Verlobung in der Naunynstraße

Am 12.06.2017 verlobten sich unsere beiden Mitbewohner Dorothea & Enrico miteinander. Endlich, einen Monat später, am 13.07. feierten beide das freudige Ereignis bei uns in der Naunynstraße. Viele Gäste waren der Einladung gefolgt um sich von dem Essen was beide Verlobte, unter Mithilfe einiger Mitbewohner zubereitet hatten, verwöhnen zu lassen.

Roy, Rockn Peter, und Enrico unter den Künstlernamen Luke Sonnenglanz gestalteten den Abend anschließend musikalisch. Danach und auch zwischendrin fand sich ausreichend Zeit für Gespräche, Glückwünsche und Geschenke jeglicher Art.

Wir wünschen beiden eine gemeinsame glückliche und zufriedene Zukunft, voll Freude, beidseitigen Wachstums und reichlich erfüllter Wünsche, sei es hier im Zusammenleben mit der Gemeinschaft oder an sonstigen Orten auf der Welt wo es das junge Paar hin verschlagen könnte.

Die links führen zum Liveauftritt von Luke Sonnenglanz.

https://youtu.be/fXd3oaH9sBw
https://youtu.be/L5boe3O3i6E
https://youtu.be/hMxIIJmnkMQ

Abschied von Michael

Am 16. April 2016 haben wir mit einem großen Fest Christians Geburtstag, seinen Abschied und die Weitergabe der Verantwortung gefeiert. Christian schrieb dazu:

In der Feier übergab ich mitten unter den versammelten Bewohnern und Unterstützern die beiden Seitenteile unseres Wohnzimmertisches an Iris und Michael als Zeichen der Übergabe der Verantwortung (Mehr dazu hier).

Michael, der seit April 2015 jede Woche zwei Tage von Münster nach Berlin gekommen ist, hat uns Ende April bei einem Kommunitätsabend gesagt, daß er sich aus der Naunynstraße zurückzieht. Dem war ein langer Prozess intensiven Ringens vorausgegangen. An diesem Tisch werden wir auch den Abschied von Michael begehen.

Michael schreibt:
Zum Sonntag, den 9, Juli 2017 lade ich Euch in die Naunynstr. ein.
Ab 14.00 Uhr soll dort Zeit sein, mir Adieu zu sagen, Euch von mir Auf Wiedersehen sagen zu lassen, miteinander zu essen und so Gottes Dienst an uns zu feiern.

Inspirierendes Pfingstfest

 

 

 

 

 

 

Bild: Sybille Kramer-Tezzele

Allen, die es feiern wünschen wir ein frohes, dynamisches und inspirierendes Pfingstfest mit einem Gedicht von Wilhelm Bruners:

Pfingsten

Die Nacht war voller Musik
Tanz und Gesang
Die Tora hatten sie studiert
die alten Weisungen neu gehört
Auf dem Berg
waren sie gewesen
Die Stimme hatten sie gesehen

Jetzt taumelten sie in den Tag
noch blind von der ersten Sonne

Einige blieben
bis das Licht zum Feuer wuchs
der Wind zum Sturm
und sie ins Gebet trieb

in die Preisung
mit allem

Einige von uns waren gestern im Pfingstgottesdienst in Sankt Michael und beim anschließenden Frühstück. Dort war das Pfingstgedicht dann Ausgangspunkt für unseren Austausch. Die Jünger kamen 50 Tage nach Pessach nach Jerusalem zum Wochenfest Schawuot, an dem die Gabe der Torah am Sinai gefeiert wird. Das schlägt sich im Satz „die Stimme hatten sie gesehen“ nieder, denn im Torahabschnitt (Exodus 24) ist vom „Sehen der Stimme“ die Rede, also einer Gleichzeitigkeit einer Hör- und Seherfahrung. Dies nimmt die neutestamentliche Pfingsterzählung auf, wenn vom Brausen (Hörerfahrung) und den Feuerzungen (Seherfahrung) die Rede ist.

