Reformation für Einsteiger als Zeichentrickfilm

Wie erklärt man Menschen aus anderen Kulturkreisen und aus anderen religiösen Traditionen, was am Reformationstag gefeiert wird? Dieser Zeichentrickfilm bietet eine gute Gesprächsgrundlage:

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Feste feiern … wie sie fallen: Franziskusfest und Sukkot

… und im Moment fallen einige Fest- und Feiertage an, weil wir aus und mit unterschiedlichen religiösen Traditionen leben. Gestern hatte unser Mitbewohner Franz Namenstag und wurde reichlich gefeiert mit Glückwünschen, Geschenken, Kuchen. Von einer Kindergartenkindergruppe wurde er in die Mitte genommen, bekam ein Herbstlied gesungen mit einem Tanz. Das absolute Highlight war ein Anruf von Schwester Ingrid. Am Abend waren wir bei den Franziskanerinnen um die Ecke zu einer Messe und anschließendem Essen zu Ehren des Ordensgründers und aller Namenstagskinder eingeladen.

Dach einer Laubhütte

Wegen des am gleichen Abend beginnenden Laubhüttenfestes (Sukkot) mußte ich etwas früher gehen um rechtzeitig zum G-ttesdienst, zum Essen und Beisammensein in der Synagoge zu kommen.

Infos zum Laubhüttenfest sind hier.

Rosch haSchanah 5778

Das jüdische Neujahrsfest (Rosch ha Schanah) haben wir am Mittwochabend mit einigen ehemaligen MitbewohnerINNEn und Freunden in fröhlicher Runde gefeiert. Franz hat ein wunderbares Fischcurry, bunten Reis und eine fruchtige Salatplatte gezaubert. Der Karotten-Zimmes (ein traditionelles Karottengericht zum jüdischen Neujahrsfest) muß besonders hervorgehoben werden – fruchtig und mit Honig – so als ob Franz mit jüdischer Küche aufgewachsen wäre. Foto gibt es leider keines.

Elul 1 – Vorbereitung auf das neue Jahr

Heute beginnt nach dem jüdischen Kalender der Monat Elul. Es ist der Monat, der dem jüdischen Neujahrsfest (Rosch haSchana) vorausgeht: Eine Zeit der Erneuerung und der Reflexion über das zurückliegende Jahr. Beim Morgengebet in der Synagoge wird das Schofar geblasen, das zur Buße und Umkehr ruft. Hier kann man sich die Melodie anhören:

Außerdem werden täglich besondere Gebete gesprochen. Dazu gehört Psalm 27:

Der Herr ist mein Licht und mein Heil – vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist für mein Leben wie eine schützende Burg, vor wem sollte ich erschrecken? 
Wenn boshafte Menschen über mich herfallen, um mich mit Haut und Haaren zu verschlingen, meine Gegner und Feinde – dann sind sie es, die stürzen und fallen! 
Selbst wenn mich ein Heer von Feinden umlagert: mein Herz ist nicht von Furcht erfüllt. Und wenn Krieg gegen mich ausbricht, bleibe ich dennoch voll Zuversicht. 
Eines habe ich vom Herrn erbeten, das ist mein tiefster Wunsch: alle Tage meines Lebens im Haus des Herrn zu wohnen, um die Freundlichkeit des Herrn zu sehen und über ihn nachzudenken – dort in seinem Heiligtum.
Denn er wird mich am Tag des Unglücks in seinem Zelt bergen, mir dort in der Verborgenheit seinen Schutz gewähren und mich auf einem hohen Felsen in Sicherheit bringen. 
Erhobenen Hauptes werde ich auf meine Feinde rings um mich herabsehen. Und ich will dort in seinem Heiligtum mit lautem Jubel meine Dankopfer bringen, ich will den Herrn preisen mit Musik und Gesang. 
Höre, Herr, wenn ich nun mit lauter Stimme rufe, sei mir gnädig und antworte mir! 
In meinem Herzen wiederhole ich deine Worte:»Kommt vor mein Angesicht, sucht meine Nähe!«Ja, Herr, das will ich tun: ich will vor dein Angesicht treten. 
Verbirg dich darum nicht vor mir, stoße mich, deinen Diener, nicht im Zorn zurück, denn du warst zu jeder Zeit meine Hilfe! Gib mich nicht auf und verlass mich nicht, mein Retter und mein Gott! 
10 Selbst wenn Vater und Mutter mich verließen, der Herr nimmt mich dennoch auf. 
11 Lass mich deinen Weg erkennen, Herr, und leite mich auf ebener Bahn – tu es meinen Feinden zum Trotz! 
12 Liefere mich nicht dem Mutwillen meiner Widersacher aus, denn es treten falsche Zeugen gegen mich auf! Aus ihrem Mund kommen heftige Worte voller Unrecht und Gewalt. 
13 Doch ich bin gewiss, dass ich am Leben bleiben und sehen werde, wie gütig der Herr ist. 
14 Hoffe auf den Herrn, sei stark, und dein Herz fasse Mut – ja, hoffe auf den Herrn!

