Montagsfrage: Warum bloggst Du und wie hat das damals bei dir angefangen?

Header 3Immer montags wirft Herr Joel aus dem schönen Luxemburg eine Frage in den virtuellen Raum. Diese Woche geht es um die Anfänge des eigenen Bloggens. Ich habe an anderer Stelle vor gut zwei Jahrzehnten mit dem Bloggen begonnen und verbinde damit viele schöne und bereichernde Erfahrungen. Anfang 2015 bin ich in die Naunyn-WG (benannt nach der Straße mitten in Kreuzberg, in der wir leben) gezogen, in einer Zeit großer Umbrüche. Ein langjähriger Mitbewohner war im Jahr zuvor verstorben und absehbar war, daß der letzte Mitbewohner aus der Gründergeneration im Jahr darauf die WG verlassen würde.

In den – damals – 36 Jahren ihres Bestehens hatten Männer und Frauen – gelegentlich auch Kinder – aus über 70 Ländern in der WG gelebt. Ein großer Freundeskreis, zu dem sich Menschen aus vielen Ländern zählen, ist in dieser Zeit entstanden. Um in Kontakt zu bleiben und aus unserem WG-Leben zu erzählen wurde im Januar 2016 mit diesem Blog begonnen. Im ersten Blogeintrag hieß es:

Herzlich Willkommen …

…auf dem Naunynblog. 2016 wird für unsere Kommunität ein spannendes, von Umbrüchen geprägtes Jahr werden. Deshalb haben wir beschlossen dieses Blog zu starten um Freunden und Freundinnen der Naunynstraße und anderen Interessierten die Möglichkeit zu geben an unserem Leben Anteil zu nehmen.

Wir freuen uns über Mails unter naunyn (at) gmx (dot) de  und weiterhin natürlich über Euer Klingeln an unserer nach wie vor offenen Tür.

Viele von denen, die zu uns kommen – sei es zu Besuch oder zum Mitleben – sind in einer Notsituation und suchen nach einem Ort, wo sie zur Ruhe kommen und sich sortieren können. Alles kann hier aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht erzählt werden. Trotzdem bleibt noch Einiges, was hier geteilt werden kann. Das Spektrum reicht von „Alltagssplitter“ bis „Welt im Wohnzimmer“ und dazwischen liegt Vieles, wie etwa  „Aphorismen“ unseres ehemaligen ältesten Mitbewohners, „Armut“, „Besuche“, „BewohnerINNEN“, „Denkanstöße“, „Feste und Feiern“, „Frühstücksgespräche“, „Freunde“, „Kommunitätsabend“, „Kulinarisches“, „Kunst“, „Musik“, „Nachrufe“, „Politisches“, „Samstagsfrühstück“, „Straßenexerzitien“, „UnterstützerINNEN“, „Vielfalt“ …

Durch das Bloggen sind auch Kontakte zu Menschen entstanden, die uns (noch) nicht persönlich kennengelernt haben. Einige wollen uns besuchen sobald es die Corona-Situation erlaubt.

Mit diesem Beitrag werden es 519 Postings sein, die hier erschienen sind.

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Mitwirkung am Naunynblog

Dieses Weblog ist heute genau ein halbes Jahr online. Es ist die virtuelle offene Tür zu unserer Gemeinschaft – und so wie im realen Leben in der Naunynstraße jede/r Bewohner, jede/r Mitlebende, jede/r Exerzitant/in und jede/r Besucher/in eingeladen ist, das Leben und unser Miteinander mitzugestalten, so gilt das auch für dieses Weblog.

Immer wieder gibt es Gast-Autoren, die den einen oder anderen Textbeitrag zur Verfügung stellen, das eine oder andere Foto oder auch ein Soundfile schicken. Auch ein Video haben wir von Luke Sonnenglanz geschenkt bekommen, und ein zweites ist in Arbeit. Gelegentlich erreicht uns eine Mail und jemand nimmt auf den einen oder anderen Artikel Bezug und manchmal erreicht uns auch ein Kommentar. Wir freuen uns über diese unterschiedlichen Formen der Mitgestaltung und Anteilnahme.

Michael hat nach unserer Rückkehr vom Treffen der BegleiterINNEN von Straßenexerzitien einen Text verfaßt und überschrieben mit: Es ist an der Zeit.

Dieser Beitrag wurde von ein und derselben Person gestern zweimal kommentiert:

Es ist Zeit etwas zu tun! Unrecht zu beseitigen.
Und zwar jetzt!

Sehr geehrte Damen und Herren,
ist er also mal wieder unterwegs auf Mission, unser Herr Herwartz? Ohne Herrn Herwartz geht es anscheinend wohl nicht? Also, er soll mal wieder nicht so übertreiben. – Das kennen ja das von ihm! Er verdreht ja gerne die Sachen! – Ist also Herr Herwartz mal wieder dabei die Welt zu retten? Er ist nicht alleine auf der Welt! Herr Herwartz sollte sich mal in Berlin um seine Angelegenheiten kümmern! Da gibt es einige Baustellen, die noch um bearbeitet sind!!! Wir haben da schlimme Sachen von ihm gehört, die in der Nauyn 60 passiert sind. Das weiß er! Wenn er jetzt gekränkt ist, dann ist das auch Absicht. Er braucht jetzt nicht den Beleidigten zu spielen. Diese Arrogantheit und Überheblichkeit von ihm kotzt einem richtig an.

PS: Es ist zwar beachtenswert was Herr Herwartz da macht. Bevor er aber wieder Bücher schreibt, und in die Welt herumreist, auf Mission ist, sollte er sich um sich kümmern. Ich habe gehört, dass er selber krank sei?!

cropped-cropped-naunyn-tisch-04.pngWenn jemand an unserer Tür klingelt, dann öffnen wir und fragen nach der Begrüßung, ob der Gast einen Kaffee oder einen Tee mag. Wir bitten den Gast an unserem Tisch Platz zu nehmen.  Nachdem der Kaffee oder der Tee gekocht ist, setzen wir uns dazu: Und jetzt können wir zuhören. Dieser Ablauf hat sich als dienlich erwiesen zum hörenden Zusammenkommen. Und dazu laden wir weiterhin ein.