lebendiger Adventskalender auch bei uns

In diesem Jahr gibt es erstmals im neuen pastoralen Raum Berlin-Mitte einen lebendigen Adventskalender. Jeden Tag gibt es eine Einladung zu einem Angebot. Wir sind drei Mal dabei: Zweimal sind wir mit dem Samstagsfrühstück dabei und am Montag den 18. Dezember um 19.00 h laden wir in den Gemeindesaal von Sankt Michael ein zum Bibliolog über „Tochter Zion freue dich“ aus dem Buch Sacharja und singen mit Trompetenbegleitung Adventslieder.

Lebendiger Adventskalender 2017 im pastoralen Raum Mitte

Das Buch des Propheten Sacharja kennen Sie nicht? Kennen Sie doch, wenigstens diesen einen Vers:

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.“ (Sach 9,9) Wir laden ein zum Bibliolog über diese Stelle, aus der eines der bekanntesten Adventslieder entstand, dazu Adventslieder mit Trompete (Ort: Waldemar Straße 8-10 / Ecke Dresdner Straße).

Der Kalender als Liste ist hier.

 

 

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Kreuzberger Armutskonferenz 2017 in Bildern

Vor einem Jahr fand die erste Armutskonferenz in Kreuzberg für den neuen pastoralen Raum Mitte statt (mehr dazu hier und im Gemeindebrief vom Februar 2017 auf Seite 18 und 19) Schon damals beschlossen wir eine Fortsetzung ein Jahr später. Das Treffen hat am Samstag den 25. November wieder im St. Marien-Liebfrauen stattgefunden. Hier sind erste Eindrücke in Bildern – fotografiert von Christoph Boisseree:

Teilnehmende der Armutskonferenz 2018

Arme Menschen aus den Gemeinden, Ehrenamtliche und einige Hauptamtliche fanden sich im liebevoll vorbereiteten Gemeindesaal an diesem Samstag zusammen. Auch eine Reihe neuer Gesichter waren zu sehen.

Bodenbild zum Impuls von Schwester Rita

Schwester Rita von der Kreuzberger Kommunität der Franziskanerinnen aus Siessen stimmte uns auf den Nachmittag ein. Sie zeigte auf, wie Franziskus von Assisi Armut sah und wie er mit den Armen lebte – welche Veränderungen das bei ihm erfuhr und wie seine Brüder das aufnahmen. Auf dem Bodenbild sieht man ein braunes Stück Stoff, eine brennende Kerze, eine Ikone, eine aufgeschlagene Bibel und Tonscherben eines zerbrochenen Gefäßes.

Pastoraler Raum Mitte

Hier sieht man die Umrisse des neuen pastoralen Raumes Mitte, der aus den vier Gemeinden St. Marien-Liebrauen/ St. Michael, St Bonifatius (beide Kreuzberg), Herz-Jesu (Prenzlauer Berg) und der Hedwigskathedrale (Mitte) bestehen wird. Bei der Vorstellungsrunde steckte jede/r eine Stecknadel an dem Ort ein, an dem er / sie sich am stärksten zugehörig fühlt – wo der Schwerpunkt des eigenen Engagements ist.

einige der Verabredungen der Armutskonferenz 2016 (erstes Blatt)gi

Wir gingen die Absprachen und Verabredungen durch, die wir 2016 getroffen haben um zu sehen, was daraus geworden ist. Dann schauten wir in den Themenspeicher vom letzten Jahr um zu sehen, was noch offen geblieben ist und entwickelten mit den vorgeschlagenen Themen fünf Punkte die wir noch in der großen Runde besprechen wollten. Aber erst einmal wurde eine Kaffeepause eingelegt. Davon und von den leckeren Kuchen, die uns die Frauenfazenda aus Riewend gebacken hatte, gibt es kein Foto. Anschließend gingen wir ins Gespräch über die offenen Punkte. Großen Raum nahm die Frage ein, was Kirchengemeinden auf politischer Ebene tun können gegen vie Vertreibung von Menschen in ihrem Umfeld durch die zunehmende Gentrifizierung. Ein ausführlicherer Bericht wird folgen.

Armutskonferenz in Kreuzberg

Foto: C. Boisseree

Foto: C. Boisseree

Die Pfarrei Sankt Michael, in deren Nachbarschaft sich unsere Gemeinschaft befindet, ist die kleinste und finanziell ärmste der Gemeinden, die den neuen „Pastoralen Raum Mitte“ bilden werden. Das besondere Anliegen dieser Gemeinde ist das Leben mit den Armen. Deshalb bereiteten Ehrenamtliche aus dieser Gemeinde die Armutskonferenz vor, zu der gestern eingeladen wurde. Alle Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen der vier katholischen Gemeinden, die zum neuen patoralen Großraum gehören und denen das Leben mit den Armen ein Anliegen ist, waren gekommen – sowie auch evangelische Aktive, denn in Kreuzberg hat die Ökumene in ihren Facetten einen sehr hohen Stellenwert. Wir begannen mit einem Bibliolog, der die Begegnung einer Witwe mit dem Propheten Elischa, deren Söhne in Schuldknechtschaft geraten sollten, in den Blick nahm. Der Prophet stellt ihr zwei Fragen: Was soll ich für dich tun? und: Sag mir, was Du im Haus hast? (Den ganzen Text kann man hier nachlesen). Er sieht sie mit ihren Möglichkeiten und nimmt sie ernst.

Beeindruckt hat mich eine Collage, auf der die Orte und Formen des Engagements mit den Armen und Ausgegrenzten dargestellt sind:

Orte des Lebens mit Armen

Orte des Lebens mit Armen (Foto: C. Boisseree)

Die Themen, die wir verabredet hatten, waren wo umfangreich, daß schnell deutlich wurde, wie wichtig eine Fortsetzung der Armutskonferenz wichtig ist. Einige konkrete Umsetzungen und Formen der Zusammenarbeit konnten verabredet werden, aber die politische Dimension, was beispielsweise die Gemeinden gegen die Vertreibung der Armen aus Kreuzberg tun können oder wie verhindert werden kann, daß verschiedene Gruppen von Armen gegeneinander ausgespielt werden, blieb offen.

Hier einige Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben:

einige Themen der Armutskonferenz (Foto: C. Boisseree)

einige Themen der Armutskonferenz (Foto: C. Boisseree)