offene Übungsgruppe gewaltfreie Kommunikation

Nach dem Einführungsabend über gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg wurde der Wunsch nach einer offenen Übungsgruppe von verschiedenen Teilnehmern geäußert. An Beispielen aus dem Alltag wollen wir ausprobieren, wie gewaltfreie Kommunikation aussehen kann.

Offene Übungsgruppe heißt: Jede/r kann dazu kommen unabhängig von vorhandenen Vorkenntnissen. Man muß sich auch nicht zu regelmäßiger Teilnahme verpflichten. Jeder Abend wird in sich abgeschlossen sein. Wir treffen uns immer am 2. Mittwoch des Monats, zum ersten Mal am 13. September von 18.30 bis 20.30, wobei die Uhrzeit noch verhandelbar ist. Eine Anmeldung ist erforderlich und zwar bis zu 24 Stunden vor dem Treffen an MailEinfachTom@gmail.com

Wir treffen uns in den Gemeinderäumen von Sankt Michael, Dresdener Str. 28, 10999 Berlin. Einen einführenden Text über gewaltfreie Kommunikation gibt es in der Rubrik „zu Bedenken“ unter dem Headerfoto. Die offene Übeungsgruppe findet in Zusammenarbeit mit Pax Christi und Sankt Michael statt.

Jeder Abend wird verschiedene Elemente enthalten:

Einlass ist 15 Minuten vorher. Wir fangen pünktlich 18:30 mit einer kleinen Kontemplation oder Meditation zum „Ankommen und Sammeln“ an; wer zu spät kommt, wartet solange unten, bis wir damit durch sind (etwa 10-15 Min.).

Dann kurzes „Blitzlicht“, wo jeder in ein paar Sätzen sagen KANN, was in ihm an diesem Abend lebendig ist.

Wir werden uns eins der einzelnen Elemente der Gewaltfreien Kommunikation näher ansehen und probieren es eventuell aus (z. B. „Bedürfnisse“ — was sind sie, wozu dienen sie, wie gehen wir damit um?).

Wenn vorhanden, sende ich dazu an die, die an dem jeweiligen Abend teilnehmen, zusätzliches Material. Wer will, kann sich zu dem anstehenden Thema dann schon einmal Gedanken machen. Zusätzlich sind natürlich alle herzlich eingeladen, mir Material vorzuschlagen, das sie selbst als förderlich ansehen.

Wir gehen eine oder mehrere praktische Situationen aus unserem Leben einzeln durch (nur von den Leuten, die dies wünschen!), und schauen, wie wir damit gewaltfrei umgehen könnten.
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Abschied von Schwester Ingrid

 

Am Weissen Sonntag (23. April) war die Michaelskirche gefüllt bis auf den letzten Platz. Viele Menschen waren gekommen um sich von Schwester Ingrid zu verabschieden, die nach 22 Jahren in Berlin in das Mutterhaus ihres Klosters in Siessen zurückgeht. Für viele Menschen – auch in unserer Wohngemeinschaft – war sie eine wichtige Ansprechpartnerin, hat – wo immer sie konnte – mit Rat und Tat weitergeholfen und für viele Menschen mit ihren unterschiedlichen Anliegen gebetet.  Es war ein fröhlicher und feierlicher Gottesdienst, eine Art Erntedank, der mit einem selbst gedichteten Lied auf Schwester Ingrid abschloß. Anschließend war noch Zeit zum Zusammensein mit reichhaltigen kulinarischen Köstlichkeiten bis der Reisesegen gegeben wurde. Auf der Homepage vom Kloster Siessen kann man einige Fotos von diesem Tag sehen.

Zum Weiterlesen:
Samstagsfrühstück mit Besuch aus Siessen

 

Exerzitien im Alltag in der Fastenzeit 2017

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Auch dieses Jahr gibt es während der Fastenzeit wieder Exerzitien im Alltag. Wir beginnen am Donnerstag, den 9. März 2017 in den Gemeinderäumen von
St. Michael, Waldemarstr. 8-10 (U Kottbusser Tor) anbieten werden. Sie sind eine Möglichkeit, der Fastenzeit einen besonderen Akzent zu geben und zur
Ruhe bei Gott zu finden.
Unser Thema, auch mit Blick auf das Reformationsgedenken der ev. Kirche,
heißt „Der Gnade Gottes begegnen“. Wir wollen uns in fünf Wochen der
Fastenzeit von diesem Gedanken berühren und von der Gnade Gottes
beschenken lassen und durch ihre Kraft im Glauben wachsen. So kann die
Fastenzeit zu einer Gnadenzeit werden. Wir treffen uns jeden Donnerstag Abend um 19.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr.
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Das 1. Treffen beinhaltet neben Informationen auch schon den Start in die
gemeinsame Zeit mit Impuls und Meditation. Nach diesem Zusammensein
sollte entschieden werden, ob man dabei bleibt. Für die Folgetreffen
(16.3. / 23.3 / 30.3. / 6.4.; ggf. 20.4.) wünschen wir uns eine möglichst verbindliche
Teilnahme. Eine Anmeldung benötigen wir nicht.

