Kloster Siessen: danke für 22 Jahre

Beim Morgengebet erzählte Schwester Annette, daß sie mit Schwester Ingrid telefoniert hat, denn heute auf den Tag genau sind es 22 Jahre, daß es die Kommunität in Berlin gibt. Wir sind dankbar dafür: Für die große Unterstützung in so vielen Situationen und in den unterschiedlichen Bereichen. Ich kann mir die WG Naunynstraße gar nicht vorstellen ohne die Hilfe von Schwester Ingrid, Schwester Annette und jetzt auch Schwester Rita – sei es durch die Tafel, praktische Hilfen, Gespräche mit den unterschiedlichen Bewohnern …  Hier ist die Website der Kommunität Kreuzberg. 

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Schwester Ingrid und das i-Tüpfele

i-Tüpfele

Im April hat sich Schwester Ingrid nach über 20 Jahren aus der Kommunität der Franziskanerinnen von Siessen aus Kreuzberg verabschiedet. Sie war eine unserer wichtigsten Unterstützerinnen und ist es noch immer im Gebet.

Nun hat sie nach einer Urlaubszeit eine neue Aufgabe im Mutterhaus in Siessen übernommen. Sie betreibt den neu eröffneten Klosterladen i-Tüpfele und ist Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Kloster. Wir wünschen ihr aus der Ferne viel Freude mit und an ihrer neuen Aufgabe. Die Schwäbische Zeitung hat zur Eröffnung einen sehr lesenswerten Artikel veröffentlicht – besonders sehenswert das Foto von Schwester Ingrid wie sie liebt und lebt in „ihrem“ Klosterladen und zwar hier.

Abschied von Schwester Ingrid

 

Am Weissen Sonntag (23. April) war die Michaelskirche gefüllt bis auf den letzten Platz. Viele Menschen waren gekommen um sich von Schwester Ingrid zu verabschieden, die nach 22 Jahren in Berlin in das Mutterhaus ihres Klosters in Siessen zurückgeht. Für viele Menschen – auch in unserer Wohngemeinschaft – war sie eine wichtige Ansprechpartnerin, hat – wo immer sie konnte – mit Rat und Tat weitergeholfen und für viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Anliegen gebetet.  Es war ein fröhlicher und feierlicher Gottesdienst, eine Art Erntedank, der mit einem selbst gedichteten Lied auf Schwester Ingrid abschloß. Anschließend war noch Zeit zum Zusammensein mit reichhaltigen kulinarischen Köstlichkeiten bis der Reisesegen gegeben wurde. Auf der Homepage vom Kloster Siessen kann man einige Fotos von diesem Tag sehen.

Zum Weiterlesen:
Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

 

Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

naunyn-tisch 05Vor einiger Zeit erzählte Schwester Ingrid von der Kreuzberger Kommunität der Franziskanerinnen aus Siessen, daß die Generaloberin Schwester Anna-Franziska dieses Wochenende in Berlin sein wird. Als diese dann überraschend mit Schwester Elsbeth zu unserem gut besuchten Samstagsfrühstück kommt, gibt es ein großes Hallo. Eine Generaloberin hat man schließlich nicht alle Tage am Frühstückstisch. Und so wurde vor allem von unseren männlichen Gästen die Gelegenheit reichlich genutzt, Fragen rund um das Ordensleben zu stellen: Wie viele Mitglieder in wie vielen Gemeinschaften der Orden hat (über 350), ob die Ordenstracht Pflicht oder freiwillig ist (Pflicht), wann man sie bekommt (während des ersten Noviziatsjahres), wie lange es zu den ewigen Gelübden dauert (nach der zeitlichen Profeß am Ende des Noviziats noch fünf Jahre), was die Schwestern tun und wovon sie leben …

Dabei wurde deutlich, daß unsere Frühstücksgäste kein Blatt vor den Mund nehmen. W. wollte wissen, wie die Generaloberin das Buch von Veronika Peters findet – kannte sie nicht (es geht dabei um eine Frau, die nach 12 Jahren Ordensleben das Benediktinerinnenkloster verläßt). Ja, das gäbe es bei ihnen auch, meinte die Generaloberin. W. hackt nach, ob es dann für die, die geht „eine Apanage gibt“. Eine Apanage nicht, aber es gibt Hilfen für den Neuanfang: Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche… Jetzt will es J. ganz genau wissen: Ob es „auch bei Ihnen Schwierigkeiten mit den Finanzen gegeben hat“. Schwester Anna-Franziska begreift nicht gleich, was er meint. „Na, bei den Franziskanern – die haben doch Geld verzockt an der Börse. Und jetzt ist der Orden pleite und die Franziskaner sind wieder arm“. Schwester Anna-Franziska versteht, macht eine wegwerfende Handbewegung und kommentiert: „Ach – M-ä-n-n-e-r“ und der ganze Tisch, der interessiert und gespannt zugehört hat, bricht in Lachen aus.

Bernd aus der Lüneburger Heide war wieder da (wieder mit großem Käsepaket), um „Euch nach dem Weggang von Christian zu zeigen, daß ihr mir weiterhin wichtig seid“, was uns freut. Einige waren neu da, und andere fanden nach längerer Zeit wieder einmal den Weg in die Naunynstraße.