Samstagsfrühstück … mit den Sternsingern

Dreikönigskuchen

Seit einigen Tagen sind sie wieder unterwegs: Kinder und Jugendliche, die für notleidende Kinder in anderen Ländern Geld sammeln und zugleich die Wohnungen, in die sie kommen, segnen und den Menschen, die dort wohnen, Freude und Segen bringen.

Sie sammeln für sinnvolle Hilfsprojekte, die den Ländern nicht von außen aufgedrückt werden, sondern die vor Ort bestehen und mit finanzieller Hilfe stärker werden. Heuer geht es um eine Einrichtung in Lima, Peru für behinderte Kinder, denen durch Bildung und Hilfsmittel (Rollstühle, Gehhilfen etc.) die Teilhabe am Leben ermöglicht wird. (mehr dazu hier).

Am Samstagsfrühstück gestern war es dann soweit. Die Sternsinger von Sankt Michael kamen mit Liedern, Segen, Weihrauch und Infos über die Projekte in Peru, für die dieses Jahr gesammelt wird. An unserem reich gedeckten Frühstückstisch mit Dreikönigs-kuchen (Foto oben) hatten sich Menschen aus allen Kontinenten – außer – Australien – eingefunden.

Wer wollte, konnte die Kurzfassung des Segens (20 C + M + B 19) auch als beschrifteten Klebestreifen für Zuhause mitnehmen. Besonders bewegte mich die Frage einer alevitischen Frau, ob sie für ihre beiden Söhne, die gerade in einer schwierigen Situation seien, auch einen Streifen mit dem Segen mitnehmen dürfe. Klar – der Segen ist für alle da.

Die Sternsingerinnen bekamen als Erste etwas vom Dreikönigskuchen, einem Hefekuchen mit Marzipan und Trockenfrüchten, der in Süd-Frankreich, der Schweiz und in Spanien zum Dreikönigstag gehört.

Zum Weiterlesen:
Überraschungsbesuch der Sternsinger 2018 (mit Fotos)

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Weihnachten – der Sehnsucht Raum geben

Die Vorbereitungen – abgesehen vom Kochen – sind abgeschlossen. Maria Cruz und Bruder Christian haben dieses Jahr unsere Weihnachtskrippe aus Simbabwe aufgebaut. Die Türen sind wie jedes Jahr offen. Wir sind gespannt, wer kommen und mit uns Weihnachten feiern wird: Im anderen Adventskalender für heute heißt es:

Homo desiderium dei
Der Mensch ist die Sehnsucht G-ttes – der Mensch ist Sehnsucht nach G-tt

beide Übersetzungen sind möglich. Wir wünschen alle denen, die es feiern, ein frohes, gesegnetes und lichtvolles Weihnachtsfest. Möge die Sehnsucht G-ttes und die Sehnsucht nach G-tt immer mehr Raum gewinnen in Eurem Leben und Gestalt annehmen.

Weihnachtskreippe 2019 (Foto: Maria Cruz)

 

Weihnachten mit-er-leben

Immer wieder bekommen wir Anfragen von Menschen, ob es kürzere oder längere Zeit möglich ist, bei uns mitzuleben. Letzte Woche haben wir uns sehr über die Mail einer jungen Frau gefreut:

Ich habe im Sommer Straßenexerzitien bei Christian Herwartz gemacht und durfte eine mich sehr prägende Zeit mit den Obdachlosen am Alexanderplatz verbringen. In dieser Zeit hat mich Silvia netterweise auch einmal mit in die Naunynstraße zum Mittagessen genommen. Seitdem muss ich ganz oft an euch und die Menschen auf der Straße denken, insbesondere jetzt in der Weihnachtszeit. Zudem habe ich lange überlegt, was Weihnachten für mich bedeu-tet und gemerkt, dass ich gerne aus der tradionellen, ver-steiften Familienfeier  ausbrechen würde und in meinem Inneren nach einem „Weihnachten der offenen Tür“, einfach mit Menschen, egal ob ich sie kenne oder nicht, wo alle zusammen kommen und es keinen ausgewählten Feiertisch gibt, suche. Dabei musste ich auch sehr an die Naunynstra-ße denken, weil ich irgendwie so ein  Weihnachtsgefühl mitten im Sommer bei euch beim Mittagessen spüren durfte. ich fühlte mich unglaublich willkommen und aufge-hoben, obwohl ich für euch alle sehr fremd war. Deswegen wollte ich fragen, ob ich bei euch auch Weihnachten mitfei-ern kann. Selbstverständlich bringe ich mich sehr gerne ein, egal ob beim Kochen, selber Essen mitbringen oder Musizie-ren (ich spiele Klavier).
Liebe Grüße und euch eine schöne Adventszeit,

Wir sind gespannt, was sich daraus entwickelt.

Nikolaus-Frühstück religionsübergreifend

Beim Nikolaus-Frühstück haben wir die Legen-den über den Heiligen aus dem Bilderbuch von Anselm Grün gelesen, das uns der Kindergarten geliehen hat.  Es werden auch einige weniger bekannte Geschichten erzählt, etwa wie Nikolaus einen Jungen rettet, der bei einer Bootsfahrt in einen Fluß gefallen ist, obwohl der Bischof nicht vor Ort war.

Ein muslimischer Mitbewohner wollte wissen, ob Nikolaus ein Prophet gewesen ist. Im Frühstücks-gespräch fanden wir heraus, daß einige der Ge-schichten, die von Nikolaus erzählt werden, in der jüdischen und muslimischen Tradition dem Pro-pheten Elias (Elyas/ Ilyas) zugeschrieben werden.

Außerdem fanden die Socken, die uns Gertrud vor kurzem geschickt hat, die passenden Füsse zur großen Freude der Beschenkten.

Die zweite Kerze am Chanukka-Leuchter

wurde am Abend entzündet verbunden mit einem Austausch zu folgenden Fragen:

  • Für welche Situation im eigenen Leben wünsche ich mir Licht
  • Welche Menschen, die mir nahe sind, sind in einer schwierigen Situation und brauchen Licht
  • Für welche Probleme in der Welt wünsche ich mir das Licht der Veränderung

חג חנוכה שמח

 

Advent meets Chanukka

Spinat-Latkes

Beim Frühstück haben wir die erste Kerze am Adventskranz angezündet und einen Text zum Advent als Zeit  des „dazwischen“ gelesen. Nach der Messe in Sankt Michael hat Roswitha zu ihrem Geburtstag eingeladen. Vor vielen Jahren hat sie den Kreis gegründet, der sich immer nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Frühstück und Gespräch trifft. Viele sind gekommen, die irgendeinmal zu diesem Kreis gehörten. Der kleine Gemeindesaal war brechend voll, weil viele Menschen sich mit Roswitha freuen wollten.

Am Abend wurde dann die erste Kerze am Chanukka-Leuchter angezündet, die Chanukka-Geschichte vom Aufstand der Makkabäer erzählt – ein Bilderbuch half dabei. Um an das Wunder zu erinnern, daß das Öl für den Leuchter acht Tage gereicht hat statt nur für einen Tag, gibt es Speisen die in Öl gebacken sind. So verzehrten wir mit großem Appetit Spinat-Latkes (Kartoffelpuffer) mit Lachsfrischkäse.

Ein fröhliches Chanukka – allen, die es feiern.

Stand der Lichter 1 (Adventskranz) : 1 (Chanukka-Leuchter)