Mehr zum Wochenfest Schawuot

Oster-Geburtstag

Intensive Feiertage – Pessach und Ostern – liegen hinter uns. Am Ostersonntag feierten wir mit vielen lieben Gästen Christians Geburtstag. Rockn RollF hat einen Geburtstagscartoon gezeichnet: Christian, wie er bei der Papstaudienz Papst Franziskus die Doktorarbeit von Michael Schindler über Straßenexerzitien überreicht. Christian ließ uns an den Eindrücken seiner letzten Reise nach Wien teilhaben, die gerade in der Karwoche stattgefunden hatte. Kardinal Schönbohm, der Klaus Mertes sehr unterstützt hat als er die sexuellen Übergriffe im kirchlichen Raum öffentlich machte, hatte Christian eingeladen um für die Priester der Diözese zwei Vorträge zu halten, die auch Predigthilfen sein sollten: Wie kann es gelingen biblische Texte ganz neu zu lesen und so lebendig werden zu lassen, war eine der Fragestellungen. Viele Priester waren in den Stephansdom gekommen, denn in der Karwoche werden die Chrisamöle geweiht, die für verschiedene Sakramente verwendet werden (Taufe, Firming) oder bei der Weihe eines Altars. Außerdem erzählte er vom Entwurf eines neuen Buches. Es wird um Straßenexerzitien gehen und wie man danach wieder gut in den Alltag hineinkommt. Eine Freude war auch der Besuch von Rana, der uns von seinen ersten Monaten im Priesterseminar erzählte – muß wohl eine Mischung zwischen Jungeninternat, Schullandheim und Studentenwohnheim sein. Ajußerdem wurde von der Karfreitagsmahnwache, die am Mahnmal für Sinti und Roma stattfand, erzählt und wir durften teilhaben an den Erfahrungen der Comboni-Schwestern mit den jungen Frauen, die sich in Berlin auf ihren Einsatz als „Missionarinnen auf Zeit“ vorbereitet haben und an unterschiedlichen Orten waren, an denen Armut sichtbar wird. Roi hat vom ökumenischen Friedensgebet am Gendarmenmarkt erzählt und ein Gebet aus seiner Hindu-Tradition gesungen. Christian Schmidt rezitierte – wie bei für jedes Geburtstagskind – das Geburtstagsgedicht. Das ganze fand rund um unsere große Tafel mit einem leckeren Festessen statt: Franz hatte Lachs im Blätterteig, ein Reisgericht mit Mango-Gemüsesauce und Salat zubereitet. Zum Nachtisch gab es Geburtstagskuchen und Obstsalat.

Der Abend „Perspektiven Italiens“ (Teil 2) mit Bildern, Musik und Texten über Aosta und Spezziola schloß die Feiertage ab und entließ uns in den Alltag.

Ostern alle Tage

Ostern alle Tage

Trotzdem wieder aufstehen
nicht jubelnd
nicht erlöst
nicht heilgezaubert
aber aufstehen

Gott etwas zutrauen
keine Allmacht
keine Heerscharen
kein Donnergetöse
aber zutrauen

Im Totenreich nicht heimisch werden
das letzte Wort nicht selber sprechen
und morgen wieder aufstehen

Carola Moosbach
Gottflamme Du Schöne, 1997
© Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh  

Allen, die es feiern – wünschen wir ein gesegnetes und frohes Osterfest.

Weihnachten und Chanukka

… fallen dieses Jahr zusammen: Viel Licht in der Dunkelheit. Den Weihnachtsabend haben wir mit vielen Gästen gefeiert: Bekannten und (noch) Unbekannten von nah und fern. Franz hat wieder ein sehr leckeres Essen zubereitet. Herzlichen Dank auch für die Grüße, die uns aus ganz unterschiedlichen Ecken erreicht haben.

Die Krippe aus Simbabwe haben wir bereits am Tag vorher aufgebaut. Manche kennen sie schon von der Bibliologmeditation letztes Jahr:

Dieses Jahr haben wir mit einem Bibliolog die Verkündigung des Engels an Maria neu entdeckt. Ein besonderes Highlight waren die Musikimprovisationen zur Weihnachtsgeschichte mit Kontrabaß und Shakuhashi, einer japanischen Flöte.

Als die meisten Bewohner und Gäste schon zu den Weihnachtsgottesdiensten aufgebrochen waren, besuchte uns noch Christian und erzählte von seinen letzten Reisestationen.

Jeden Abend zünden wir am Chanukka-Leuchter, der im Wohnzimmerfenster steht, eine Kerze mehr an:

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

Chanukka 5777 (Foto: Rockn RollF)

 

FESTE feiern wie sie fallen

Heute hat Franz ein köstliches Geburtstagsessen für Gaston gezaubert – voila:

Wildlachs mit Kräuterkruste und Räucherlachs im Salatbett mit Kiwi und Grapefruit mit gemischtem Gemüse in Kokossauce

Wildlachs mit Kräuterkruste und Räucherlachs im Salatbett mit Kiwi und Grapefruit und gemischtes Gemüse in Kokossauce (Foto: Rockn RollF)

Die Diskussion der Bildunterschrift – Franz bestand auf Vollständigkeit – dauerte fast länger als der Kochvorgang.

Nicht im Bild: Als Dessert Honigmelone sowie die Saftbegleitung (Guave und / oder Passionsfrucht)