 

85 Jahre …

… wurde  vorgestern unser ältester Mitbewohner Christian Schmidt (SJ). Franz zauberte einen kreativen Frühstücksteller für das Geburtstagskind, und wir nahmen uns Zeit für ein ausführliches Geburtstagsfrühstück.

 

Im Lauf des Tages kamen immer wieder Gäste und telefonische Geburtstagsgrüße. Weil der Geburtstag auf einen Dienstag fiel, gab es dann zum Kommunitätsabend als besonderes Abendessen die Lieblingsspeisen von Christian: gefüllte Paprikaschoten mit Kartoffeln und Salat und zum Nachtisch Eiskonfekt und Kuchen.

 

Video: Christian Schmidt – Jesuiten und Kunst

 

 

Verlobung in der Naunynstraße

Am 12.06.2017 verlobten sich unsere beiden Mitbewohner Dorothea & Enrico miteinander. Endlich, einen Monat später, am 13.07. feierten beide das freudige Ereignis bei uns in der Naunynstraße. Viele Gäste waren der Einladung gefolgt um sich von dem Essen was beide Verlobte, unter Mithilfe einiger Mitbewohner zubereitet hatten, verwöhnen zu lassen.

Roy, Rockn Peter, und Enrico unter den Künstlernamen Luke Sonnenglanz gestalteten den Abend anschließend musikalisch. Danach und auch zwischendrin fand sich ausreichend Zeit für Gespräche, Glückwünsche und Geschenke jeglicher Art.

Wir wünschen beiden eine gemeinsame glückliche und zufriedene Zukunft, voll Freude, beidseitigen Wachstums und reichlich erfüllter Wünsche, sei es hier im Zusammenleben mit der Gemeinschaft oder an sonstigen Orten auf der Welt wo es das junge Paar hin verschlagen könnte.

Die links führen zum Liveauftritt von Luke Sonnenglanz.

https://youtu.be/fXd3oaH9sBw
https://youtu.be/L5boe3O3i6E
https://youtu.be/hMxIIJmnkMQ

Abschied von Michael

Am 16. April 2016 haben wir mit einem großen Fest Christians Geburtstag, seinen Abschied und die Weitergabe der Verantwortung gefeiert. Christian schrieb dazu:

In der Feier übergab ich mitten unter den versammelten Bewohnern und Unterstützern die beiden Seitenteile unseres Wohnzimmertisches an Iris und Michael als Zeichen der Übergabe der Verantwortung (Mehr dazu hier).

Michael, der seit April 2015 jede Woche zwei Tage von Münster nach Berlin gekommen ist, hat uns Ende April bei einem Kommunitätsabend gesagt, daß er sich aus der Naunynstraße zurückzieht. Dem war ein langer Prozess intensiven Ringens vorausgegangen. An diesem Tisch werden wir auch den Abschied von Michael begehen.

Michael schreibt:
Zum Sonntag, den 9, Juli 2017 lade ich Euch in die Naunynstr. ein.
Ab 14.00 Uhr soll dort Zeit sein, mir Adieu zu sagen, Euch von mir Auf Wiedersehen sagen zu lassen, miteinander zu essen und so Gottes Dienst an uns zu feiern.