still: Karsamstag

Karsamstag: still. Stiller als sonst. Durch Corona. Kollektiver Karsamstag. Wie lange noch?

Palmsonntag und Fußwaschung

Die Sankt Michaelskirche in Kreuzberg ist ein guter Ort. Die Franziskanerinnen haben mit viel Kreativität unterschiedliche Meditationsorte im Kirchenraum gestaltet. Man kann schauen, wo es einen hinzieht. Die Kirche ist zum stillen Gebet geöffnet. Links ist der Einzug nach Jerusalem mit bunten Tüchern und Palmzweigen gestaltet. Vom Altar ein rotes Tuch mit einem Wasserkrug und einer Schüssel. Die Fußwaschung.

 

 

 

leidender Jesus

Der leidende Jesus mit seinen Wunden und seiner Gebrochenheit ist mit einem violetten Tuch umhüllt. Steine können abgelegt werden, die für die eigenen Schmerzen und Belastungen stehen.

Im Hintergrund an der Wand: die Kreuzwegstationen. An jeder hängt ein Stück Stoff mit einem Gedanken.

 

 

 

 

Zum Weiterlesen:
Karsamstag – wie uns die Zeiten ändern

 

 

 

Mit Maria Magdalena in die Karwoche

Filmplakat 

Einige Bewohner/innen und Freunde der WG hatten sich zum Kinobesuch verabredet. Wir waren überrascht, daß der Film bereits eine Viertelstunde vor Beginn – und das an einem Montagnachmittag – ausverkauft war. Einige machten sich dann auf den Weg in ein anderes Kino.

Es war ein sehr beeindruckender, ruhiger Film, in dem Vieles durch Mimik und kleine Gesten ausgedrückt wird.  Noch nie habe ich in einem Jesus-Film die Auferweckung des Lazarus dargestellt gesehen. Der Rezensent der NZZ schreibt:
Diesem Film geht es um Haltung, nicht um Gesten. Man könnte auch von einer Liebeserklärung an die Spiritualität sprechen. Indem das Werk immer wieder auf Schweige- und Dialogszenen zwischen Maria und Jesus fokussiert, die im Übrigen an keiner Stelle in einer amourösen Beziehung dargestellt werden, legt es seinen Schwerpunkt auf das Reifen des Glaubens, auf den meditativen Prozess.“ Mehr dazu hier oder in der stärker theologisch ausgerichteten Filmkritik vom  feinschwarz.net.

 

Fürbitte am Montag der Karwoche

Zwei Straßen weiter leben Franziskanerinnen von Siessen in einer Stadtkommunität, die zu unseren wichtigen Unterstützerinnen gehören. Sie halten morgens ihr Stundengebet mit dem (benediktinischen) Antiphonale aus Münsterschwarzach.

Heute gab es eine – in meinen Ohren – besondere Fürbitte. Vermutlich deswegen ist sie mir den ganzen Tag im Gedächtnis geblieben:

Gib Deiner Kirche die Kraft von Macht und Ansehen zu lassen