Fasten brechen

Fastenbrechen – Ramadan

Letztes Jahr haben wir während des Ramadan unsere muslimischen Mitbewohner vermißt. Wir haben sie nur wenig gesehen. Die gemein-samen Mahlzeiten fielen als Treffpunkt weg und ansonsten waren sie viel in der Moschee. Das sollte in diesem Jahr anders werden. Deshalb kam die Idee auf, das Fastenbrechen dann und wann gemeinsam zu begehen. Der Samstag-abend war ein guter Zeitpunkt dafür.  Franz hatte Datteln, Lammgulasch, bunten Reis, Salat und Melone vorbereitet. So haben wir zu unge-wöhnlich später Zeit miteinander gegessen und einiges neu über die spirituelle Praxis erfahren. Der Ramadan ist auch der Monat, in dem Mohammed den Koran empfangen hat. So haben sich in diesem Jahr die drei Feste der monotheistischen Religionen, in denen es um Offenbarung geht, überschnitten: Schawuot (Gabe der Torah am Sinai), Pfingsten und der Ramadan.

 

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Pfingsten 1944 – Pfingsten 2018

Dietrich Bonhoeffer, weggesperrt und später ermordet, schrieb 1944 zu Pfingsten aus der Haft.

„Ich beobachte immer wieder, dass es so wenige Menschen gibt, die viele Dinge gleichzeitig in sich beherbergen können; wenn Flieger kommen, sind sie nur Angst; wenn es etwas Gutes zu essen gibt, sind sie nur Gier; wenn ihnen ein Wunsch fehlschlägt, sind sie nur verzweifelt; wenn etwas gelingt, sehen sie nichts anderes mehr. Sie gehen an der Fülle des Lebens und an der Ganzheit einer eigenen Existenz vorbei. […] Demgegenüber stellt uns das Christentum in viele verschiedene Dimensionen des Lebens zu gleicher Zeit; wir beherbergen gewissermaßen Gott und die ganze Welt in uns. Wir weinen mit den Weinenden und freuen uns zugleich mit den Fröhlichen; wir bangen … um unser Leben, aber wir müssen doch zugleich Gedanken denken, die uns viel wichtiger sind, als unser Leben.“

Allen, die es feiern: ein fröhliches, begeisterndes und gesegnetes Pfingstfest.

geschenkt am Muttertag

Foto: Maria Cruz

In Sankt Michael werden seit einigen Jahren am Muttertag, der immer auf den zweiten Sonntag im Mai fällt, nach der Messe Rosen aus fairem Handel verkauft. Der Erlös ist für Solwodi Berlin bestimmt –  eine Beratungsstelle für Frauen, die von Zwangsprostitution und Menschenhandel betroffen sind.

Die Comboni-Schwestern Margit und Mabel, die diese Arbeit verantworten, waren in ihrer An-fangszeit in Berlin 2006 auf der Suche nach ihrer Berufung und haben in dieser Zeit einige Monate in unserer Wohngemeinschaft gelebt. Von daher rührt unsere Verbindung, die bis heute besteht. (Mehr dazu hier)

Vorbereitungen zum Myfest

Wir sitzen mitten in den Vorbereitungen für das Myfest, das von Anwohnern getragen wird. Schon gestern wurden Absperrungen an unterschiedlichen Plätzen gelagert. Heute früh hat die Polizei damit begonnen, Absperrungen aufzubauen. Das ganze Gelände wird umzäunt. Mehr als 5000 Polizistinnen und Polizisten werden im Einsatz sein.

Das MyFest ist von seinem Ursprung her ein politisches Statement, ein Ausdruck des Engagements für Freiheit und Toleranz, gegen Rassismus und Homophobie, gegen Fundamentalismus und für ein friedliches Miteinander. Als es vor 15 Jahren erstmalig organisiert wurde, war die Grundidee, den bis dahin oft mit Ausschreitungen verbundenen Demonstrationen zum 1. Mai eine friedliche Feier entgegen zu setzen, bei der sich Anwohner und Gleichgesinnte wohlfühlen können.

Den Ablaufplan mit den einzelnen Bühnen findet man hier. Wir sind froh, daß auf der Kreuzung vor unserem Haus dieses Jahr keine Bühne ist. Die nächste ist dann am Bullenwinkel kurz vor Kuchen-Kaiser. Der Lageplan mit den Zugängen ist hier.

Wir wünschen allen einen schönen, fröhlichen und entspannten 1. Mai.

Auferstehung ganz anders

Aber es kommt eine Auferstehung, die ganz anders wird als wir dachten
Aber es kommt eine Auferstehung, die ist der Aufstand Gottes gegen die Herren.

Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker

Wir wünschen allen unseren Freundinnen und Freunden, allen, die hier mitlesen und es feiern ein frohes Osterfest und eine gesegnete Osterzeit. Hier noch der Ostergruß in verschiedenen Sprachen.

Nachtrag 2. April:

Heute ist mir das vollständige Gedicht begegnet:

das könnte manchen herren so passen
wenn mit dem tode alles beglichen
die herrschaft der herren
die knechtschaft der knechte
bestätigt wäre für immer

das könnte manchen herren so passen
wenn sie in ewigkeit
herren blieben in ihrem teuren privatgrab
und ihre knechte
knechte in billigen reihengräbern

aber es kommt eine auferstehung
die ganz anders ist als wir dachten
es kommt eine auferstehung, die ist
der aufstand gottes gegen die herren
und gegen den herrn aller herren: den tod

Kurt Marti

 

Frauentagstradition (3)

Inzwischen kann man schon von einer kleinen Tradition sprechen. Franz hat dieses Jahr wieder den Frauentag als Gelegenheit genommen für uns und Freundinnen der WG kulinarische Köstlichkeiten zu zaubern. Eine fröhliche Runde hatte sich um unseren Tisch eingefunden.

Frauentagsessen 2018

Franz hat Wildlachs mit Gemüsereis mit einer fruchtigen Mangosauce zubereitet. Außerdem gab es eine erfrischende Salatkreation mit schwarze Oliven, Feta, Rauke, Wassermelonen und Wiesenblumen mit einem Aprikosen-Hollunder-rote Feigen-Dressing..

Menü beim Frauentagsessen

Der Nachtisch hat uns dann völlig überrascht. Sollte Franz unter die Tortenbäcker gegangen sein? Nein – hier hat er sich externe Unterstützung geholt: Eine luftige und leichte Cremetorte bildete den Abschluß.

Nachtisch: Tortenkreation

Rockn RollF war gekommen um uns mit eigenen und Bob-Dylan-Liedern musikalisch zu unterhalten. Eines kann man auch hier anhören. Einige hat das so motiviert, daß sie Lieder aus der Mundorgel aus fernen Jugendzeiten zu Gehör brachten. Es war ein rundum schöner und gelungener Abend.

Die Fotos hat Luke Sonnenglanz beigesteuert. Vielen Dank dafür.

Frauentag 1
Frauentagsessen und Reiseerlebnisse (2)