Weihnachten und Chanukka

… fallen dieses Jahr zusammen: Viel Licht in der Dunkelheit. Den Weihnachtsabend haben wir mit vielen Gästen gefeiert: Bekannten und (noch) Unbekannten von nah und fern. Franz hat wieder ein sehr leckeres Essen zubereitet. Herzlichen Dank auch für die Grüße, die uns aus ganz unterschiedlichen Ecken erreicht haben.

Die Krippe aus Simbabwe haben wir bereits am Tag vorher aufgebaut. Manche kennen sie schon von der Bibliologmeditation letztes Jahr:

Dieses Jahr haben wir mit einem Bibliolog die Verkündigung des Engels an Maria neu entdeckt. Ein besonderes Highlight waren die Musikimprovisationen zur Weihnachtsgeschichte mit Kontrabaß und Shakuhashi, einer japanischen Flöte.

Als die meisten Bewohner und Gäste schon zu den Weihnachtsgottesdiensten aufgebrochen waren, besuchte uns noch Christian und erzählte von seinen letzten Reisestationen.

Jeden Abend zünden wir am Chanukka-Leuchter, der im Wohnzimmerfenster steht, eine Kerze mehr an:

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

 

Armutskonferenz in Kreuzberg

Foto: C. Boisseree

Foto: C. Boisseree

Die Pfarrei Sankt Michael, in deren Nachbarschaft sich unsere Gemeinschaft befindet, ist die kleinste und finanziell ärmste der Gemeinden, die den neuen „Pastoralen Raum Mitte“ bilden werden. Das besondere Anliegen dieser Gemeinde ist das Leben mit den Armen. Deshalb bereiteten Ehrenamtliche aus dieser Gemeinde die Armutskonferenz vor, zu der gestern eingeladen wurde. Alle Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen der vier katholischen Gemeinden, die zum neuen patoralen Großraum gehören und denen das Leben mit den Armen ein Anliegen ist, waren gekommen – sowie auch evangelische Aktive, denn in Kreuzberg hat die Ökumene in ihren Facetten einen sehr hohen Stellenwert. Wir begannen mit einem Bibliolog, der die Begegnung einer Witwe mit dem Propheten Elischa, deren Söhne in Schuldknechtschaft geraten sollten, in den Blick nahm. Der Prophet stellt ihr zwei Fragen: Was soll ich für dich tun? und: Sag mir, was Du im Haus hast? (Den ganzen Text kann man hier nachlesen). Er sieht sie mit ihren Möglichkeiten und nimmt sie ernst.

Beeindruckt hat mich eine Collage, auf der die Orte und Formen des Engagements mit den Armen und Ausgegrenzten dargestellt sind:

Orte des Lebens mit Armen

Orte des Lebens mit Armen (Foto: C. Boisseree)

Die Themen, die wir verabredet hatten, waren wo umfangreich, daß schnell deutlich wurde, wie wichtig eine Fortsetzung der Armutskonferenz wichtig ist. Einige konkrete Umsetzungen und Formen der Zusammenarbeit konnten verabredet werden, aber die politische Dimension, was beispielsweise die Gemeinden gegen die Vertreibung der Armen aus Kreuzberg tun können oder wie verhindert werden kann, daß verschiedene Gruppen von Armen gegeneinander ausgespielt werden, blieb offen.

Hier einige Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben:

einige Themen der Armutskonferenz (Foto: C. Boisseree)

einige Themen der Armutskonferenz (Foto: C. Boisseree)

Das Flehen des Armen …

Nach der Messe um 11.00 Uhr in Sankt Michael gibt es ein gemeinsames Frühstück. Immer sind materiell arme Menschen dabei. Regelmäßig wird über die Predigt oder anderes, was einzelne nach der Messe beschäftigt, gesprochen. Heute hat besonders ein Satz aus der ersten Lesung, dem Buch Jesus Sirach im 35. Kapitel, viele besonders berührt und einzelne getröstet:

Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist.
Es weicht nicht, bis Gott eingreift 
und Recht schafft als gerechter Richter.