueltaten des Weltkrieges eingeführt. Die Machthaber Europas sollten an ihre Verantwortung für den Frieden erinnert werden.

Am Ende des Jahres der Barmherzigkeit lud Papst Franziskus 1000 Strafgefangene aus
Italien und am Sonntag darauf 4500 Obdachlose aus Europa nach Rom ein und sagte ihnen: „Ihr seid nicht der Rand sondern die Mitte der Kirche. Durch Euch müssen wir den Weg der Liebe lernen.“ Mit dieser Deutung des Festes erinnert er an die Verantwortung aller, sich von der schöpferischen Liebe des Ursprungs anstecken zu lassen, die sich besonders gegenüber den Ausgegrenzten beweisen soll. Und er zeigt allen ihre Würde, sich selbst an der Gestaltung der Welt mit zu beteiligen.

Auch der Berliner Bischof setzt am 19. 11. ein Zeichen und sagt: „Liebt nicht mit Worten,
sondern in Taten.“ Der Mitzvah Day fällt dieses Jahr auf dasselbe Datum: Zusammen mit dem jüdischen Geschäftsführer bediente der Bischof an diesem Tag die Gäste der
Suppenküche.

Wohl alle Religionen kennen die Pflicht, dem Frieden schöpferisch zu dienen. Der Friede
für alle Menschen hört auf die Notleidenden und ist solidarisch mit ihnen. An ihnen „geht heute nicht vorbei“. Mit diesem Slogan weist der Malteser Hilfsdienst uns auf die Menschen hin, die auf unsere Hilfe warten, da sie darauf angewiesen sind. Wir sind
ja alle ihre Geschwister (www.geh-heute-nicht-vorbei.de).

Dieser Friede des Ursprungs unserer Welt schenkt neues Leben. Auf vielfältige Weise leben religiöse Menschen mit dieser Hoffnung.

 

Einladung zum interreligiösen Friedensgebet im November 2017

Alle sind willkommen All are welcome Hoffnung für Frieden Hope for Peace

innehalten, schweigen, sprechen, singen, beten

pause for a moment, in silence, speaking, singing, praying

Interreligiöses Friedensgebet Berlin 5. 11. 2017

Gendarmenmarkt 15 Uhr beim Deutschen Dom

Wir kommen her – wir gehen hin

Im November ist die Gruppe Interreligiöses Friedensgebet weder
herbstmüde oder gar winter-schläfrig. Vielmehr wurde im
Vorbereiungsgespräch nachgedacht über die Horizonte, die uns der
vorangegangene Monat Oktober eröffnet hat:

In der Mitte des Monats beim Höhepunkt und Abschluss der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wurde mit unserer Beteiligung vor dem Pavillon der Kulturen sinnbildlich dargestellt, wie unsere Zeit durch die Dynamik der Welt-religionen bewegt wird. Sollte man sich so nicht wieder einfinden und hineinfragen, um sich dem Ursprung
der Bewegung zu nähern? Wir nehmen diese Anregung mit als Botschaft für den Monat November.

Wir haben Ende Oktober die Botschaft der Kirchen gehört, die für einen neuen Aufbruch mit den Erkenntnissen der Reformation vor 500 Jahren einladen. Können die Weltreligionen diese Botschaft aus dem Christentum auch neu hören – als Aufbruch in ein Leben in Vielfalt der Gotteserfahrungen? So könnte ein Erwachen folgen unter dem Horizont einer globalen Erneuerung. Wir nehmen dies mit als Botschaft für den
Monat November.

Im Oktober erinnerten sich die Menschen weltweit der ‚Großen Sozialistischen Oktober-Revolution“ in Russland vor 100 Jahren. Damals war die Welt müde geworden, sich länger an religiösen Vertröstungen zu orientieren. Heute fragen wir eher skeptisch, welche Geister durch Revolutionen geweckt werden?! Wir nehmen dies mit als Anregung für den November mit seinen umstürzenden Ereignissen.

Während sich der Monat November über unsere Stadt breitet, weiten sich auch die Horizonte für unsere Gebete hin zu den Menschen, die auf eine grundlegende Veränderung und Erneuerung der Verhältnisse hoffen – teils mit revolutionärer Ungeduld und teils mit hingebungsvoll – tätiger Hoffnung. Sie erwarten mit den Menschen guten Willens, dass wahr werde, was allen verheißen ist: Ein neuer Himmel und eine neue
Erde, darauf Gerechtigkeit wohnt für die Flüchtenden und Bleibenden, für Widerständige und Aufbegehrende – und die Ermüdeten.

Wo immer dies geschieht – das Interreligiöse Friedensgebet will für diese Mahnwache sein.